Der Luxus-Kreuzfahrtmarkt wächst rasant und viele fragen sich: Wie lange geht das noch gut? Woher sollen all die neuen, zahlungskräftigen Kunden noch kommen? Steve Odell, SVP bei Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises, ist seit fast 30 Jahren in der Branche. Im Exklusiv-Interview erklärt er, warum er den großen Optimismus der Luxus-Kreuzfahrtbranche teilt und wie die Zukunft für Oceania und Regent aussieht.
Steve Odell hat einen ziemlich sperrigen Titel: Senior Vice President International & Consumer Sales, Regent Seven Seas Cruises & Oceania Cruises. Aber Interviews mit ihm sind für mich immer ein Highlight: Er ist seit über zehn Jahren bei Norwegian Cruise Line Holdings und auch davor schon gut 17 Jahre in der Luxuskreuzfahrt-Branche, nämlich bei Silversea.
Er kennt die Branche also bestens. Und er gehört zu den Intervierpartnern, die Fragen ernst nehmen, differenziert antworten und nicht alles, was aus ihrem Unternehmen kommt, automatisch als „great“ und „amazing“ beschreiben.

Entsprechend spannend und erkenntnisreich ist auch dieses Interview geworden, das ich mit Steve Odell auf der Reisemesse ITB Anfang März 2026 in Berlin geführt habe.
Franz Neumeier: Luxus-Kreuzfahrten sind seit einer Weile ein großer Trend. Seit 2010 hat sich dieser Markt verdreifacht, von rund 10.000 Betten auf gut 35.000 im Jahr 2025 und die Clia-Prognose für 2028 lautet 45.751 Betten auf Luxusschiffen, 1,52 Millionen jährliche Passagiere. Wie weit kann der Luxus-Markt eigentlich noch wachsen?
Steve Odell: Wenn man sich die Nachfrage nach Luxus gerade ansieht, ist sie auf einem Allzeithoch. Es gibt mehr Auswahl am Markt. Mehr Menschen sprechen darüber, Hotelmarken drängen in den Sektor. Die Sichtbarkeit von Luxuskreuzfahrten ist also deutlich höher.
Und dann gibt es auch viel Expansion. Wir allein haben acht Schiffe bestellt (Anm.: Oceania und Regent Seven Seas Cruises). Es gibt also viel Aufmerksamkeit und ich glaube, das treibt die Nachfrage gerade an. Es gibt viele gute Angebote, aber es gibt auch viele Routen, die weiter in die Zukunft reichen. Wir sind tatsächlich bereits bis 2028 im Verkauf. Und ich denke, dass Luxusreisende Planer sind, also bekommt man nicht nur diese kurzfristige Chance, sondern auch langfristige Planung.
Es ist also wirklich eine große Zeit. Wir haben den Verkauf für die Oceania Sonata gestartet, unser Schiff, das im August 2027 kommt, und wir hatten den besten Buchungsstart für ein Schiff, den wir je in der Geschichte des Unternehmens hatten. Und für Regent war der Januar der buchungsstärkste Monat in der 30-jährigen Firmengeschichte.
„Wenn es ein geopolitisches Problem gibt, schreckt das Luxusreisende nicht so stark ab.“
Ich denke also, es gibt eine Reihe von Faktoren. Auf jeden Fall die Aufmerksamkeit im Segment, aber ich glaube, dass die Menschen ganz generell nach neuen Dingen und Bucket-List-Erlebnissen suchen und planen. Und der Luxusreisende ist natürlich deutlich resistenter gegenüber Dingen, die in der großen weiten Welt passieren. Die hören nicht auf.
Wenn es ein geopolitisches Problem gibt, schreckt das Luxusreisende nicht so stark ab wie vielleicht im Mainstream-Segment.
Franz Neumeier: Mit Explora Journeys hat MSC einen starken Konkurrenten auf dem Luxusmarkt etabliert und will die Flotte schnell auf sechs Schiffe ausbauen. Macht Ihnen das Sorgen für Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises?
