Penthouse Suite

Ein Blick in die Suiten der Seven Seas Splendor – lange, bevor das Schiff in Dienst geht

Mehr als ein Jahr vor Indienststellung der Seven Seas Splendor kann man bereits auf dem Schiff probeschlafen – jedenfalls fast. In der Fincantieri-Werft in Ancona stehen komplett ausgestattete Suiten des künftigen Luxus-Kreuzfahrtschiffs von Regent Seven Seas Cruises. Bei einem Werft-Besuch konnte ich mich in einer Penthouse Suite und einer Concierge Suite genauer umsehen.

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„Mockup-Kabinen“ sind Kabinen, die als 1:1-Modell nach den Plänen der Architekten aufgebaut werden, um einen realen Eindruck zu bekommen, wie die Kabinen am Schiff aussehen werden. Wasseranschlüsse gibt es nicht, dafür aber alle anderen Details, sodass man auf diese Weise Kabinen ganz real testen kann, bevor sie tatsächlich produziert und in ein Kreuzfahrtschiff eingebaut werden. Für die Balkone wird mit einer Fototapete sogar der Blick aufs Meer simuliert.

Bei Fincantieri in Ancona stehen derzeit in einer Werft-Halle zwei solche Kabinen-Modelle für die Seven Seas Splendor: eine Penthouse Suite und eine Concierge Suite, inklusive Kabinengang, der zu diesen beiden Suiten führt. Und nicht nur die Kabinen werden au diese Weise getestet. Auch für das Bord-Theater sind beispielsweise zwei Säulen aufgebaut, ebenso wie zwei Theaterstühle zum Ausprobieren.

Auch wenn heutzutage intensiv mit 3D-Modellen Virtual Reality am Computer gearbeitet wird, ersetzt das nach wie vor nicht den Realitätstest. So berichtet Franco Semeraro, Senior Vice President of Hotel Operations von Regent Seven Seas Cruises, bei meinem Besuch in Ancona über viele Kleinigkeiten und Design-Details, die man anhand der Erfahrungen in den Mockup-Kabinen noch verändern werde.

Concierce Suite
Concierce Suite

Ein Beispiel: Die Steinplatte am Frisiertisch der Concierge-Suite – elegant in einem dunklen Grauton geplant – wirkt in Realität nicht edel, sondern eher wie Kunststoff. Also wird man diese Platte gegen helles Marmor austauschen.

Ideal sind Mockup-Kabinen zum Testen verschiedener Design-Varianten und Ausstattungsdetails. So habe man etwa für die Deckenleuchte im Essbereich der Penthouse Suite zahlreiche verschiedene Modelle ausprobiert, bis man genau die richtige gefunden habe.

Penthouse Suite
Penthouse Suite
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Optimiert wurden die Suiten aber auch schon bei der Planung. Aus der Langzeit-Erfahrung mit dem Schwesterschiff Seven Seas Explorer, das 2016 in Dienst ging, haben sich ebenfalls – teils für den Passagier gar nicht sichtbare – Änderungen ergeben. So wird die Marmorplatte am Waschtisch im Bad mit einer unsichtbaren Kunstharz-Schicht versiegelt, um Fleckenbildung zu vermeiden, die beispielsweise durch aggressive Zahnspülungen entstehen können.

Aber auch andere, praktische Ideen werden auf der Seven Seas Splendor umgesetzt. In den Penthouse Suiten gibt es nun, anders als auf der Seven Seas Explorer, zwei Zugänge zum Bad – einmal durch den begehbaren Kleiderschrank gleich neben dem Eingang und einmal direkt vom Schlafzimmer aus.

Penthouse Suite
Penthouse Suite

Interessant: Laut Regent ist die Penthouse Suite die bei den Passagieren der beliebteste Kabinentyp. Auf den ersten Blick wirkt dieser Suitentyp nicht sonderlich attraktiv, und zwar genau wegen eines Features, das die Passagiere besonders schätzen: Die Suite ist in zwei durch Schiebetüren voneinander abtrennbare Räume aufgeteilt. Dadurch wirkt die 42 Quadratmeter große Suite (plus 10 bis 18 Quadratmeter Balkon) optisch nicht sonderlich großzügig. Die Abtrennung macht es aber möglich, dass man einerseits im Wohnzimmer sitzen, Fernsehen oder essen kann (der Butler serviert hier das Essen auch in der Suite), gleichzeitig aber jemand im Schlafzimmer seine Ruhe hat.

Suiten der Seven Seas Splendor in interaktiven 360-Grad-Bildern:

(Empfehlung: Vollbild-Modus lässt sich mit dem Button rechts unten aktivieren/deaktivieren.)

Highlight der Concierge Suiten ist übrigens die Anordnung der Betten: Anders als sonst auf Kreuzfahrtschiffen üblich sind sie mit Blick aufs Meer angeordnet – das Bett steht also im 90-Grad-Winkel zur Fahrtrichtung, mit Blick durch die bodentiefe Panorama-Verglasung zum Balkon hin. Den Sonnenaufgang direkt vom Bett aus beobachten, ohne auch nur aufstehen zu müssen, klingt sehr verlockend. Nur für den Duft der Seeluft und ein wenig Fahrtwind muss man dann doch hinaus auf den Balkon …

Anmerkung*: Cruisetricks.de war zur Kiellegung der Seven Seas Splendor in Ancona auf Einladung von Regent Seven Seas Cruises.

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