MSC Grandiosa in Neapel

MSC Grandiosa nimmt am 24. Januar den Kreuzfahrtbetrieb wieder auf

Nach der behördlich verordneten Zwangspause über Weihnachten und Silvester nimmt MSC mit der MSC Grandiosa den Kreuzfahrtbetrieb in Italien am 24. Januar wieder auf. Das bestätigte die Reederei auch nach Erlass des jüngsten Dekrets der italienischen Regierung vom 14. Januar 2021, das weiterhin die Bewegungsfreiheit im Land stark einschränkt. Costa plant einen Neustart für die Costa Deliziosa am 31. Januar.

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Die MSC Grandiosa soll am 24. Januar 2021 ihre wöchentlichen Kreuzfahrten ab Genua wiederaufnehmen und in Italien die Häfen Civitavecchia, Neapel und Palermo sowie Valletta auf Malta anlaufen. Einschiffung neuer Passagiere soll in jedem der italienischen Häfen möglich sein.

Bei Costa ist die Wiederaufnahme des Betriebs nach der Zwangspause zu Jahreswechsel am 31. Januar mit der Costa Deliziosa geplant. Wann auch die Costa Smeralda wieder fahren wird, ist noch offen.

Rechtliche Situation für Reisen und Kreuzfahrten in Italien

Über Weihnachten und Silvester waren Kreuzfahrten in Italien vom 21. Dezember bis 6. Januar explizit verboten worden. Ein weiteres Dekret mit Infektionsschutzmaßnahmen vom 5. Januar enthielt zwar bereits kein Kreuzfahrtverbot mehr, jedoch blieben die strikten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Bürger bestehen, sodass MSC und Costa den Kreuzfahrtbetrieb weiter pausierten ließ.

In dem jüngsten Covid-19-Dekret der Regierung vom 14. Januar 2021 hat die Regierung den Corona-Notstand bis Ende April, die Regeln zur Bewegungsfreiheit innerhalb Italiens um einen Monat bis zum 15. Februar verlängert: „Vom 16. Januar 2021 bis 15. Februar 2021, ist es im gesamten Staatsgebiet verboten, sich zwischen den Gebieten verschiedener Regionen oder autonomer Provinzen zu bewegen.“ Ausnahmen gelten bei medizinischen Gründen sowie nachgewiesenen beruflichen Anforderungen oder ähnlich wichtigen Gründen.

Unklar ist daher, auf welcher Grundlage MSC die Kreuzfahrten ab 24. Januar wieder wird durchführen können. Zwar sind Kreuzfahren laut den aktuellen Corona-Regelungen in Italien grundsätzlich erlaubt. Die Bewegungsfreiheit bleibt in Italien aber weiterhin deutlich eingeschränkt. Je nach Risikoeinstufung der Regionen in Italien dürfen sich die Passagiere auch innerhalb ihrer Region nach wie vor nicht frei bewegen, sodass für die Anfahrt zum Kreuzfahrthafen eigentlich als Ausnahmegrund anerkannt sein müsste. Immerhin betreibt MSC Interporting, bietet also Einschiffungen in jedem angelaufenen Hafen in Italien. Auch Landgänge sind problematisch. Zwar finden sie ausschließlich in der „Bubble“ statt, also nur in abgeschirmten Gruppen mit lediglich minimalem Kontakt zu Personen an Land außerhalb der Gruppe. Dennoch müssten diese Ausflüge eigentlich auf irgend eine Weise von dem Verbot ausgenommen sein, sich nicht zwischen verschiedenen Regionen Italiens bewegen zu dürfen.

Wegen des ausländischen Hafenstopps in Malta wird außerdem während der Kreuzfahrt an Bord ein Corona-Schnelltest für alle Passagiere durchgeführt, ebenso wie jeweils vor der Einschiffung zur Kreuzfahrt.

MSC und Costa seit Sommer in Italien aktiv

Sowohl Costa als auch MSC waren mit je einem und zeitweise zwei Kreuzfahrtschiffen seit dem Sommer bis kurz vor Weihnachten 2020 unterwegs. Allein MSC hat in dieser Zeit eigenen Angaben zufolge mehr als 30.000 Passagiere befördert. Größere Infektionsgeschehen sind in dieser Zeit nicht bekannt geworden, allerdings sind aktuell die Infektionszahlen in Italien an Land auch deutlich höher als im Sommer und Herbst. Während dieser Zeit haben die strikten Infektionsschutzkonzepte offenbar Wirkung gezeigt – siehe unsere Berichte zu den Konzepten bei MSC, Costa, TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises. Die letzteren beiden Reedereien haben derzeit Kreuzfahrtschiffe auf den Kanaren im Einsatz.

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