Steve Odell: Ich würde sie eher in unser Oceania-Wettbewerbsumfeld einordnen als in unser Regent-Umfeld. Aber ich denke, es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen dem, was sie tun, und dem, was wir gerade tun. Und der ist, dass wir 30 Jahre Geschichte haben und einen sehr loyalen Kundenstamm. Ich denke, es ist sehr schwer, selbst wenn sie versuchen, bei Treueprogrammen und all solchen Taktiken gleichzuziehen. Kunden sind sehr markentreu.
„Wir kommen mit der Expansionswelle im Sektor sehr gut zurecht.“
Ich glaube also, wir kommen mit der Expansionswelle im Sektor sehr gut zurecht. Wir sind nicht auf der Suche nach neuen Kunden. Unser naheliegendstes Potenzial ist unser bestehender Kundenstamm und dann versuchen wir, auf anderen Wegen zu wachsen. Für Wachstum schauen wir auf den Premiummarkt, weil wir wissen, dass das bereits Kreuzfahrer sind und diese Kunden aufsteigen und etwas Kleineres, Exklusiveres, Umfassenderes wollen.
Ein Unternehmen wie Explora Journeys öffnet den Markt weiter. Sie fügen viel Kapazität hinzu. Sie geben viel Geld dafür aus. Sie steigern die Sichtbarkeit mit ihren Sportsponsoring-Aktivitäten und ähnlichem. Aber ich glaube, Luxuskreuzfahrt-Gäste schauen sich um, sehen, was es gibt, und ich denke, es gibt ein hohes Maß an Vertrauen in unsere Marken, das gerade eine große Stärke für uns ist.
Franz Neumeier: Wie nachhaltig ist das Wachstum in der Luxus-Kreuzfahrt? Wird das wegen des größeren Angebots und Wettbewerbs nicht, aus Sicht der Reedereien, zu Lasten der Preise und des Gewinns gehen?
Steve Odell: Ich denke, diese Wachstum ist sehr nachhaltig, und die Investoren sehen das offensichtlich genauso, wenn sie es finanzieren. Aber wir müssen sehr gut strukturiert und geplant vorgehen. Wir haben acht Schiffe geplant, aber die Auslieferung erstreckt sich bis 2037. Es ist also nur eins pro Jahr und in manchen Jahren gar keines. Wir sind überzeugt, dass der Markt bis dahin wachsen wird. Der Kreuzfahrtmarkt insgesamt wird bis 2028 bei rund 42 Millionen liegen.
„Wir müssen sehr gut strukturiert und geplant vorgehen.“
Das tatsächliche Wachstum hält Schritt mit der zusätzlichen Kapazität. Das Wertversprechen der Kreuzfahrt, egal in welchem Segment, ist gut verstanden und die Durchdringung des gesamten Reisemarkts ist immer noch sehr gering. Ich habe also keine Bedenken, ob wir die Schiffe füllen können. Ich glaube nur, man muss sehr strategisch und strukturiert vorgehen, wie man die zusätzliche Kapazität für sein Unternehmen bereitstellt.
Es geht nicht nur darum, Gäste zu gewinnen, sondern auch darum, wie man weiterhin das Produkterlebnis auf dem entsprechenden Niveau liefern kann. Die Ausbildung der Crew, die richtige Crew zu bekommen, ist ebenfalls ein großer Teil der Planung und Strategie. Ich glaube also, wir sind gut aufgestellt dafür. Wenn man über NCLH liest – die Strategie und die Assets und alles, was wir haben, sind gut aufgestellt, um der führende Akteur zu sein.
Wir sind als Gruppe stärker auf Luxus fokussiert als Royal Caribbean und Carnival. Wir haben einen höheren Anteil an Luxusprodukten. Ich bin also sehr zuversichtlich.
Franz Neumeier: Wie wichtig ist es, für Passagiere aus aller Welt attraktiv zu sein?
Steve Odell: Ich denke, wir müssen schauen, woher wir unser Geschäft beziehen. Man darf nicht zu abhängig von einem Markt sein. Wir haben drei große Märkte: die USA, Großbritannien und Australien, aber wir konzentrieren uns sehr darauf, die wachsenden Märkte zu entwickeln. Der deutschsprachige Markt ist die Nummer eins.
