Landstrom in Hamburg-Altona im Regelbetrieb

Der Landstrom-Anschluss im Kreuzfahrt-Terminal Hamburg-Altona hat am 3. Mai 2017 den Regelbetrieb aufgenommen. Zum Einsatz kommt Ökostrom aus Windenergie.

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Nach jahrelangen Verzögerungen und einigen Testläufen ist Landstrom damit nun in Altona permanent verfügbar. Ende 2016 war die Pilotphase abgeschlossen worden. Laut Hamburg Port Authority wurde die AIDAsol am 3. Mai 2017 erstmals während ihrer kompletten Liegezeit mit Landstrom versorgt.

Besonders relevant ist die Tatsache, dass für die Landstromversorgung regenerative Energie zum Einsatz kommt. Denn Energieversorgung von Schiffen von Land ist nur dann sinnvoll, wenn bei der Energiegewinnung an Land nicht mehr Schadstoffe entstehen als mit Generatoren an Bord. Das wäre beispielsweise bei Kohlekraftwerken als Energiequelle der Fall.

Ebenfalls interessant: Der Stromanschluss in Altona ist mit zwei Frequenzen verfügbar: 50 und 60 Hertz. Laut Hamburg Port Authority (HPA) seien rund drei Viertel der Schiffe im internationalen Seeverkehr mit 60-Hertz-Netzen ausgestattet, in den meisten Ländern sei an Land jedoch eine Frequenz von 50 Hertz der Standard. In Hamburg-Altona sind nun beide Frequenzen verfügbar.

Allzu intensiv wird der Landstrom am Cruise-Terminal Hamburg-Altona allerdings auf absehbare Zeit nicht genutzt: 2017 wird lediglich die AIDAsol bei zwölf Anläufen die Stromversorgung von Land nutzen.

Viele große Kreuzfahrtschiffe, die oft Landstrom nutzen könnten, legen inzwischen am neuen Kreuzfahrt-Termin in Steinwerder an, wo eine entsprechende Infrastruktur fehlt. Immerhin können die AIDAprima und im kommenden Jahr die AIDAperla in Steinwerder mit Flüssiggas (LNG) versorgt werden, sodass sich der Schadstoff-Ausstoß während der Liegezeiten dieser Kreuzfahrtschiffe dort sehr reduziert ist.

1 Kommentar zu “Landstrom in Hamburg-Altona im Regelbetrieb

  1. Irgendwie komme ich mir gerade vor, wie in Schilda. Da baut Hamburg ein flammeneues Kreuzfahrtterminal (noch dazu „in the middle of nowhere“, ich bin unlängst mal bei einer Hafenrundfahrt dran vorbei geschippert und habe mir ausgemalt, wie spaßig es ist, mit Sack und Pack vom Bahnhof dort hin zu kommen), und plant nicht gleich von Anfang an die Landstromversorgung ein.
    Allerdings sollte doch die „Hummel“ zur Verfügung stehen, wenn Altona den Anschluß fest hat und das Terminal HafenCity momentan komplett geschlossen ist. Damit sollten sich doch dann im Niemandslandhafen die Schiffe versorgen lassen.

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