Als Party-Kreuzfahrtschiff „Goddess of the Night“ bei Neonyx Cruises ist die ehemalige Costa Magica gescheitert, jetzt bekommt sie eine neue Chance in China. Tianjin Orient International Cruises hat das Schiff gekauft und will es ab 2026 unter dem Namen „Vision“ am chinesischen Markt einsetzen.
Tianjin Orient International Cruises ist vor zwei Jahren mit der „Dream“ (ex Sea Princess) am chinesischen Markt gestartet und will die 2004 gebaute, ehemalige Costa Magica nun zunächst umfangreich renovieren und sie dann 2026 als zweites Schiff unter ihrem neuen Namen „Vision“ in die Flotte integrieren. Nachdem der chinesische Kreuzfahrtmarkt nach der Pandemie nur sehr langsam auf die Beine kam, ist die dort Nachfrage nun wieder stark steigend.
Die Costa Magica ist eines der acht Kreuzfahrtschiffe, die Seajets während der Covid-19-Pandemie gekaut und in Griechenland aufgelegt hatte. Drei davon wurden inzwischen wieder verkauft oder verschrottet. Die Costa Magica dagegen, zwischenzeitlich 2023 bis 2024 unter dem Namen „Mykonos Magic“ registriert, hatte Seajets selbst versucht, mit einer eigenen Kreuzfahrtmarke namens Neonyx Cruises als „adults only“- und Party-Kreuzfahrtschiff zu betreiben.

Doch der Zustand des Schiffs war wohl so schlecht, dass sich im Juni 2024 selbst Polizisten, die für einen G-7-Gipfel in Italien auf der „Goddess of the Night“ einquartiert werden sollten, weigerten, auch nur für einige Tage dort zu wohnen. Zeitweise hatten italienische Behörden das Schiff in diesem Zusammenhang sogar zur Beweissicherung beschlagnahmt.
Die Indienststellung als Kreuzfahrtschiff für Neonyx Cruises hatte die Reederei daraufhin um rund ein Jahr verschoben. Letztlich ging Neonyx Cruises nie in den operativen Betrieb, obwohl Seajets ursprünglich sogar mindestens ein weiteres Schiff mit diesem Konzept wieder in Fahrt bringen wollte.