„Bei den wachsenden Märkten ist deutschsprachige Markt die Nummer eins.“
Südostasien, also das Drehkreuz Singapur und die gesamte Region um Südostasien, ist ein weiterer. Und dann die wohlhabenderen, etablierten Märkte, in denen es viele vermögende Privatpersonen gibt: Japan, Taiwan.
Als Marken sind wir weniger auf China und Indien fokussiert. Wobei ich sagen würde, in den nächsten fünf bis zehn Jahren sollten wir uns das ansehen. Aber ich weiß nicht, ob das für uns aktuell, angesichts unserer Größe und Ressourcen, das Richtige ist. Wir sind besser aufgestellt für die etablierteren Märkte mit hoher Kaufkraft.
Franz Neumeier: Seit Oceania Cruises den Anspruch erhebt, ebenfalls im Luxusmarkt unterwegs zu sein: Ist es schwieriger geworden, dem Kunden genau zu erklären, welche Art von Luxus man bei den beiden Marken jeweils erwarten kann?
Steve Odell: Wir haben intern als Gruppe sehr intensiv daran gearbeitet, und auch daran, wie wir das nach außen kommunizieren. Oceania durchläuft gerade ein komplettes Image-Rebranding, das uns helfen wird, das klarer zu definieren. Aber wenn man eine Kurzfassung möchte: Wir sagen, Luxus ist eine Skala. Es gibt ganz verschiedene Arten von Luxus und wir haben zwei Marken, die auf dieser Skala Platz finden.
„Es gibt einige nicht verhandelbare Dinge: Komfort, Personal, Service, Küche.“
Am oberen Ende hat man ein kleines Schiff, nur Suiten, All-Inclusive – das ist die Marke Regent Secen Seas Cruises. Und am anderen Ende der Skala hat man flexiblen Luxus. Also größere Schiffe, 30 Prozent der Unterbringung sind Suiten, der Rest sind normale Kabinen. Mehr Passagiere, 1.200 bis 1.400. Und was ich eine ‚entbündelte Version‘ des Produkts nennen würde, bei der man bestimmte Dinge kauft, für bestimmte Dinge unterschreibt, für bestimmte Dinge bezahlt. Und dann gibt es einen Preisunterschied zwischen den beiden, der die Art der Kunden bestimmt.
Ich denke also, es gibt einige nicht verhandelbare Dinge. Das Nicht-Verhandelbare ist die Architektur, wie das Schiff aussieht und sich anfühlt, der Komfort, der Service, wie wir das Personal schulen, wie wir Service erbringen, die Küche. Ich denke, das sind Dinge, bei denen wir bei keiner der beiden Marken Kompromisse eingehen können, aber wir können die Marken auf völlig unterschiedliche Weise umsetzen und verschiedene Kunden ansprechen.
Franz Neumeier: Das ist ein wichtiges Stichwort: Oceania erhebt den Anspruch ‚Finest Cusine at Sea‘, aber in meiner Beobachtung stimmt das in Relation zum Mitbewerb nicht mehr so uneingeschränkt wie früher. Was tun Sie, um dem hohen, selbst gesetzten Anspruch künftig wieder gerecht zu werden?
Steve Odell: Nun, ich arbeite für das Unternehmen, also widerspreche ich einigen Dingen, die Sie gerade gesagt haben, denn Essen ist offensichtlich ein großer Fokus für die Marke. Aber ich denke, das Wichtigste ist, innovativ zu sein und sich ständig zu verändern und Foodtrends im Blick zu haben. Wir haben einige Kern-Erlebnisse, die immer zur Marke gehören werden – Red Ginger, Polo Grill, Toscana, Jacques.
Das sind alles Dinge, die es immer geben wird. Aber als wir zum Beispiel die Allura in Dienst gestellt haben, haben wir eine große Innovation im Menüzyklus gemacht. Ich glaube, allein im Grand Dining Room haben wir über 200 neue Gerichte eingeführt. Und mit der nächsten Generation Sonata gehen wir noch einen Schritt weiter.
