Angeblich soll die inzwischen zum Expeditionskreuzfahrtschiff umgebaute St. Helena in der Straße von Hormus vom Iran beschossen worden sein. Größere Schäden am Schiff oder Verletzte gab es wahrscheinlich nicht. Klar ist bislang allerdings lediglich, dass zum genannten Zeitpunkt am Montagabend, 14. September, in der Straße von Hormus ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen wurde. Ob es sich dabei aber tatsächlich um die St. Helena handelte, ist nicht belegt.
Eigentlich hatte Terra Nova Expeditions die St. Helena gechartert, um mit ihr in der Saison 2026/27 Kreuzfahrten in der Antarktis anzubieten. Ende August entschied Terra Nova dann, stattdessen ein anderes Schiff (die „Vestland Adventurer“ unter dem Namen „Terra Nova Adventurer“) einzusetzen, nachdem die St. Helena weiterhin im Persischen Golf festsaß, ohne dass eine Änderung der Situation dort absehbar war.
Fest steht, dass die St. Helena seit Beginn des Iran-Kriegs im Persischen Golf festsitzt und zuletzt bei Dubai vor Anker lag. Ein AIS-Signal sendete das Schiff zuletzt wohl Anfang August 2026. Die St. Helena führt seit 2025 die Flagge des ostafrikanischen Staates Djibouti.
Am Montagabend, 14. September 2026, soll die St. Helena versucht haben, sich durch die Straße von Hormus zu schleichen. Dabei habe um 22:30 Uhr deutscher Zeit (20:40 UTC) ein nicht näher identifiziertes Projektil das Schiff getroffen.
United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) meldet: „Die UKMTO hat eine verspätete Meldung über einen Vorfall in der Straße von Hormus erhalten. Eine verifizierte Quelle hat berichtet, dass ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde. Es liegen keine Berichte über Schäden oder Auswirkungen auf die Umwelt vor.“
Da die UKMTO in ihren Reports keine Schiffsnamen nennt und die Meldung auch sonst keine Informationen enthält, die auf die Identität des Schiffs schließen lassen, bleibt offen, ob es sich dabei überhaupt um die St. Helena handelt. Auch wo die St. Helena sich nach dem Zwischenfall aufhält, wenn sie es denn war, ist völlig unklar.
Mehrere Quellen, darunter Trade Winds News und Safety 4 Sea ordnen den Vorfall der St. Helena zu. Keine der Medien jedoch deutet eine Quelle für diese Zuordnung auch nur an oder führt Belege dafür an.
Anderen Kreuzfahrtschiffen war es bereits Mitte April 2026 bei einer gemeinsamen Flucht gelungen, den Persischen Golf durch die Straße von Hormus zu verlassen. Auch dabei gab es möglicherweise einen Beschuss, der angeblich einem der beiden TUI-Cruises-Schiffe gegolten haben soll. TUI Cruises bestreitet das bis heute. Abschließend klären lässt sich der Vorfall nicht und jedenfalls wurde bei diesem Vorfall auch kein Treffer gemeldet, sondern lediglich ein auffälliges Aufspritzen von Wasser irgendwo in der Nähe des Schiffs.
