Kellner mit chirurgischer Maske

Das Schutzkonzept gegen Covid-19 auf der Costa Deliziosa – ein Erfahrungsbericht

Die Costa Deliziosa ist bereits das zweite größere Kreuzfahrtschiff, das ich mir in Hinblick auf das Infektionsschutzkonzept angesehen habe. Spannend ist dabei, in wie vielen Details sich die Covid-19-Maßnahmen unterscheiden. Wichtigste Erkenntnis: Das Konzept wirkt auch bei Costa schlüssig und die Akzeptanz bei den Passagieren ist sehr hoch.

Wer in diesen Zeiten auf Kreuzfahrt geht, der weiß, worauf es ankommt: Regeln einhalten, damit die Kreuzfahrt nicht aus Leichtsinn ein jähes Ende findet. Auf der Costa Deliziosa sind sich die Passagiere meiner Beobachtung nach in diesem Punkt stillschweigend einig.

Das gibt ein sicheres Gefühl und nimmt die Anspannung heraus, die ich an Land oft spüre, wenn ich auf der Straße, in der S-Bahn oder im Supermarkt ständig mit Mitmenschen rechnen muss, die grob gegen die Regeln verstoßen. Insofern kommt auf der Costa Deliziosa trotz Maske – die mich persönlich ohnehin nicht mehr sonderlich stört – durchaus ein entspanntes Urlaubgefühl auf.

An Bord der Costa Deliziosa war ich übrigens für zwei Nächte von 27. bis 29. September zu Beginn der ersten Reise, die auch für Nicht-Italiener buchbar war.

Unterschiedliche Maßnahmen, gleiches Ziel

Beim Vergleich der Infektionsschutzkonzepte der beiden recht unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffe MSC Grandiosa und Costa Deliziosa zeigt sich deutlich, dass jedes Schiff oder zumindest jede Schiffsklasse sein eigenes, genau angepasstes Konzept benötigt.

Zwar sind Grundstrukturen und Prinzipien überall die gleichen: Maske, Abstand, Coronatest vor der Einschiffung und das Bubble-Konzept mit einer weitgehenden Abschottung von Passagieren und Crew gegenüber der lokalen Bevölkerung. Unsichtbar, aber essenziell ist aber auch eine detaillierte Planung sowie Vereinbarungen mit Behörden für den Fall von Covid-19-Infektionen an Bord.

Wie diese Kernelemente in der Praxis umgesetzt werden können, bestimmt eine Vielzahl von Schiff zu Schiff teils sehr unterschiedlicher Faktoren von der Passagierzahl über die technische Ausstattung, Raumgrößen und -höhen, Laufwegen, Kapazität der Restaurants und anderer öffentlicher Bereiche bis hin zu Aspekten im Crew-Bereich.

Selbst am gleichen Schiff werden mit der Zeit weitere Modifikationen nötig sein, wenn beispielsweise die Auslastung steigt.

Costa Deliziosa in Triest
Costa Deliziosa in Triest

Deshalb – das halte ich für sehr wichtig bei der Beurteilung der Infektionsschutz-Konzepte – ist eine direkte Gegenüberstellung einzelner Maßnahmen wenig sinnvoll. Ein Konzept ist nicht automatisch besser, wenn einzelne Regeln strikter klingen als auf einem anderen Schiff, wo andere Aspekte die vermeintlichen Nachteile im Rahmen des Gesamtkonzepts kompensieren. Oft sind es auch kaum merkliche Details und weiche Faktoren, die den Ausschlag geben.

Auch wenn ich in diesem Beitrag fast ausschließlich über Themen schreibe, die mit Covid-19 und Infektionsschutz zusammenhängen, vorweg ein paar Impressionen von meiner Kurzreise, die in Erinnerung rufen, warum man eigentlich auf Kreuzfahrt geht – und wie schön und emotional eine Seereise trotz aller Veränderungen auch in Coronazeiten ist:

Masken-Pflicht auf der Costa Deliziosa

Die Maskenpflicht ist bei Costa flexibel geregelt: Maske ist nur dann Pflicht, wenn keine ausreichenden Abstände (zwei Meter) eingehalten werden können. Das gibt den Passagieren einen gewissen Spielraum, reduziert das Gefühl der Bevormundung und steigert damit die Akzeptanz, weil der latente, innere Widerstand gegen Vorschriften schwächer ist.

