Kreuzfahrt-Tagebuch: Antarktis auf der L‘Austral

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Antarktis-Tagebuch: Carmen bei Zodiac-Fahrt in Neko Harbour

Antarktis-Tagebuch: Carmen bei Zodiac-Fahrt in Neko Harbour

Eine Antarktis-Kreuzfahrt steht wohl auf der Wunschliste jedes Kreuzfahrt-Fans ganz oben. Für Viele wird die Antarktis ein Traum bleiben, denn Antarktis-Kreuzfahrten sind nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Doch wer es trotzdem schafft, wird sich ein Leben lang an diese Kreuzfahrt erinnern, die so anders ist als die gewohnten Seereisen im Mittelmeer oder in der Karibik. Wir sind im Januar 2012 mit der L’Austral der französischen Reederei Compagnie du Ponant von Ushuaia aus zehn Tage lang zu den Süd-Shetland-Inseln und zur antarktischen Halbinsel gefahren. Cruisetricks.de-Autorin Carmen Winkler hat während der Antarktis-Kreuzfahrt ausführlich Tagebuch geführt und die unsere Erlebnisse aus dem eisigen Kontinent festgehalten.

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Eine noch etwas ausführlichere Version des Tagesbuchs insbesondere der An- und Abreise aus Deutschland sowie dem Vorprogramm in Buenos Aires findet sich übrigens beim Kreuzfahrten-Treff.de. Außerdem haben wir während unserer Kreuzfahrt live mit den schönsten Bildern aus der Antarktis berichtet: Antarktis-Live-Ticker.

Tag 1 – von Buenos Aires nach Ushuaia

Der Charter-Flug mit der argentinischen LAN von Buenos Aires nach Ushuaia geht früh, sehr früh. Weckruf um 4 Uhr, Frühstück um 4:30 Uhr, Abfahrt zum Flughafen um 5 Uhr, Abflug 6:40 Uhr. Doch wir waren schon gegen 3 Uhr wach, weil irgendwo ständig Lärm im Hotel war. Der Bus fuhr mit einer kleinen Verspätung in Richtung des nationalen Flughafens Aeroparque. Dort stand eine komplette A320 der LAN als Charterflug für uns bereit.

Nach knapp 3,5 Stunden landeten wir in Ushuaia. Der Flughafen zählt – ebenso wie München – zu den Top Ten der schönsten Flughäfen der Welt. Mit einer gewissen Skepsis warteten wir auf unsere Koffer, die wir ja am Vorabend ohne jegliche Anhänger vor die Hotelzimmertür gestellt hatten. Sie tauchten alle auf. Inzwischen waren sie bereits mit einem Anhänger der LAN versehen, auf dem sogar unsere Kabinennummer am Schiff stand.

Nach der Gepäckausgabe im öffentlichen Bereich durften wir gleich unsere Koffer wieder aufreihen und an einem Tisch unsere Reisepässe abgeben und dafür die Bordkarten entgegennehmen. Weiter ging es zum Bus mit der englischen Führung. Unser Weg führte uns zunächst zu einem Winter Resort zum Mittagessen. Ushuaia ist sowohl ein Langlauf- als auch ein Alpin-Gebiet. In dem Ressort gab es neben einem kleinen Souvenir-Laden mit überwiegend Souvenirs aus Handarbeit auch eine große Gruppe Huskies. In einem gesonderten Grillhaus wurden die Lämmer gegrillt. Als Vorspeise gab es Salate von der Salatbar. Dann kam eine brutzelnde Reine auf den Tisch – geheizt mit Glut vom Grill – mit gegrilltem Lamm und Kartoffeln. Als Nachtisch gab es Eis.

Feuerland-Nationalpark

Feuerland-Nationalpark

Der Weg führte uns weiter in den Tierra del Fuego Nationalpark. Inzwischen hatte sich die Wolkendecke komplett aufgelöst und wir erlebten einen grandiosen Sommertag – bei strengem Wind und circa 15 Grad Celsius. Atemberaubende Landschaften, Seen und Fjorde und ein bisschen Wildlife bis hin zu zwei Rotfüchsen, die vor unserem Bus die Straße querten. Zum Abschluss machten wir noch einen kurzen Abstecher in die Stadt selbst, da zum einen direkt am Hafen ein Schild malerisch das Ende der Welt verkündet und dahinter gleich unser Schiff lag und zum anderen der eine oder andere noch schnell etwas besorgen musste. Schon mal in knapp 15 Minuten einen Stoffpinguin gesucht und erstanden?

Tag 1.1 – Einschiffung auf die L‘Austral

L'Austral in Ushuaia

L’Austral in Ushuaia

Nach dem Vorprogramm Ushuaia und Feuerland ging es gegen 17 Uhr in den Hafen zur L‘Austral. Bereits vor dem Schiff wurden wir vom Cruise Director Jerome und anderen Besatzungsmitgliedern begrüßt. Gleich nach der Gangway stand der Kapitän zur Begrüßung bereit. Im Schiff dann erst mal ein warmes Tuch, dann das Sicherheitsfoto machen und schon an den nächsten Mitarbeiter übergeben, der uns zur Kabine führte. Dort warteten auch schon unsere Koffer auf uns und eine Flasche Champagner sowie eine große Flasche stilles Wasser (2 Liter, wurde auch während der Fahrt ersetzt).

Wir machten einen kurzen Rundgang, denn inzwischen war es bereits 17:30 Uhr und für 18:15 Uhr war eine kurze Info des Cruise Directors angekündigt, der uns die wesentlichen Dinge an Bord erklärte. Davor stellte sich nochmals unser Kapitän sowie der Expeditionsleiter Nicolas Dubreuil vor. Dann zurück auf die Kabine und die Rettungswesten anlegen, denn es folgte gleich die Rettungsübung. Hier findet die Übung übrigens im Theater statt und mit Rettungsweste. Dort setzt man sich geordnet in die Reihen und wird dann im Gänsemarsch zum Rettungsboot geführt. Da das Thema Sicherheit ja gerade aktuell wurde: Während der Fahrt fanden noch zwei Crew-Übungen statt, darunter eine für die Feuerwehrleute und das medizinische Personal.

Dann war auch schon Zeit für das Abendessen. Wir suchten uns einen Tisch am Fenster aus, um die Abfahrt und die anschließende Fahrt im Beagle Kanal zu genießen. Gegen 21:30 Uhr waren wir fertig und gingen auf unsere Kabine zurück. Der Tag war lang. Das Tagesprogramm für den nächsten Tag erwartete uns bereits. Im Theater begann zu dieser Zeit noch der Film „Marsch der Pinguine“ (auf Englisch).

Sonnenuntergang: 21:56 Uhr.

Anmerkung*: Cruisetricks.de fuhr auf der der L’Autral auf Einladung von Compagnie du Ponant, die Hälfte der Kosten für Vorprogramm und Anreise haben wir selbst getragen.

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