Holidaycheck gibt Kreuzfahrt-Sparte dauerhaft auf

Das Buchungs- und Bewertung-Portal Holidaycheck hat seine Kreuzfahrtsparte eingestellt. Werbepartner hatten bereits vor einigen Wochen den Hinweis bekommen, dass Holidaycheck den Verkauf von Kreuzfahrten einstellt. Nun ist auch die zugehörige Website inklusive der Kreuzfahrt-Bewertung nicht mehr verfügbar.

Bei Holidaycheck ist zu lesen: „Ab sofort ist es nicht mehr möglich, Bewertungen zu Kreuzfahrtschiffen auf unserer Plattform einzusehen, abzugeben oder Kreuzfahrten zu buchen.“ Auf Nachfrage bestätigte das Unternehmen gegenüber cruisetricks.de, dass die Kreuzfahrt-Plattform von Holidaycheck in Folge der Coronakrise dauerhaft eingestellt werde. „Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, aufgrund der aktuellen Situation sind wir aber der Überzeugung, dass dies der richtige Schritt ist“, erklärt Holidaycheck in einem Statement.

In Hinblick auf die zahlreichen Bewertungen, die User bei Holidaycheck zu Kreuzfahrtschiffen abgegeben hätten, kommentiert das Unternehmen, man sei „den Bewerterinnen und Bewertern für ihre wertvolle Arbeit dankbar“. Die User sollen ihre durch Schiffsbesprechungen Punkte und Badges behalten. Auch die Übersicht über die Bewertungen bleibe im Bereich „MyHC“ der Website weiter sichtbar. Nach außen würden diese jedoch nicht mehr erscheinen.

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Holidaycheck gibt Kreuzfahrt-Sparte dauerhaft auf

  1. Erst vor wenigen Tagen habe ich meine x-te Schiffsbewertung abgegeben. Mehrfach war ich der Top-User bei Schiffsbewertungen. Als es vor ein paar Jahren darum ging die Kreuzfahrtbuchungen ins Portfolio aufzunehmen, hatte ich ein interessantes Gespräch mit den Machern der Buchungssparte während eines Usertreffens und gab viele Hinweise dahingehend, dass das Produkt Kreuzfahrt weit komplexer ist als die normale Pauschalreise und welche vielfältigen Informations- und Filtermöglichkeiten erforderlich seien, damit Kunden das richtige Schiff finden. Leider wurde so gut wie nichts davon umgesetzt. Als ich das Portal testete, kam ich zu dem Schluss, dass ich als Kunde bei HC ganz sicher keine Kreuzfahrt buchen würde. Es wäre so einfach gewesen, die notwendigen Elemente einer erfolgreichen Website abzugucken. Chance vertan.
    Die Website wies auch unlogische Menüführungen auf, wie z.B. viel zu geringe Fotokategorisierung bei Kreuzfahrten oder die Frage “Wann und mit wem warst Du unterwegs?” gefolgt einzig von einem Eingabefeld für ein Datum. X mal auf diese Fehler hingewiesen, null Reaktion. Man hatte einfach kein Interesse an Korrektheit, wenn man nur genug Pauschalreisen verkaufen kann. Einmal hieß es, dass man gerade nicht die personellen Kapazitäten habe. Kaum zu glauben, nachdem ich mit anderen Top Usern die Zentrale bei Kostanz besichtigen durfte.
    Wozu haben wir uns die Arbeit gemacht, stundenlang Bewertungen zu formulieren und Fotos hochzuladen mit dieser bekanntlich nicht sehr stabilen und komfortablen Website.? Es ist ernüchternd zu erleben, wie egal manchen Portalen ihre Community ist.

    Im Userforum wurde die Schließung der Kreuzfahrtsparte auch diskutiert und das Verschwinden aller Bewertungen. Nach drei Einträgen meldete sich einer dieser Tugendwächter… Admin möchte ich ihn absichtlich nicht nennen, und schrieb “Wir wollen die Entscheidungen der Geschäftsleitung nicht diskutieren und darum schließe ich dieses Thema hier.” So geht das bei Holidaycheck, wer Kritik übt oder etwas hinterfragt, wird verwarnt. Mein Profil trug seit vielen Monaten das Label “verwarnt”, und wehe man wagte es ein Thema im falschen Forum zu posten. Wie konnte ich nur so einem totalitären Verein auf den Leim gehen? Ich werde meinen Account löschen und Holidacheck für die Zukunft meiden. Als Buchungsportal gibt es hier von mir den Daumen runter, Reisen kann man bestens woanders buchen.

  2. @Volker: Dieser Fall zeigt für mich deutlich, dass es bei fast allen kommerziellen Communities letztlich nicht um Service am User geht, nicht um Aufbau einer echten Community, sondern – so hart das klingt – nur den Zweck hat, Menschen auszunutzen, die viel Zeit investieren, um kostenlosen Content zu produzieren, mit dem das Unternehmen Geld verdienen kann; Content für SEO-Zwecke; Bewertungen zum Anlocken von Kunden; kostenloses Bildmaterial, das man sonst bezahlen oder großen Aufwand für deren Beschaffung treiben müsste. Und das trifft nicht nur auf Bewertungsportale zu, sondern selbst auf Social-Media-Plattformen wie Facebook; Community (oder das, was man als solche suggeriert) als Mittel zum Zweck. Und wenn der Zweck erfüllt ist oder wenn er wie hier unerfüllbar wird, dann sperrt man halt von heute auf morgen zu.

  3. @Volker: ist wie beim Fußball: 60000 Zuschauer wissen es immer besser als der Trainer

    Dass diese Entscheidung sicher weniger an der technischen Lösung als vielmehr an der Tatsache liegt, dass der KF-Markt nahezu komplett am Boden liegt wird mal ignoriert. Oder haben Sie dafür auch die Problemlösung? Gäbe es sicher den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für…….

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