In den Innenräumen gilt mit dieser Regel faktisch eine Maskenpflicht, wenn man sich übers Schiff bewegt. Auf den Außendecks ist das dagegen situationsabhängig. Weil es aber ohnehin bequemer ist, die Maske nicht ständig auf- und abzusetzen, haben auf meiner Reise die meisten Passagiere auch im Freien ihre Maske getragen. Ausnahmen sind natürlich in den Pools, Whirlpools, auf der Sonnenliege, an den Tischen der Poolbar, beim Jogging und im Fitness-Studio.

Maske beim Jogging am Arm
Maske beim Jogging am Arm

Während der Landausflüge gilt allerdings eine durchgehende Maskenflicht, sowohl im Bus, als auch bei Führungen zu Fuß und auch im Freien. Denn innerhalb der Ausflugsgruppe sind ausreichend Abstände nicht durchgehend einzuhalten.

Was wäre, wenn ein Passagier sich der Maskenpflicht verweigern würde? Hoteldirektor Eduard Puckl hat darauf eine klare Antwort: „Es gibt immer einen nächsten Hafen …“

Hoteldirektor Eduard Puckl
Eduard Puckl, Hoteldirektor der Costa Deliziosa

Die Crew trägt übrigens durchgehend chirurgische Papiermasken. Der für Covid-19-Themen zuständige Schiffsarzt erkläre mir, dass diese Masken vollkommen ausreichend für Infektionsschutz seien und FFP2-Masken nur für medizinische Spezialanwendung nötig seien. Der Arzt selbst trägt an Bord ebenfalls Papiermaske.

Crew an der Atrium Bar mit chirurgischen Masken
Crew an der Atrium Bar mit chirurgischen Masken

Meiner Beobachtung nach halten sich die Passagiere sehr konsequent an die Maskenregeln. Die Crew achtet auf Einhaltung der Maskenpflicht, spielt aber nicht Maskenpolizei, sondern mahnt vor allem dort, wo es wirklich problematisch wird oder jemand schlicht vergisst, die Maske beispielsweise beim Verlassen des Restaurants wieder aufzusetzen.

Auffällig ist, dass die italienischen Passagiere, die aktuell noch die große Mehrheit stellen, ziemlich durchgängig chirurgische Masken nutzen. Fünf dieser Masken stellt Costa in einem Welcome-Kit bei der Anreise in der Kabine bereit, um die Passagiere zum Tragen zu ermuntern.  

Die internationalen, besonders auch deutschen Passagiere tragen dagegen häufiger Community-Masken aus Stoff oder gar nur dünne Halstücher – und gelegentlich sogar die gänzlich zum Infektionsschutz ungeeigneten Face Shields. Um hier für noch etwas mehr Sicherheit zu sorgen und kein Gefühl der Ungleichheit bei den Passagieren entstehen zu lassen, könnte man sich klarere Regelungen von Costa (aber auch von MSC) wünschen. In Flugzeugen sind sowohl Stoffmasken als auch Face Shields in Italien nämlich inzwischen nicht mehr zulässig.

Auf der vierten Reise erstmals Nicht-Italiener auf der Costa Deliziosa

Anfangs hatte Costa die Reisen der Costa Deliziosa ausschließlich auf Passagiere mit Wohnsitz in Italien beschränkt. Auf der Reise ab 27. September kamen erstmals internationale Passagiere aus dem Schengen-Raum hinzu. Die Passagierzahl war zunächst auf rund 500 beschränkt, wird nun langsam gesteigert und lag auf meiner Reise bei etwa 700. Die Passagierkapazität der Costa Deliziosa liegt zu normalen Zeiten bei rund 2.800. Das ist derzeit also eine Auslastung von nur 25 Prozent.

Geringe Auslastung, viel Platz am Pool - Lido Acqua Regina
Geringe Auslastung, viel Platz am Pool – Lido Acqua Regina

Für Passagiere aus Risikoländern wie derzeit Spanien, Schweiz oder Frankreich wird bei der Einschiffung ein noch zu Hause absolvierter, negativer PCR-Test verlangt, zusätzlich zu dem bei der Einschiffung durchgeführten Antigen-Tests.