„Das wahrscheinlich beste Erlebnis, das man im Bereich französischer Haute Cuisine bekommen kann.“
Wir werden zwei neue Restaurants haben. Eines davon ist die Nikkei Kitchen, also japanisch-peruanische Fusionsküche. Und wir werden auch das neue französische Restaurant haben, die Maîtres Cuisiniers de France, was wahrscheinlich das beste Erlebnis ist, das man im Bereich französischer Haute Cuisine bekommen kann.
Wir versuchen also, uns zu verändern, immer zu verbessern, immer innovativ zu sein. Das ist keine normale Routine. Die Menüzyklen sind im Vergleich zu den meisten Kreuzfahrtreedereien sehr umfangreich. Wir kochen mit frischen Zutaten, Pasta wird à la minute zubereitet. Es ist diese Art der Zubereitung und Präsentation des Essens, die ich für den großen Unterschied zu den meisten unserer Wettbewerber halte.
Die Leute sagen oft, das Essen sei auf Oceania besser als bei Regent. Dem würde ich widersprechen. Ich glaube nicht, dass es besser ist. Ich glaube, bei Oceania gibt es mehr Auswahl. Es gibt mehr Auswahl, weil wir echte Foodies bekommen. Ich bin nicht überzeugt, dass alle, die mit Regent fahren, ernsthafte Foodies sind. Sie mögen gutes Essen, aber bei Oceania ist es eine Leidenschaft.
„Ich glaube also nicht, dass man sich auf seinen Lorbeeren ausruhen kann.“
Ich glaube also nicht, dass man sich auf seinen Lorbeeren ausruhen kann. Man kann sich nicht zurücklehnen und sagen, wir haben das beste Essen. Jedes Mal, wenn wir uns das Jahr und die Menüzyklen und neue Gerichte ansehen, versuchen wir, Dinge zu verändern, innovativ zu sein, Neues hinzuzufügen.
Wir beobachten Foodtrends und mein Kollege Nathan Hickman, der Chief Commercial Officer bei Oceania, hat eine Philosophie, die ich sehr schätze: Es geht nicht nur darum, was auf dem Teller liegt. Es geht eigentlich um das ganzheitliche Erlebnis des Essens an Bord. Es geht darum, wie wir kulinarische Fertigkeiten vermitteln, wie wir Gäste auf Ausflüge mitnehmen und sie zu den besten Orten zum Essen und Weintrinken bringen. Es geht mehr darum, wie wir Wissen vermitteln.
„Die Leute waren da anfangs skeptisch, aber es hat sich als großer Erfolg herausgestellt. “
Und dann, würde ich sagen, ist gesundes Essen auch noch ein wichtiges Thema. Wir haben Aquamar Kitchen, die auf gesunde Küche spezialisiert ist, und ich glaube, die Leute waren da anfangs skeptisch. Aber es hat sich als großer Erfolg herausgestellt. So sehr, dass es das Restaurant ist, in dem man am schwersten einen Tisch bekommt, und wir werden es in der Sonata-Klasse erweitern. Ich glaube also, wir können uns diese Auszeichnung weiterhin verdienen, aber wir müssen wirklich kämpfen, um Frische und Innovation aufrechtzuerhalten.
Franz Neumeier: Die Küche bei Oceania Cruises ist immer noch sehr gut. Die Herausforderung ist, glaube ich, dass die Konkurrenz aufgeholt und teils überholt hat …
Steve Odell: Und das ist ein Punkt, ohne bestimmte Marken zu nennen. Aber eine Wettbewerbermarke hat einen Zwei-Wochen-Menüzyklus. Wenn man also länger als zwei Wochen da ist, fängt man an, Gerichte wiederzusehen. Unser Menüzyklus ist umfangreich und lang und ändert sich ständig. Und das ist der Punkt: Man muss auf Langzeitgäste eingehen. Ein typischer europäischer Reisender fährt zwölf Tage, aber ein typischer australischer Reisender fährt einundzwanzig Tage.
„Eines von acht Crew-Mitgliedern ist Koch oder gehört zum Küchenteam. “
Und man kann nicht dasselbe anbieten, man muss Abwechslung bieten. Ich war gerade auf der Allura. Ich war eine Woche an Bord. Das Essen war hervorragend. Ich bin kein großer Esser, aber was ich erlebt habe, war wirklich beeindruckend.
