Britischer Eisbrecher HSM Protector kommt Fram in der Antarktis zu Hilfe

(aktualisiert - News vom 23.01.2013) von
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HMS Protector, Eisbrecher der Royal Navy

HMS Protector, Eisbrecher der Royal Navy

Der britische Royal-Navy-Eisbrecher HMS Protector ist offenbar dem Hurtigruten-Expeditions-Kreuzfahrtschiff Fram in der Antarktis zur Hilfe gekommen. Der Eisbrecher soll den Meldungen zufolge die Fram aus bis zu vier Meter dickem Eis befreit haben. Die Aktion hat bereits am 14. Januar stattgefunden, nur zwei Tage nach dem Unfall der Silver Explorer.

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Allerdings sind die Meldungen zur Fram widersprüchlich. Wahrscheinlicher erscheint, dass die Protector der Fram lediglich den Weg zu einer Insel gebahnt hat, den die Fram alleine sonst nicht hätte erreichen können – so beschreibt das jedenfalls Hurtigruten in einer Stellungnahme. Cruise Critic meldet dagegen, dass der Eisbrecher den Bug der im Eis feststeckenden Fram in einer zweistündigen Aktion  befreit haben soll. Fest steht, dass für die 202 Passagiere an Bord der Fram keine Gefahr bestand und und an der eisverstärkten Fram wohl keine Schäden entstanden sind.

Laut Hurtigruten hatte der Kapitän zunächst entschieden, die malerische Felseninsel Brown Bluff nahe der Nordspitze der antarktischen Halbinsel wegen der problematischen Eis-Situation an diesem Tag nicht anzulaufen und den Landgang dort ausfallen zu lassen. Die HMS Protector sei jedoch in der Nähe gewesen und habe als “freundliche Geste” die Fram zu Brown Bluff hin und wieder zurück eskortiert und das Eis für sie gebrochen. Die Fram zählt zu den bestausgerüstetsten Kreuzfahrtschiffen für Expeditionen in die Arktis und Antarktis.

Update: Wie so oft, liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wie John Honeywell vom britischen Mirror berichtet,  habe sich an Bord der Protector ein Mitarbeiter der IAATO befunden, der die Geschichte ausführlicher erzählt: Demnach befand sich die Protector genau wie die Fram auf dem Weg zu Brown Bluff und bot an, die Fram dorthin zu begleiten, was den Kapitän der Fram offenbar zu der Entscheidung brachte, den Landgang dort entgegen der ursprünglichen Planung nun doch durchzuführen. Auf dem Rückweg sei die Protector dann vorausgefahren und habe die Fahrrinne durch das Eis gebahnt. Bei einer Gelegenheit habe sich das Eis hinter dem Navy-Schiff aber zu schnell wieder geschlossen, sodass die Fram vorübergehend von dichtem Packeis umgeben war. Die Protector sei daraufhin zurück gekommen und habe den Weg für das Hurtigruten-Schiff erneut freigemacht.

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