Die Zahl der Crewmitglieder liegt mit rund 750 dagegen fast auf gleichem Niveau wie vor der Coronakrise. Aktuell genießen die Passagiere also ein  sehr komfortables 1:1-Verhältnis. Noch dazu sind das überwiegend erfahrene, schon seit Jahren bei Costa tätige Mitarbeiter. Die Servicequalität ist also zumeist auf einem höheren als dem gewohnten Niveau.

Kellner mit chirurgischen Masken
Mehr Crew pro Passagier, besserer Service

Die in Relation zu den Passagieren recht hohe Crew-Zahl ist für Costa einerseits für den deutlich erhöhen Service-Aufwand durch Bedienung im Restaurant und viele andere Corona-bedingte Maßnahmen sinnvoll. Zum anderen gibt das einen gewissen Spielraum für den unwahrscheinlichen, aber natürlich nicht gänzlich ausgeschlossenen Fall, dass Crew-Mitglieder wegen einer auftretenden Infektion ausgeschifft werden müssen.

Hier gilt übrigens für Crew wie für Passagiere die gleiche Regel: Wird ein Infektion festgestellt, wird der Betreffende an Bord isoliert und innerhalb von 24 Stunden ausgeschifft. Für die Isolierung von Infizierten gibt es auf der Costa Deliziosa einen Bereich mit Kabinen, die komplett vom restlichen Schiff abgekapselt werden können und im Fall der Fälle auch eine eigene Crew bekommen, um Kontaktrisiken noch weiter zu reduzieren.

In Restaurants ausschließlich Bedienung am Platz

Costa hat sich entschlossen, keinerlei Buffets anzubieten, also auch nicht mit Bedienung durch die Crew direkt am Buffet. Stattdessen werden alle Mahlzeiten am Tisch serviert, auch im eigentlichen Buffetrestaurant.

Für das Abendessen hat jeder Passagier einen fest zugewiesenen Tisch im Hauptrestaurant. Frühstück und Mittagessen gibt es zusätzlich im Buffetrestaurant und ohne fest zugewiesene Tische. Die Crew vergibt jedoch die Tische und achtet darauf, dass nur Mitglieder einer Familie, derselben Buchungsnummer oder Kabine gemeinsam an einem Tisch sitzen.

Speise- und Getränke-Karten gibt es auf der Costa Deliziosa grundsätzlich nicht in Papierform. Stattdessen finden sich auf den Tischen Aufsteller oder Aufkleber mit QR-Codes, die man mit dem Handy scannt und damit die Karten (als PDF) aufs Handy lädt. Eigentlich hätte man diese Technik auch schon vor Covid-19 einführen können, denn das ist reichlich praktisch, wenn auch zunächst etwas gewöhnungsbedürftig.

Costa hat die Speisekarten per QR-Code besonders praktisch gelöst: Das täglich neue PDF enthält nämlich die Speisekarten aller Mahlzeiten. So kann man sich auch schon während der Busfahrt vom Ausflug zurück zum Schiff die Auswahl zum Abendessen ansehen. Auch die glutenfreie und vegane Speisekarte sowie das Kindermenü sind enthalten, die man früher meist noch nicht einmal wahrgenommen hat. Freilich muss glutenfrei oder vegan vorbestellt werden. Spontan ausprobieren klappt also dennoch nicht.

Ungewohnt, aber praktisch: Rezeption ist nicht besetzt

Alle Abteilungen am Schiff sind telefonisch erreichbar, von Rezeption über Restaurants und Spa bis Ausflugsbüro und Fitnessstudio. So sollen Anstehschlangen, unnötige Laufwege und Kontakte reduziert werden.

Das bedeutet vor allem auch, dass der Rezeptionstresen unbesetzt ist. Die Rezeptionisten sind stattdessen telefonisch erreichbar. Auf Wunsch vor allem bei komplizierteren Themen ist aber auch persönlicher Kontakt möglich.

Das ist ungewohnt, aber durchaus praktisch. Denn es spart Zeit beim Anstehen und man kann sich mit einem Rezeptionisten verbinden lassen, der die eigene Sprache spricht.

