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Bisheriger Geschäftsführer Christian Verhounig plant Comeback von CMV

Die britische Traditionsreederei CMV, zu der auch Transocean gehört, könnte ein Comeback erleben. Christian Verhounig, bisheriger Geschäftsführer mehrerer Unternehmen rund um CMV und South Quay Travel & Leisure Ltd., hat offenbar Vermögenswerte aus der Insolvenzmasse gekauft und will einen Neustart wagen.

Laut Sky News hat die am 18. August neu gegründete CVI Group Ltd. mit Geschäftsführer Christian Verhounig unter anderem die Kundendatenbank sowie das Buchungssystem in Großbritannien von CMV übernommen. Dave Monk berichtet in seinem Blog, das der Deal auch Fahrzeuge, Büromöbel und geistiges Eigentum umfasst.

Die bisherigen CMV-Schiffe gehörten ohnehin keinem der insolventen Unternehmen und stehen mutmaßlich wieder für Charterverträge mit dem neu gegründeten Unternehmen zur Verfügung. Bisher betrieb CMV/Transocean sechs Kreuzfahrtschiffe (Astor, Astoria, Columbus, Magellan, Marco Polo und Vasco da Gama). 2021 sollten bisher bei P&O Australien aktive Schiffe zur Flotte hinzukommen – Ida Pfeiffer (ex Pacific Aria) und Amy Johnson (ex Pacific Dawn). Die Astor sollte dagegen 2021 ausgemustert werden.

Gegenüber Sky News sagte Verhounig, er sei überwältigt von der enormen Unterstützung, die er nach der Insolvenz erfahren habe und freue sich darauf, das Geschäft neu zu starten. „Diese Unterstützung sowohl in der Branche als auch im Kundenstamm war eine große Quelle der Ermutigung. Zusammen mit meinem früheren Management-Team arbeite ich hart daran, die riesige Marktlücke zu schließen, die durch die vorzeitige Insolvenz von CMV entstanden ist.“

Insolvenz von South Quay Travel & Leisure Ltd.

South Quay Travel & Leisure Ltd., das Mutterunternehmen der britischen Cruise & Maritime Voyages (CMV) und der deutschen Kreuzfahrtmarke Transocean, hatte im Juli 2020 Insolvenz angemeldet. Mehrere Tausend Mitarbeiter wurden gekündigt, überwiegend Crew der Schiffe, aber auch Mitarbeiter an Land, darunter auch die Mitarbeiter von Transozean in Deutschland.

Bereits vor der Insolvenz waren die für CMV fahrenden Schiffe von den britischen Behörden wegen Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften festgesetzt worden. Zumindest ein Teil davon stand in Verbindung mit den Schwierigkeiten, Crew in der Coronakrise nicht in Ihre Heimatländer ausfliegen zu können. Eine direkte Auswirkung auf das Geschäft hatten diese Festsetzungen nicht, da CMV ohnehin wegen der Coronakrise alle Kreuzfahrten abgesagt hatte.

Der jetzt geschlossene Deal bedeutet für die bisherigen Kunden von South Quay Travel & Leisure / CMV aber wohl nicht, dass sie ihr Geld von dem neu gegründeten Unternehmen bekommen. Denn es wurden lediglich Vermögenswerte verkauft, nicht das komplette Unternehmen. Allerdings kann der Insolvenzverwalter den Erlös aus diesen Verkäufen zur Tilgung von Schulden und Rückzahlung von Kundengeldern nutzen.

Einen genaueren Einblick auf die etwas verschachtelte Unternehmensstruktur von South Quay Travel & Leisure Ltd., CMV und Transocean haben wir bereits in unserem Beitrag „Transoceans Muttergesellschaft South Quay Travel & Leisure Ltd. meldet Insolvenz an“ gegeben. Derzeit wird das insolvente Unternehmen von einem Insolvenzverwalter geführt. Dem Vernehmen nach war es ihm in Zeiten der Coronakrise nicht gelungen, das Unternehmen als Ganzes zu verkaufen.

2 Kommentare

2 Gedanken zu „Bisheriger Geschäftsführer Christian Verhounig plant Comeback von CMV“

  1. Das Produkt von CMV/Transocean war gut. Insbesondere die Schiffsgrößen, die auch ausgefallenere Routen ermöglichten, die zusätzliche Beschränkung der Passagierzahl durch eine Vielzahl ausgewiesener Einzelkabinen (die auch alle als solche Absatz fanden), ein freundlicher Service an Bord und ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis lässt auf einen Neubeginn hoffen. Auch als Reisebüro war das Kontakt zu Transocean sehr gut; bei Problemen von Kunden konnte oftmals schnell eine kundenfreundliche Lösung gefunden werden. Das Buchungssystem, welches nun wohl den Besitzer gewechselt hat, hatte sicher die eine oder andere kleinere Lücke, arbeitete aber zuverlässig und zeigte vakante Kabinen korrekt an. Auch Gruppenbuchungen ließen sich darüber problemlos verwalten. Hoffen wir, dass ein Neustart – mit welchen Schiffen auch immer – gelingt und dabei auch wieder ein gutes Produkt für den deutschsprachigen Markt abfällt. Idealerweise könnte man dabei zumindest einige der Mitarbeiter in Deutschland zurück an den Arbeitsplatz holen.

  2. Ein Neustart dann, wenn wieder problemlos gefahren werden kann, wäre sehr erfreulich, insbesondere mit den schönen, alten und kleinen Schiffen.
    Auf der Astoria war ich 3 x, als Athena und Azores, auf der Astor auch 3 x, auf der Marco Polo auch 3 x und 4 x auf deren Schwestern Ivan Franco und Taras Shevchenko.
    Sehr schöne Schiffe und schöne Reisen, darunter die erste meines Lebens mit der Ivan Franco 1981 und die 37 Tage Hochzeitsreise mit der Ivan Franco 1987.
    Diese Erlebnisse möchte ich nicht missen – sowas wie die Norwegian Epic tue ich mir nicht mehr an.
    Hoffentlich klappt der Neustart, einen Interessenten hätten die dann schon mal…

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