Viking gibt Mississippi-Pläne offenbar auf

Viking Cruises hat offenbar seine Pläne für Kreuzfahrten auf dem Mississippi River aufgegeben. Lokale Medien melden, dass Viking potenzielle Hafenstädte darüber informiert habe.

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Die Städte hätten eine kurze Mitteilung von Viking Cruises erhalten, aus der hervor geht, dass Viking die Gespräche mit Werften über den Bau von Flusskreuzfahrtschiffen für den Mississippi eingestellt habe. Es habe sich herausgestellt, dass ein wirtschaftlicher Kreuzfahrt-Betrieb am Mississippi im Sinne der Vorstellungen von Viking nicht möglich sei.

Viking Cruises hatte bereits 2013 erstmals Ambitionen geäußert, den großen Erfolg insbesondere auf europäischen Flüssen auch im Heimatmarkt der meisten Passagiere, in den USA, fortzusetzen. Anfang 2015 gab es eine konkrete Ankündigung, man wolle im Herbst 2017 mit dem ersten Flusskreuzfahrtschiff am Mississippi mit Basishafen New Orleans starten. Die Rede war von sechs Neubauten innerhalb von drei Jahren.

Von Insidern, die mit dem Flusskreuzfahrtgeschäft auf dem Mississippi vertraut sind, war jedoch immer wieder zu hören, dass Viking falsche Vorstellungen von den Bedingungen am Mississippi und den komplizierten, amerikanischen Gesetzen habe. Zudem konnte Viking wohl keine amerikanische Werft finden, die letztlich in der Lage gewesen wäre, solche Schiffe zu bauen.

Für den Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen am Mississippi wäre es nötig, dass die Schiffe in den USA gebaut würden, unter amerikanischer Flagge und mit amerikanischer Crew fahren.

Mitbewerber, die bereits seit langem auf den amerikanischen Flüssen aktiv sind, wie American Queen Steamboat Company und America Cruise Lines, melden auch für 2017 wieder eine höhere Auslastung und eine stetige steigende Nachfrage. American Cruise Lines ist außerdem in der komfortablen Lage, über eine eigene Werft zu verfügen und so die Flottenexpansion eigenständig vorantreiben zu können.

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