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Silversea Cruises

Brennstoffzellen-Technik: Neues Silversea-Kreuzfahrtschiff 2023 im Hafen emissionsfrei

Silversea Cruises will 2023 das erste Kreuzfahrtschiff in Dienst stellen, das seine Energie im Hafen emissionsfrei aus Brennstoffzellen bezieht. Hybrid-Technik aus Brennstoffzellen, LNG als Kraftstoff sowie Akkus soll insgesamt eine Treibhausgas-Reduzierung von 40 Prozent im Vergleich zur vorigen Schiffsklasse bei Silversea Cruises erreicht werden. Gebaut wird das Schiff mit dem Projektnamen „Evolution“ in der Papenburger Meyer-Werft.

Update (2. Dezember 2021): Der Name des ersten Schiffs dieser Baureihe wird „Silver Nova“ lauten.

Das erste Schiff der „Evolution“-Baureihe von Silversea Cruises soll erstmals Brennstoffzellen-Technik in so großem Umfang einsetzen, dass damit die komplette Energieversorgung des Schiffs während der Liegezeiten in Häfen möglich wird. Bis zu vier Megawatt Leistung sollen die Brennstoffzellen dabei liefern. Damit könnte das Schiff während der Hafenliegezeiten komplett ohne Ausstoß von lokalen Emissionen betrieben werden. Außerdem wird das Schiff über Landstromanschluß verfügen.

In Dienst gehen soll das neue Kreuzfahrtschiff von Silversea Cruises bereits im Sommer 2023. Nähere Details zu dem Schiff sind bislang nicht bekannt. Lediglich die Passagierzahl gibt die Meyer-Werft auf ihrer Website mit 600 an. Zuletzt hatte Silversea Cruises im Sommer 2021 die Silver Moon mit einer Tonnage on Bruttoraumzahl 40.844 für bis zu 596 Passagiere in Dienst gestellt.

Dual-Fuel-Motoren für LNG-Betrieb, Brennstoffzellen und Akkus

Das neu geplante Kreuzfahrtschiff im Rahmen von „Projekt Evolution“ soll laut Silversea Cruises‘ Mutterunternehmen Royal Caribbean Group mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet sein, die bevorzugt mit LNG betrieben werden, was den Ausstoß an Feinstaub, Partikel und Schwefeloxid nahezu vollständig eliminiert und Stickoxide um etwa 80 Prozent reduziert. Auch der CO2-Ausstoß reduziert sich beim Einsatz von LNG geringfügig.

Im Hafen können Brennstoffzellen, die Wasserstoff als Energieträger nutzen, die komplette Energieversorgung des Hotelbetriebs am Schiff übernehmen.

Zusätzlich will Silversea Cruises in dem Gemeinschaftsprojekt mit der Meyer-Werft in Papenburg als Teil des Hybrid-Systems Akkus einsetzen. Damit lässt sich im Fahrtbetrieb überschüssige Energie zwischenspeichern („Peak Shaving“) und später wieder abgeben, wenn benötigt.

Weiterhin soll das Schiff mit einer Anlage zur Umwandlung von Abfall in Energie ausgerüstet werden, wie es beispielsweise aktuell schon auf der World Voyager von Nicko Cruises zum Einsatz kommt. Mit sogenannter Micro Auto Gasification reduziert sich damit die Müllmenge an Bord erheblich, sodass auch weniger Emissionen durch Müllverbrennung an Bord entstehen.

Während des Baus des Kreuzfahrtschiffs soll bei der Meyer-Werft möglichst wenig CO2 entstehen, um den Treibhausgas-Fußabdruck bei Bau des Schiffs so niedrig wie möglich zu halten.

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