Crystal Serenity, 2014 in Miami

A&K Travel Group hat die Crystal Symphony und die Crystal Serenity gekauft

Die Crystal Symphony und die Crystal Serenity sind auf den Bahamas versteigert worden. Seit der Insolvenz von Crystal Cruise im Februar 2022 waren sie dort aufgelegen. (Upd.:) Käufer ist die A&K Travel Group, hinter der unter anderem der frühere Eigentümer von Silversea Cruises, Manfredi Lefebvre d’Ovidio, steht, der bereits seit längerem starkes Interesse an den Crystal-Cruises-Schiffen gezeigt hatte.

Update (22.6.): A&K Travel Group hat den Kauf der Crystal Symphony und Crystal Serenity bestätigt. A&K Travel Group gehört Geoffrey Kent und der Investmentgesellschaft Heritage Group, hinter der Manfredi Lefebvre d’Ovidio steht.

Für die 2003 in Dienst gestellte, also knapp 20 Jahre alte Crystal Serenity zahlt der Höchstbietende 103 Millionen Dollar. Das liegt weit über dem Startpreis der Auktion von 37,5 Millionen Dollar. Für die 1996 in Dienst gestellte und damit 26 Jahre alte Crystal Symphony wurden dagegen nur 25 Millionen Dollar geboten – immerhin noch fünf Millionen Dollar über dem Startpreis. Dieser relativ niedrige Preis gilt al Schnäppchen für das Luxusschiff.

Zur Versteigerung standen am 14. Juni 2022 lediglich die beiden Luxus-Kreuzfahrtschiffe Crystal Symphony und Crystal Serenity, nicht jedoch die Marke „Crystal Cruises“, Kundendatenbanken oder Ähnliches.

Das dritte Schiff von Crystal Cruises, der Expeditionsschiff-Neubau Crystal Endeavor, wurde Anfang Juni offenbar ebenfalls verkauft. Gerüchte nennen Silversea Cruises als Käufer, die Reederei wollte das jedoch bislang nicht bestätigen.

Über den oder die Käufer der beiden Kreuzfahrtschiffe Crystal Symphony und Crystal Serenity war zunächst nur spekuliert worden. Offiziell waren lediglich die Namen der Unternehmen bekannt, die die höchsten Gebote abgegeben haben. Die Namensähnlichkeit der offiziellen Käufer – CSE Ltd. und CSY Ltd., offenbar Abkürzungen für die Schiffsnamen – deuten darauf hin, dass derselbe Investor hinter beiden Höchstgeboten steckt.

Brancheninsider hatten als Käufer bereits Manfredi Lefebvre d’Ovidio, den früheren Eigentümer von Silversea Cruises (heute Teil der Royal Caribbean Group), vermutet. Er hatte starkes Interesse an Crystal Cruises und den Schiffen schon Anfang 2021 gezeigt und dies kurz nach der Insolvenz des Unternehmens erneut bestätigt.

Beide Schiffe liegen nach der Auktion nun nicht mehr an der Kette und können grundsätzlich die Bahamas verlassen. Die beiden Crystal-Cruises-Schiffe waren im Februar von einem Gericht auf den Bahamas festgesetzt worden, nachdem der Treibstofflieferant Peninsula Petroleum Far East mit ausstehenden Schulden seitens Crystal Cruises sowie die DNB Bank als Kreditgeber für die Schiffe den Arrest beantragt hatten. Vorausgegangen war die Insolvenz von Crystal Cruises Muttergesellschaft Genting Hong Kong.

Update: Ende Juli 2022 sind die beiden Schiffe in Triest eingetroffen, wo sie in einer Werft umfangreich renoviert werden sollen.

Innerhalb 30 Tagen nach Abschluss der Auktion sollen die abwickelnden Behörden auf den Bahamas einen Plan zur Befriedigung ausstehender Forderungen erstellen. Priorität sollen dabei ausstehende Crew-Gehälter sowie Schulden in Zusammenhang mit der Betreuung der Schiffe während der Aufliegezeit seit Februar haben.

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