SS United States, 2013 in Philadelphia

Crystal Cruises gibt Projekt „SS United States“ auf

Crystal Cruises wird den legendären Ocean Liner SS United States nicht als luxuriöses Kreuzfahrtschiff wiederbeleben. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für das ambitionierte Projekt. Immerhin will Crystal Cruises die Stiftung zur Erhaltung der SS United States aber mit einer Spende von 350.000 Dollar unterstützen, um zur Rettung des Schiffs beizutragen.

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Eine sechs Monte andauernde, intensive Machbarkeitsstudie hat laut Reederei ergeben, dass die SS United States zwar in einem guten Zustand sei, die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei einer Sanierung jedoch nicht zu bewältigen sind. Der Aufwand, das 65 Jahre alte Schiff in Sachen Sicherheit, Schiffsdesign und internationale Vorschriften für Kreuzfahrtschiffe auf den heutigen Stand zu bringen, wäre wohl einfach zu groß.

Als einen wesentlichen Aspekt nennt die Machbarkeitsstudie, dass zur Einhaltung der SOLAS-Vorschriften signifikante Veränderungen am Rumpf vorgenommen werden müssten, die wiederum neue Herausforderungen in Hinblick auf die Stabilität des Schiffs zur Folge hätten. Zudem müssten etwa 25 Prozent des Rumpfes neu aufgebaut werden, um Antriebswellen für einen modernen, dieselelektrischen Antrieb sinnvoll zu integrieren.

Das Schiff habe aber dennoch enormes Potenzial für eine stationäre Nutzung beispielsweise mit integriertem Museum, so Crystal Cruises.

Die Spende von 350.000 Dollar an die SS United States Conservancy bedeutet Experten zufolge ein weiteres Jahr Spielraum, um eine dauerhafte Verwendung für den Ocean Liner zu finden. Außerdem können die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie potenziellen Investoren möglicherweise mehr Sicherheit geben, weil der Zustand des Schiffs nun noch einmal sehr detailliert ermittelt wurde.

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