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Richard With, Hurtigruten

„Grüne Modernisierung“: 25 Prozent weniger CO2-Emissionen für Hurtigruten-Postschiffe geplant

Hurtigruten will seine sieben auf der Postschiff-Route eingesetzten Schiffe bis 2023 modernisieren. Die norwegische Reederei investiert dabei in Hybridsysteme und Batterien, setzt Landstrom und Biokraftstoff ein und will so den CO2-Ausstoß um mindestens 25 Prozent und den Stickoxid-Ausstoß auf einigen Schiffen 80 Prozent reduzieren.

Die Richard With, Nordlys und Kong Harald rüstet Hurtigruten auf Batterie-Hybridantrieb mit einem 1.120-kWh-Lithium-Ionen-Speicher um, wobei neue, emissionsarme Motoren und große Batteriepakete installiert werden sollen. Als Motoren kommen jeweils zwei Bergen-B33:45V-Maschinen zum Einsatz, die mit SCR-Katalysatoren ausgerüstet sind.

Bei allen sieben Hurtiruten-Schiffen auf der norwegischen Küstenroute will die Reederei die CO2-Emissionen um 25 Prozent und die NOx-Emissionen um 80 Prozent reduziert.

Den Auftrag für die Umrüstung hat Kongsberg Maritime (KM) erhalten, die Umbauten sollen in der norwegischen Myklebust-Werft nahe Ulsteinvik stattfinden. Als erstes der drei Schiffe soll die Richard With umgerüstet werden, berichtet Marinelog.

Landstrom können bereits jetzt alle Hurtigruten-Postschiffe beziehen, um während der Liegezeiten in den Häfen emissionsfrei zu sein. Allerdings gibt es bislang nur wenige Häfen, die Landstrom anbieten – auf der Postschiffroute bislang nur Bergen. Für Frühjahr 2021 sind Installationen auch in Trondheim und Bodø geplant.

Ab Sommer 2021 will Hurtigruten zertifizierten Biokraftstoff eingesetzt, wenn alle sieben Postschiffe wieder in See stechen. Auch bei den Expeditions-Kreuzfahrtschiffen der norwegischen Reederei soll in diesem Jahr bei einigen Schiffen und Routen dieser Biokraftstoff im Testbetrieb eingesetzt werden.

„Wir kombinieren die besten verfügbaren technischen Lösungen und reduzieren die CO2-Emissionen entlang der norwegischen Küste um mindestens ein Viertel. Und was am wichtigsten ist: Wir legen den Grundstein für die Einführung neuer und noch effizienterer Umweltlösungen“, sagt Hedda Felin, CEO von Hurtigruten Norwegen, in einem Pressestatement.

Im Expeditionsbereich sind mit den beiden Neubauten Roald Amundsen und Fridtjof Nansen bereits zwei Schiffe mit Batterie-Hybrid-Antrieb in Dienst. Die Finnmarken wird derzeit mit ähnlicher Technik umgerüstet und fährt anschließend unter dem neuen Namen Otto Sverdrup.

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