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Tag 10 – Drake Passage, Kap Hoorn

Sonnenaufgang: 3:53 Uhr – Die Nacht war erstaunlich ruhig und kaum Schaukeln. Das Wetter hält offensichtlich. Der Wind hatte aber zugenommen, 60 km/h aber noch in westlicher Richtung. Wir gingen erst einmal zum Frühstück. Gegen 8 Uhr erreichten wir Kap Hoorn. Dort lag noch die Via Australis, deren Passagiere gerade an Land waren.Da für das Kap Hoorn keine Beschränkungen bestehen, können wir alle gleichzeitig an Bord. Nur aus organisatorischen Gründen begann die blaue Gruppe um 9 Uhr und die rote um 9:15 Uhr. Wir hatten ja gestern schon – etwas voreilig – die Koffer teilweise gepackt und insbesondere unsere Hosen und die Stiefel schon eingepackt. Jetzt musste halt alles wieder raus. Viel zu sehen gibt es übrigens nicht. Der Bereich zum Anlegen ist sehr felsig. Dann geht es 160 Stufen hoch auf das Plateau. Dort steht eine kleine Kapelle und ein kleiner, bemannter Leuchtturm mit einem Souvenir-Laden. Angenommen werden Dollar, Euro, Argentinische Pesos und natürlich chilenisches Geld. Natürlich ist hier auch ein großer Fahnenmast mit der chilenischen Flagge. Weiter hinten gibt es noch ein Denkmal, dessen Zwischenraum die Form eines Albatrosses bildet. Auf einer Marmorplatte sind die Entfernungen zu Städten in der ganzen Welt wiedergegeben. Auf einer weiteren Tafel ist ein Gedicht über den Albatros eingraviert – aber auf Spanisch.

Albatros-Denkmal
Albatros-Denkmal

Vor dem Einsteigen in die Zodiacs verkürzt uns die Bar-Crew die kurze Wartezeit noch mit einem Glas Champagner. Übrigens bekommen wir alle einen chilenischen Stempel in den Pass. Wir haben auch einen chilenischen Lotsen aufgenommen und fahren über Port Williams (Stopp gegen 18 Uhr) nach Ushuaia zurück. Nach dem Wiedereinsteigen wurden die Rettungswesten eingesammelt. Wetter: Um die 10 Grad Celsius, bewölkt und leicht regnerisch und am Schluss kam noch die Sonne raus. Bei der Hinfahrt begleiteten vier oder fünf Delfine unser Zodiac. Am Ufer sahen wir ein Gänsepaar. Nach all den Pinguinen schon fast eine Sensation.

Albatros vor Kap Hoorn
Albatros vor Kap Hoorn

Wir fuhren weiter in Richtung dem eigentlichen Felsen von Kap Hoorn begleitet von hunderten Albatrossen und Kormoranen. Letztere starteten immer wieder Versuche, mit dem Schiff fliegend Schritt zu halten. Nach ein paar Minuten im Pazifik kehrten wir wieder um und machten uns auf den Weg nach Ushuaia.

Kap Hoorn
Kap Hoorn

Das Mittagessen hat heute das Motto „Buffet French Bistro“. Diejenigen, welche Stiefel ausgeliehen hatten, mussten diese zwischen 13:30 und 14:30 Uhr heute wieder zurückgeben. Nach dem Mittagessen lagen die Comment Cards sowohl für die Reise allgemein als auch für die Expedition Guides auf der Kabine – übrigens pro Passagier ein Fragebogen, die an der Rezeption abgegeben werden konnten. An der Rezeption stand nun auch eine Box für Trinkgelder.

Perfekt gebratenes Rinderfilet zum Gala-Dinner
Perfekt gebratenes Rinderfilet zum Gala-Dinner

Um 15 Uhr stand eine Sugar Carving Demonstration mit dem Pastry Chef Lionel im Programm. Ice Carving und Fruit Carving kannte ich ja, aber Sugar Carving. Ich kann nur sagen sehr faszinierend und man braucht ein gute Hornhaut an den Händen, denn der Zucker wird ziemlich heiß verarbeitet. Das Zucker-Kunstwerk landete später an der Rezeption. Um 16:30 Uhr gab der Pianist im Theater nochmals ein Klavierkonzert – auf Nachfrage der Passagiere. Und um 19 Uhr dann der zweite formelle Abend beginnend mit dem Farewell Cocktail und dem Gala Dinner an. Jerome stellt so ziemlich die gesamte Crew im Theater vor, nur Kellner und Köche fehlen. Dazu gibt es wieder Champagner und Hors d´Ouvres. Erst gegen 21 Uhr geht es zum Abendessen. Fünf Gänge dominiert von Fisch mit einem auf den Punkt gebratenen Rinderfilet als Hauptgang. Das Dessert war dann noch ein Traum aus Schokolade, dem man die Kalorien kaum ansah. Einfach nur lecker! Während des Abendessens gegen 21:30 Uhr erreichten wir Ushuaia. Die Le Boreal war noch im Hafen, fuhr aber kurze Zeit später ab. Die Silver Explorer lag ebenfalls im Hafen.

Das Ballet Paris C´Show verabschiedete sich heute um 22 Uhr mit einer Show namens „Cabaret“, die wir aber schon verschliefen.

Sonnenuntergang: 23:10 Uhr

Tag 11 – von Ushuaia nach Buenos Aires

Ushuaia
Ushuaia

Um 5:45 Uhr klingelte unser Wecker, Duschen, Anziehen, Koffer fertig packen und bis 6:30 Uhr vor die Tür stellen. Um 8:30 Uhr ging unser Bus, wie wir dachten direkt zum Flughafen. Vorher mussten an der Rezeption noch die Pässe wieder abgeholt werden. Ein Stempel von Port Lockroy, zwei Stempel vom Kap Hoorn waren in unseren Pässen. Im Bus erfuhren wir dann, dass wir noch eine Stunde Freizeit in Ushuaia hatten. Der Bus fuhr also nur 3 Minuten bis zum Hafenausgang. Inzwischen war im Übrigen die Star Princess im Hafen eingelaufen. Unmittelbar am Hafen gibt es zahlreiche Buden mit Souvenirs und Touranbietern. Am Hafenausgang ist die Touristeninformation mit kostenlosen WLAN. Auch sonst gibt es noch von der Stadt geförderte kostenlose WLAN-Hotspots über den Ort verteilt. Wir shoppten noch ein bisschen nach Souvenirs. Die meisten Läden machten aber erst zwischen 9:30 Uhr und 10 Uhr auf. Um 10:15 Uhr mussten wir wieder am Bus sein. Dann ging es direkt weiter zum Flughafen.

Und das war dann auch schon das Ende einer traumhaften Reise in eine ungewöhnliche, einmalige Welt aus Fels und Eis, die Antarktis. Eine Reise von der Art, wie Kreuzfahrtgesellschaften sie gerne für jede noch so triviale Mittelmeer-Kreuzfahrt versprechen: Ein „experience of a lifetime“ – für eine Antarktis-Kreuzfahrt trifft dieser abgedroschene Werbespruch allerdings wirklich zu. Einfach traumhaft, unvergesslich, wunderschön.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der L'Austral auf Einladung der Compagnie du Ponant, die Hälfte der Anreise und des Vorprogramms haben wir selbst getragen.
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Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

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