Passagierschiff-Wracks: Shipspotting auf Google Maps

von Franz
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Auf den Satellitenbildern on Google Maps und Google Earth finden sich hunderte von Schiffswracks, darunter auch einige Passagierschiffe. Wir haben die Orte zusammengetragen, an denen Wracks von Kreuzfahrt- und anderen Passagierschiffen auf den Satellitenbildern zu erkennen sind.

Manche der Schiffe liegen schon seit Jahrzehnten irgendwo auf Grund und ragen als stilles Mahnmal aus dem Wasser. Andere hat ihr trauriges Schicksal erst vor wenigen Jahren getroffen. Beeindruckend ist dabei, wie lange das eine oder andere Schiff auch den härtesten Bedingungen widersteht. Die genaue Lage der Schiffe ist übrigens sowohl auf der Übersichtskarte oben verzeichnet (bei Piräus überlagern sich die Marker für drei Schiffe), als auch über die Orts-Links im Text zum jeweiligen Schiff erreichbar.

World Discoverer

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Das spektakulärste Wrack eines Kreuzfahrtschiffs ist wahrscheinlich das der World Discoverer, die am 30. April 2000 vor der Nggela-Inselgruppe der Salomonen auf ein Riff lief und seitdem dort liegt.

Gebaut wurde die World Discoverer übrigens 1974 als Expeditionsschiff in der Schichau-Werft in Bremerhaven. Einige Bilder der World Discoverer hat die Website ILTWML zusammengetragen.

Mediterranean Sky

Sehr gut zu erkennen ist auf Google Earth auch die Mediterranean Sky – ein 1952 als City of New York im britischen Newcastle gebauter Ocean Liner, der später umbenannt wurde. 2003 kenterte das Schiff, nachdem er in der Bucht von Elefsina aufgelegt worden war. Ihre letzte Reise führte die Mediterranean Sky im August 1996 von Brindisi nach Patras. Bilder des Schiffs hat Artificial Owl zusammengetragen.

Rasa Sayang aka Bergensfjord

Unter dem Namen Rasa Sayang kenterte die frühere Bergensfjord der Norwegian America Line im August 1980 bei Perama nahe Piräus in Griechenland. Das 1956 gebaute Schiff sollte 1980 eigentlich in der Werft umgebaut und als Kreuzfahrtschiff Golden Moon wieder in Dienst gehen. In der Werft brach aber ein Feuer aus, sodass sie dorthin geschleppt wurde, wo sie heute liegt, nahe der Halbinsel Kinosoura. Die Aufbauten wurden entfernt und der gekenterte Rumpf des Schiffs wird zum Festmachen anderer Schiffe genutzt. Einige Bilder hat 2012 Peter Knego gemacht.

Melody

Nicht weit von der Rasa Sayang liegt auch die Melody. Am 6. Juli 1990 wurde das Schiff an der Insel Atalanti auf Grund gesetzt, nachdem es bei Reparaturarbeiten Feuer gefangen hatte. Dort liegt es seitdem. Inzwischen ist es auf Satellitenbildern besser zu erkennen als vor Ort, weil von den über den Meeresspiegel hinaus ragenden Aufbauten nichts mehr übrig geblieben ist. Die Melody wurde 1948 als Djebel Dira gebaut und als solche im Linienverkehr zwischen Marseille und Casablanca eingesetzt. Melody hieß das Schiff seit 1979, als sie an Athens Marine Cruises verkauft worden war. Auch von der Melody hat Peter Knego 2012 einige Bilder gemacht.

Princess I

Vor der Südküste von Puerto Rico, nahe des Ortes Tallaboa, liegt das kleine Kreuzfahrtschiff Princess I und direkt daneben der Schlepper Pawnee, der beim Versuch, die Princess I zu retten, ebenfalls gestrandet war. Die Princess I ist komplett ausgebrannt, aber ihr Stahlgerippe ist noch zu sehen. Nähere Details zur Princess I sind uns nicht bekannt, laut der US-Meeresbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) soll das Schiff in den frühen 1990er-Jahren dort auf Grund gelaufen sein bei dem Versuch, es an die Küste zu schleppen, um es dort als Restaurantschiff zu nutzen.

S.S. Kyle

Das kombinierte Fracht- und Passagierschiff S.S. Kyle liegt schon ziemlich lange in Harbour Grace in Neufundland. Schon im Februar 1967 lief die S.S. Kyle dort auf Grund. Ein paar mehr Details zu dem Schiff gibt der Artikel dazu auf Wikipedia her.

Maheno

Viel ist auf den Satellitenbildern nicht mehr zu erkennen von der Maheno auf Fraser Island in Australien. Eine Erwähnung ist das der historischen Ocean Liner dennoch wert. Von 1905 bis 1935 fuhr die S.S. Maheno zwischen Australien und Neuseeland. 1935 wurde sie von einem Zyklon erfasst und an die Küste von Fraser Island gespült, wo sie seitdem als Touristenattraktion gilt.

Santa Leonor

Santa Leonor
Santa Leonor

Eigentlich wäre die Santa Leonor im Smyth Channel, kurz vor der Magellanstraße in Patagonien zu sehen – doch in dieser abgelegenen Region stelle Google keine Satelliten-Bilder in ausreichender Auflösung bereit. Dafür haben wir aber ein eigenes Foto des Schiffs, dass auf einer Reise mit der Veendam rund um Südamerika vor einigen Jahren entstand.

Wir haben den Punkt dennoch auf der Karte markiert in der Hoffnung, dass die Qualität der Bilder dort eines Tages besser wird. Die Santa Leonor war ein Truppentransporter der US-Navy. 1968 lief sie auf Grund und war verloren. Trotz des angelegenen Unglücksortes kam bei dem Unfall übrigens niemand ums Leben.

American Star aka America aka Australis

Inzwischen nur noch bei Ebbe zu sehen und deshalb auf den Bildern von Google Maps ebenfalls derzeit nicht sichtbar ist das Wrack der American Star auf Fuerteventura. Aber vielleicht aktualisiert Google seine Satellitenbilder einmal, wenn an der Stelle zufällig Ebbe herrscht.

Lange Zeit war der 1939 als S.S. America gebaute Ocean Liner eine Touristenattraktion, inzwischen ist das Schiff aber weitgehend verfallen. Auch für Chandris – heute Celebrity Cruises – war das Schiff übrigens 14 Jahre lang als Australis gefahren. Mehr Details zu dem Schiffe finden sich im zugehörigen Wikipedia-Artikel.

Visible Shipwreck Collection

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Wer gerne auf Google Maps weiter stöbern und Schiffswracks finden will, beginnt am besten mit der Visible Shipwreck Collection. Hier sind Hunderte von Schiffswracks verzeichnet, die meisten davon nicht identifiziert. Aber auch zahlreiche Fracht- und Containerschiffe und kleinere Boote sind hier verzeichnet. Wer noch ein Passagierschiff entdeckt, das uns entgangen ist – wir freuen uns über jeden Hinweis …

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