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Viking Sun

Erneut Flussschiff-Unfall – Unglücksserie bei Viking

Die Viking Sun hat in der Nacht auf Dienstag, 1. Oktober, auf dem Rhein südlich von Straßburg zwei Metallpfeiler gerammt und sich dabei einen Riss am Bug des Schiffs oberhalb der Wasserlinie geholt. Verletzt wurde bei dem Unfall der Viking Sun niemand, als Ursache nennen die französischen Behörden menschliches Versagen.

Der Unfall der Viking Sun ist bereits der vierte Unfall eines Flusskreuzfahrtschiffs von Viking River Cruises innerhalb weniger Wochen.

Etwa 30 Kilometer südlich von Straßburg war die Viking Sun um etwa 4 Uhr morgens mit 189 Passagieren und 47 Besatzungsmitgliedern an Bord auf der französischen Rhein-Seite gegen zwei große Metallpfeiler auf Höhe der elsässischen Ortschaft Gerstheim. Bei dem Unfall entstand ein Riss von etwa drei Meter Länge oberhalb der Wasserlinie. Die beschädigten Metallpfeiler gehören zur Verladestation einer Kiesgrube.

Am Dienstagmittag stiegen die Passagiere der Viking Sun in ein Schiff um, das sie nach Kehl brachte. Von dort setzten einige Passagiere die Reise nach Amsterdam mit dem Bus fort, andere haben die Kreuzfahrt abgebrochen und reisen direkt nach Hause. Die Passagiere stammen überwiegend aus Großbritannien, den USA und Kanada.

Anfang September musste die Viking Aegir auf dem Main einem Frachtschiff ausweichen und geriet dabei in die Uferböschung, Sachschaden 50.000 Euro, ein Passagier wurde verletzt:

Bei einem Unfall auf dem Main nahe Freudenberg wurde gestern ein Passagier der Viking Aegir verletzt, an dem Flusskreuzfahrtschiff entstand ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Laut Polizei fuhrt die Viking Agir in die Uferböschung des Mains nachdem der Kapitän einem Frachtschiff ausweichen musste, das zu wenig Platz für den entgegenkommenden Verkehr gelassen hatte. Die schnelle Reaktion des Kapitäns der Viking Aegir habe eine Kollision mit dem Frachtschiff verhindert, so die Polizei.

Die Viking Agir ist derzeit mit 185 Passagieren aus den USA, Kanada und Großbritannien auf dem Weg von Budapest nach Amsterdam und hatte am Dienstag um 13 Uhr in Wertheim abgelegt und sollte nach Koblenz weiterfahren. Der Unfall ereignete sich etwa 1,5 Kilometer vor der Schleuse in Freudenberg. Wegen des fehlenden Platzes zum Ausweichen musste der Kapitän der Viking Aegir das Schiff in die Uferböschung steuern, wobei ein 80jähriger Passagier, der sich zu dem Zeitpunkt auf dem Sonnendeck aufhielt, von Baum-Ästen getroffen und an Kopf sowie Armen verletzt wurde.

Das Schiff wurde im Bugbereich an Steuerbord erheblich beschädigt, Scheiben auf der Sonnenterrasse gingen zu Bruch und es entstanden größere Lackschäden. Trotz der Schäden konnte die Viking Aegir die Reise am Abend in Richtung Koblenz fortsetzen.

Das belgischen Frachtschiffs, das den Unfall verursacht hat, fuhr zunächst weiter. Gegen den Kapitän ermittelt die Wasserschutzpolizei Aschaffenburg wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung.

Gleich in drei Unfälle war im September die Viking Forseti verwickelt, bei einem davon wurde bei Forchheim eine Oberleitung beschädigt, Schaden hier insgesamt 80.000 Euro sowie eine mehrstündige Sperrung einer Autobahn:

Ein Flusskreuzfahrtschiff hat am Montagabend bei Forchheim eine Stromleitung beschädigt und damit die Sperrung der Autobahn A73 sowie einen Sachschaden allein am Schiff von rund 40.000 Euro verursacht.

Der Schaden an der Oberleitung beträgt ebenfalls rund 40.000 Euro war so gravierend, dass mehrere Leitungen ausgetauscht werden mussten und sowohl Main-Donau-Kanal als auch die Autobahn bis Dienstagnachmittag 13 Uhr gesperrt blieben. Der beschädigte Kranausleger des Kreuzfahrtschiffs wurde abmontiert, das Schiff konnte danach am frühen Dienstagvormittag weiter in Richtung Amsterdam fahren.