Eines von acht Crew-Mitgliedern ist Koch oder gehört zum Küchenteam. Und ich habe es am letzten Abend gesehen, als die gesamte Crew zum Abschied auf die Bühne kam. Die Hälfte waren weiße Jacken und Kochmützen.
Franz Neumeier: Oceania Cruises ist seit Kurzem explizit „adults only“, als eine von nur ganz wenigen Kreuzfahrt-Reedereien. In Onlineforen ist das sehr kontrovers diskutiert worden. Wir waren die Reaktionen Ihrer Kunden, wie kommt das an?
Steve Odell: Überwiegend positiv. Wir haben lange in unseren Führungsgruppen darüber diskutiert und es war keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben. Aber letztlich waren weniger als 0,2 Prozent unserer Kunden Kinder. Das war hauptsächlich in Alaska und im Mittelmeer, Juli und August. Wir hatten also nicht das Gefühl, dass es eine große Entscheidung oder ein großes Risiko war. Und tatsächlich war das Feedback fast ausschließlich positiv.
„Tatsächlich war das Feedback fast ausschließlich positiv.“
Ein paar Leute, die ihre Familien oder Teenager mitgebracht haben, waren etwas unzufrieden. Aber wir verweisen sie auf unsere Marke Regent und auf unser Haven-Produkt (Anm.: bei NCL), weil wir immer noch Optionen haben, die Kinder aufnehmen.
Es ist ja interessant: Wir bewerben Regent nicht als kinderfreundliche Kreuzfahrt-Option. Allerdings haben wir dort mehr Kinder, weil die Unterkünfte größer sind. Wir haben im Sommer ein Club-Mariner-Programm speziell für Kinder. Das hatten wir bei Oceania nicht. Wir ändern also nichts bei Regent. Wir bewerben es nicht stark, weil wir nicht glauben, dass Regent eine Kreuzfahrtreederei für Kinder ist, aber es gibt wohlhabende Mehrgenerationen-Familien, die mit uns reisen.
Explora Journeys setzt verstärkt darauf natürlich, mit einer internationaleren, europäischen Kundenbasis. Aber wir können das ebenfalls bedienen.
Franz Neumeier: Zwar hat Regent Secen Seas Cruises noch nicht offiziell angekündigt, dass die Seven Seas Navigator die Flotte verlässt und zum Residenzschiff wird, aber Avora hat das bereits öffentlich gemacht. Etwas allgemeiner gefragt: Was sind Regents und Oceanias Pläne für die älteren Schiffe in der Flotte angesichts auch der vielen geplanten Neubauten?
Steve Odell: Strategisch gesehen haben wir im Dezember einen Zehn-Jahres-Plan aufgestellt, jetzt ein Elf-Jahres-Plan mit allen neuen Schiffen, die kommen. Und sicherlich wird ein Teil dieses Plans sein, auch eine Blick auf die ältere Tonnage zu werfen.
„… weil sie letztlich nicht mehr dorthin passt, wo wir 2037 sein wollen.“
Wir haben ein Schiff verchartet, die Regatta. Sie wird für zwei Jahre zu einem australischen Unternehmen gehen. Und dann würden wir uns sicherlich die ältere Tonnage ansehen, weil die letztlich nicht mehr dorthin passt, wo wir 2037 sein wollen. Aber wir haben dazu aktuell keine konkreten Informationen.
Aber sicherlich, wie man am Beispiel der Navigator sieht, wenn sich Gelegenheiten für Verkäufe ergeben – solange es für uns passt, würden wir das auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Franz Neumeier: Die Pläne mit der Navigator bei Avora klingen ziemlich gut, auch für Regent …
Steve Odell: Natürlich, aber die Navigator war auch schon in diesem Crescent-Seas-Projekt, die dann wieder ausgestiegen sind. Aber es ist interessant. Man muss schauen, wohin sich unsere Marke bewegt, und mit 2037 im Blick, was großartig ist. Wir haben jedenfalls eine sehr klare Vorstellung davon, wer wir sein wollen.




