Ein Flusskreuzfahrtschiff von Viking River Cruises hat bei Riedenburg eine Schleuse beschÃĪdigt und damit die Sperre des Main-Donau-Kanals ausgelÃķst.
Am Mittwochabend, 5. Juni 2019, war die Viking Idi flussaufwÃĪrts fahrend bei der Einfahrt in die Schleuse gegen die Spundwand des Schleusentors gestoÃen. Dabei wurde ein Spundwandholm stark beschÃĪdigt, sodass laut einer Meldung des Donaukuriers das Schleusentor nicht mehr geschlossen werden kann. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Update 12.6.2019: Entgegen erster Meldungen war nicht die Viking Var der Unfallverursacher sondern die Viking Idi. Beide Schiffe waren gleichzeitig an der Schleuse, in welche die Viking Idi zuerst einfuhr und dabei das Schleusentor beschÃĪdigte.
Die Reparatur wird mindestens bis zum 14. Juni dauern (Update: Seit 20. Juni ist die Schleuse wieder geÃķffnet. In der Zwischenzeit hatten sich rund 100 Schiffe auf beiden Seiten der Schleuse gestaut). Bis dahin bleibt die Schleuse unpassierbar, der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal muss in diesem Abschnitt vorerst eingestellt werden. Fernsehen fÞr Ostbayern hatte berichtet, dass eine genaue Begutachtung des Schadens erst am Freitag, 7. Juni, mÃķglich sein werde, sobald das Wasser aus der Schleuse abgelassen werden kÃķnne. Nun ist klar, dass das Schleusentor fÞr die Reparatur komplett ausgebaut werden muss.
Typischerweise passieren tÃĪglich rund 30 Fracht- und Passagierschiffe die Schleuse. Der Main-Donau-Kanal war bereits vom 10. bis 30. April dieses Jahres wegen geplanter, jÃĪhrlicher Wartungsarbeiten komplett geschlossen. Dabei war auch die Schleuse in Riedenburg bei Kelheim teilweise trockengelegt worden, um den Antrieb der Schleusentore zu erneuern.
Erst im Oktober 2018 hatte die Viking Tor, ebenfalls ein Schiff der Viking River Cruises, einen Unfall an der BrÞcke, die der Schleuse in Riedenburg vorgelagert ist. Weil das Steuerhaus des Flusskreuzfahrtschiffs nicht weit genug eingefahren war, prallte das Steuerhaus gegen die BrÞcke und wurde zerstÃķrt. Verletzt wurde auch bei diesem Unfall niemand. Weniger GlÞck hatten zwei Crewmitglieder dagegen zwei Jahre zuvor bei einem ganz ÃĪhnlichen Unfall. Bei Erlangen wurde im September 2016 bei der Viking Freya ebenfalls das Steuerhaus an einer BrÞcke abgerissen. Dabei kam der verantwortliche SchiffsfÞhrer und ein Matrose ums Leben.




Viking â Erlangen (2 Tote), Norwegen-Sturm (Sehr viel GlÞck), Budapest (wahrscheinlich 28 Tote), Schleuse 2018, Schleuse 2019 â was kommt als NÃĪchstes? Was ist im Management los? Extremer Ertragsdruck? Hoffentlich wird nun mehr vor allem zum Schutz der Passagiere eigener und fremder Schiffe, aber auch der Schleusen/Infrastruktur/Umwelt getan.
Gleichzeitig groÃes Kompliment an alle, die es richtig und gut machen!
GruÃ
P. Greischel