Den Namen des Flusskreuzfahrtschiffs nannte die Polizei nicht. Update: Unseren Recherchen und Quellen zufolge handelt es sich um die Viking Forseti, ein erst in diesem Jahr in Dienst gestelltes Schiff der neuen Longship-Baureihe von Viking, die nicht in Deutschland vermarktet wird. Die Viking Forseti war bereits Anfang des Monats in zwei Unfälle verwickelt gewesen, in beiden Fällen Kollisionen mit anderen Schiffen.

Das Flusskreuzfahrtschiff hatte beim Ablegen in Forchheim kurz nach 19 Uhr am Montag, 23. September 2013, einen Kranausleger zu spät eingefahren und damit die Strom-Oberleitung berührt, was zu einem Kurzschluss und damit zu einer automatischen Stromabschaltung führte.

Da die Standsicherheit der Strommasten nach dem Unfall laut Polizei nicht mehr gewährleistet war, habe man Main-Donau-Kanal und Autobahn vorsorglich gesperrt.

Personen wurden bei dem Unfall offenbar nicht verletzt. Das Schiff ist derzeit auf einer Fahrtroute von Budapest nach Amsterdam unterwegs und hat der Polizeimeldung zufolge rund 180 Passagiere an Bord.

Unfall der Viking Bragi:

Die Serie von Unfällen bei Viking River Cruises reißt nicht ab: Jetzt traf es die Viking Bragi auf dem Rhein nahe Düsseldorf. Bereits am Samstag hatte sie zuerst eine Ufermauer und anschließend ein kleines Frachtschiff gerammt. Der Unfall der Viking Bragi ist bereits der fünfte Unfall eines Viking-Schiffs innerhalb weniger Wochen.

Bei dem Unfall der Viking Bragi wurden mehrere Passagiere leicht verletzt, wie Cruise Critic berichtet, ärztlich behandelt werden musste jedoch niemand. Das Schiff wurde am Bug beschädigt, konnte jedoch weiterfahren. Die Schäden sollen während der kommenden Kreuzfahrt unterwegs bei regulären Hafenstopps behoben werden.

Die Viking Bragi ist eines der neuen Flusskreuzfahrtschiffe der Longship-Klasse, die Viking nur in englischsprachigen Märkten wie USA, Kanada, UK und Australien vermarktet. Das Schiff war zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer 14tägigen Kreuzfahrt von Budapest nach Amsterdam.

13. November 2013: Das Flusskreuzfahrtschiff Viking Sun ist am Dienstagmorgen, 12. November 2013, bei Kehl am Rhein auf eine Kiesbank aufgelaufen und musste evakuiert werden. Als Unfallursache wird ein Motorschaden genannt.

Viking River Cruises ist damit weiter vom Pech verfolgt. Erst vor wenigen Wochen gab es eine Serie von Unfällen mit Schiffen dieser Reederei.

Am frühen Dienstagmorgen war die Viking Sun bei dichtem Nebel auf der französischen Rhein-Seite nahe Kehl auf eine Kiesbank aufgelaufen. Eigentlich hätte sie an dieser Stelle auf der anderen Flussseite bei Kehl festmachen sollen. Die Viking Sun war von Basel aus flussabwärts unterwegs.

Die Bergung des festgefahrenen Schiffs gestaltete sich laut Polizei schwierig: Lediglich an einem Baum am Ufer konnte das Kreuzfahrtschiff zunächst gesichert werden, ein Freischleppen mit den Passagieren an Bord war offenbar nicht möglich, da das Schiff wegen eines Schadens am Ruder manövrierunfähig war. Der Rhein war am Dienstagvormittag an der Unfallstelle für mehrere Stunden gesperrt.

Die vorwiegend amerikanischen und britischen 200 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder an Bord der Viking Sun blieben bei dem Unfall unverletzt und wurden schließlich gegen 10:20 Uhr auf das Flusskreuzfahrtschiff La Bohème der französischen Reederei Croisi Europe evakuiert, das vorübergehend längs an der Viking Sun festmachte.

Ein Containerschiff half schließlich, die Viking Sun von der Kiesbank zu befreien. Der Polizeimeldung zufolge konnte die Viking Sun anschließend aus eigener Kraft den Hafen in Kehl anfahren und dort festmachen. Taucher untersuchten den Schiffsrumpf auf Schäden.

Bereits im Oktober war die Viking Sun in einen Unfall verwickelt, als sie bei Gerstheim zwei Metallpfeiler gerammt hatte.

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