Der bislang mysteriöse Tod einer jungen Frau auf der Carnival Horizon am 6. oder 7. November 2025 beschäftigt seit knapp zwei Wochen vor allem die Boulevardmedien. Die 18-Jährige war tot in ihrer Kabine aufgefunden worden. Das FBI ermittelt und Medienberichten zufolge ist ein Verbrechen wahrscheinlich. Im FBI-Verdacht steht möglicherweise ein 16-jähriger Stiefbruder des Opfers. Fakten sind zu dem Fall aber auch nach zwei Wochen kaum bekannt, denn das FBI gibt keinerlei Details an die Öffentlichkeit.
Fest steht, dass Anna Kepner auf einer Karibik-Kreuzfahrt ab Miami auf der Carnival Horizon ums Leben kam. Offizieller Todeszeitpunkt war laut Gerichtsmediziner des Miami-Dade County der 7. November 2025 um 11:17 Uhr vormittags – was aber wohl der Zeitpunkt ist, zu dem ihre Leiche in ihrer Kabine gefunden wurde. Zu dieser Zeit befand sich das Kreuzfahrtschiff nahe der Westküste Kubas in internationalen Gewässern.
Unklar sind weiterhin die genauen Umstände des Todes der 18-jährigen Studentin und Cheerleaderin, die in den Medien als Anna Kepner aus Titusville nahe Cape Canaveral in Florida, identifiziert wird. Entsprechend wild wird vor allem auf Social Media über den Fall spekuliert.
Update: ABC News will aus verlässlichen Quellen erfahren haben, dass Anna Kepner erstickt wurde, und zwar durch einen Arm um ihren Hals. Es gebe keine Anhaltspunkte für sexuellen Missbrauch und das Opfer habe weder Drogen noch Alkohol im Blut gehabt, soll die Obduktion ergeben haben. Das FBI gibt weiterhin keine Informationen zu ihren Ermittlungen heraus und kommentiert diese Angaben auch nicht.
Am Abend vor Auffinden ihrer Leiche soll sich Anna Kepner laut Bericht der britischen Boulevardzeitung Daily Mail beim Abendessen unwohl gefühlt haben und in ihre Kabine gegangen sein, die sie offenbar gemeinsam mit einem Stiefbruder bewohnte. Am nächsten Vormittag gegen 11 Uhr wurde sie dort von der Kabinenstewardess tot aufgefunden. Nicht bekannt ist bislang also auch der tatsächliche Todeszeitpunkt.
Die Daily Mail schreibt unter Berufung auf zwei anonyme Quellen, die Leiche der jungen Frau sei in eine Decke gewickelt und mit Schwimmwesten bedeckt unter dem Bett ihrer Kabine aufgefunden worden. Nach ihr war gesucht worden, nachdem sie am Morgen nicht zum Frühstück erschienen war.
Unter Berufung auf Gerichtspapiere berichtet ABC News, die Ermittlungen des FBI könnten sich auf eines der minderjährigen Stiefgeschwister von Anna Kepner konzentrieren, die mit ihr sowie ihrem Vater Christopher Kepner (41) und dessen dritter Frau und Annas Stiefmutter Shauntel Hudson (36) auf der Carnival Horizon unterwegs waren. Jedenfalls ist in den Unterlagen wohl die Rede davon, dass der Stiefmutter der Toten ein Zeugnisverweigerungsrecht zustehe, das gilt, wenn ihre Zeugenaussage einen engen Verwandten belasten würde. Die Stiefmutter von Anna Kepner hat offenbar einen eiligen Antrag in einem Sorgerechtsverfahren vor dem Familiengericht gestellt, das Rückschlüsse in diese Richtung zulässt. Inzwischen hat der Anwalt des Ex-Manns der Stiefmutter den 16-jährigen Stiefbruder als „Verdächtigen“ bezeichnet, während das FBI sich dazu weiterhin nicht äußert.
Von Anna Kepners Familie gibt es nach anfänglichen Beschwerden darüber, dass das FBI auch gegenüber der Familie keinerlei Fakten zum Tod Anna Kepners preisgebe, zuletzt offenbar keine öffentlichen Statements mehr. In ihrer Heimatstadt Titusville wurde Anna Kepner am Donnerstag, 20. November 2025, beigesetzt.
Carnival Cruise Line äußert sich wegen der laufenden FBI-Ermittlungen nicht zu dem Fall und schrieb in einem Statement, man kooperiere mit dem FBI und unterstütze die Familie der jungen Frau.




