China erlaubt „Cruises to Nowhere“

China erlaubt in begrenztem Umfang „Cruises to Nowhere“ – Kreuzfahrten, auf denen kein ausländischer Hafen angelaufen wir. Die Regelung unterliegt einigen Beschränkungen und gilt nur für die Abfahrtshäfen Sanya und Haikou in der südchinesischen Provinz Hainan.

Die neue Regelung ist insofern interessant, als solche Kreuzfahrten beispielsweise in den USA nicht zulässig sind. Dort verhindert der Passenger Service Act (PSA), dass Schiffe unter nicht-amerikanischer Flagge Passagiere zwischen amerikanischen Häfen befördern, ohne auf der Fahrtroute einen ausländischen Hafen anzulaufen.

Die chinesische Neuregelung deutet darauf hin, dass etwas Ähnliches auch in China angestrebt wird. Erlaubt sind die „Cruises to Nowhere“ nur für Reedereien, die einen chinesischen Mehrheits-Investor haben. Eingesetzte Schiffe müssen jünger als 30 Jahre sein und die Spielkasinos an Bord müssen auf diesen Reisen geschlossen bleiben. Letzteres hat vor allem den Hintergrund, das kurze Gambling-Cruises in China sehr beliebt sind.

Wie Cruise Industry News schreibt, wird erwartet, dass die Regelung für die „Cruises to Nowhere“ künftig Schiffen unter chinesischer Flagge vorbehalten sein werden – sobald es solche Kreuzfahrtschiffe gibt.

2 Kommentare zu “China erlaubt „Cruises to Nowhere“

  1. Hallo Franz, was ist denn der Grund, warum man einen ausländischen Hafen sowohl in den USA als auch in China ansteuern muss?

  2. @Kerstin: Grund sind gesetzliche Vorschriften. Dahinter steckt die Idee, dass nationale Geschäfte, ob Passagiere oder Fracht, auch von nationalen Unternehmen durchgeführt werden bzw. von Unternehmen, die sich an die nationalen Gesetze (Mindestlohn, Gewerkschaft, Sozialversicherung etc.) halten, um die nationale Wirtschaft im internationalen Wettbewerb nicht zu benachteiligen. In den USA regelt das der Passenger Service Act (PDA) und im Fachbereich der Jones Act. Donald ein ausländischer Hafen beteiligt ist, greift diese nationale Gesetzgebung nicht mehr.

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