Mit unserem kostenlosen Newsletter sind Sie immer bestens informiert – gleich abonnieren!
Destination Net Zero, Royal Caribbean Group (Bild: RCG)

Royal Caribbean Group will bis 2050 klimaneutral werden

Die Royal Caribbean Group hat einen Plan vorgelegt, mit dem das Unternehmen bis 2050 klimaneutral werden will. In einem Zwischenschritt soll bereits 2035 das erste Kreuzfahrtschiff in Dienst gehen, das ohne Emission klimaschädlicher Schadstoffe auskommt.

Die Royal Caribbean Group (RCG) folgt damit anderen großen Kreuzfahrt-Reedereien wie NCL, Carnival Corp. und MSC, die sich kürzlich zu ähnlichen Klimaschutz-Zielen bekannt haben. Bemerkenswert an der RCG-Ankündigung ist, dass sich das Unternehmen transparent an Kennzahlen messen lassen will, die strikt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollen.

RCGs Plan mit dem Namen „Destination Net Zero“ soll sich dabei an die Vorhaben der „Science Based Targets initiative“ (SBTi) halten. Die SBTi ist eine Partnerschaft zwischen der Non-Profit-Organisation CDP, dem Global Compact der Vereinten Nationen, dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF).

Sobald die SBT-Initiative ihre Richtlinien für den maritimen Sektor vorlegt, will die Royal Caribbean Group über einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten darauf basierende Ziele erarbeiten und festlegen, die in Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius stehen. Ein erster Entwurf dieser Richtlinien wurde im März 2021 veröffentlicht.

Klimaneutrales Kreuzfahrtschiff ab 2035 angestrebt

Als einen wichtigen Meilenstein bezeichnet die RCG, dass man ab 2035 und spätestens 2040 ein Kreuzfahrtschiff bauen und in Betrieb nehmen will, dass Netto-Klimaneutralität nach der strengen Definition der SBTi erreicht. Um dieses Ziels zu erreichen, setzte man auf starke Partnerschaften mit Regierungen, Lieferanten und Werften, um alternative und zugängliche Kraftstoffe und Technologien zu entwickeln, schreibt die RCG in einer Pressemitteilung.

RCG nennt vier wesentliche Säulen des Programms:

  • Modernisierung der Flotte durch die Einführung von 13 neuen, energieeffizienten und mit alternativen Kraftstoffen betriebenen Schiffen, darunter das kürzlich angekündigte „Project Evolution“ bei Silversea Cruises.
  • Fortgesetzte Investitionen in Energieeffizienzprogramme für die Flotte, einschließlich energiesparender Technologien, verbesserter Datensysteme und Digitalisierung.
  • Entwicklung von Lösungen für alternative Kraftstoffe und alternative Energien.
  • Optimierter Einsatz und Integration strategischer landseitiger Lieferketten.

Ein wesentliches Projekt zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen hat Royal Caribbean im Juni 2020 in Betrieb genommen: Einen Windpark im US-Bundesstaat Kansas, der bis zu zwölf Prozent der CO2-Emissionen der RCG kompensiert.

Klima-Ziele anderer Kreuzfahrt-Reedereien

Norwegian Cruise Line will bis 2050 ebenfalls klimaneutral werden und will das ausdrücklich auch übe den Kauf von Kompensationszertifikaten umsetzen, will damit bereits jetzt beginnen und den Umfang der Kompensation schrittweise steigern.

Auch die Carnival Corp. hat sich das Ziel gesteckt, für ihre derzeit knapp 100 Schiffe die Netto-Klimaneutralität bis 2050 erreichen. Inwieweit bei dieser Planung auch Kompensation eine Rolle spielen soll, lässt das Unternehmen bislang offen.

Die Branchenbereinigung Clia hat in ihrem gerade veröffentlichten Umweltbericht für das Jahr 2020 das Ziel der Klimaneutralität für alle seine Mitglieder bis 2050 bekräftigt.

Den aktuellen Stand der Klimapolitik der größten Kreuzfahrt-Redereien finden Sie in unserem Beitrag „Klimaziele der Kreuzfahrt-Reedereien und CO2-Emissionen der globalen Schifffahrt“.

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Neue Kommentare werden aus technischen Gründen oft erst einige Minuten verzögert angezeigt.
Consent Management Platform von Real Cookie Banner