Weitere Besonderheiten und Einschränkungen

Bilder zu Infektionsschutz-Maßnahmen zum Durchblättern:

  • Personenzahl-Beschränkung für den Aufzug
    Personenzahl-Beschränkung für den Aufzug
  • Rettungsübung: Individuelles Melden an der Musterstation am Einschiffungstag; Instruktionen über Video in der Kabine
  • Tagesprogramm in der Costa-App, keine Programme auf Papier
  • es gibt einen kostenlosen Roomservice für Frühstück und Zwischenmahlzeiten
  • Bar-Service nicht am Bar-Tresen, nur am Tisch
  • Wellness-Teil des Spa mit Thalasso-Pool und Sauna bleibt geschlossen
  • Spa-Behandlungen werden angeboten, bei direktem Hautkontakt müssen die Spa-Mitarbeiter aber Handschuhe tragen
  • Theater: keine freie Platzwahl, Sitzplätz werden zugewiesen, um nötigenfalls ein präziseres Kontakt-Tracing zu ermöglichen (siehe unten); eine Reservierung für die Show ist nicht nötig; im Theater sind mit entsprechendem Abstand 350 von sonst 807 Plätzen verfügbar
  • Shows finden mit Einzelkünstlern oder Akrobaten-Paaren statt, es gibt jedoch keine Shows mit Tänzer- und Sängergruppen sowie Gastkünstlern
  • Animation in kleinen Gruppen mit Abstand
  • Sport-Aktivitäten in kleinen Gruppen, mit vorheriger Anmeldung
  • keine Disco, keine Tanzveranstaltungen
  • Teens- und Kinderbereich „Squoq Club“ ist geöffnet, telefonische Anmeldung nötig

Im Fitness-Studio bleibt jedes zweite Gerät frei, die Nutzung ist aber ohne Reservierung möglich. Beim Betreten und Verlassen des Fitness-Studios über lediglich eine An- beziehungsweise Abmeldung durch Scannen der Kabinenkarte nötig. Maskenpflicht besteht beim Trainieren nicht.

im Fitness-Studio
im Fitness-Studio

Für alle Räume, Bars, Lounges ist jeweils eine maximal zugelassene Passagierzahl definiert. Die Crew ist angehalten, das zu kontrollieren, jedoch sind ohnehin die Sitzplätze soweit reduziert, dass ein Überschreiben der Maximalzahl faktisch nicht möglich ist.

Bei Partys wolle man lieber ganz auf Nummer sicher gehen, sagte mir Hoteldirektor Eduard Puckl. Deshalb gebe es keinen Disco-Betrieb und keine Party-Veranstaltungen, auch wenn die italienischen Gesetze das nicht gänzlich verbieten würden. Jetzt in der Herbst-Saison sei die Nachfrage nach Partys aufgrund des höheren Durchschnittsalters der Passagiere aber ohnehin nicht so groß wie zu Sommerferienzeiten.

„Bubble“-Konzept: derzeit Standard auf allen größeren Schiffen

Das wichtigste Ziel der Infektionsschutzmaßnahmen von Costa – und der anderen derzeit aktiven Reedereien – ist es, idealerweise erst gar keine Infizierten an Bord zu bekommen. Das gelingt mit dem „Bubble“-Konzept bislang sehr gut. Schiff, Passagiere und Crew werden dabei zu einer nach außen hin abgeschirmten Welt, in die nur hinein kommt, wer unter anderem einen – oder bei der Crew sogar mehrere – Coronatests absolviert hat und daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht infiziert ist.

Abgeschirmte Gruppen-Landausflüge

Deshalb verfolgt auch Costa derzeit das Konzept der genau kontrollierten Ausflüge. Individuelle Landausflüge sind nicht zugelassen. Die Ausflugsgruppen sollen so wenig wie möglich Kontakt zu Menschen an Land haben.

Costa geht bei den Landausflügen sogar so weit, auch Busfahrer und lokale Tour-Guides direkt vor ihrem Einsatz einem Antigen-Coronatest zu unterziehen. Erst wenn der Test negativ ausfällt, dürfen Sie in Kontakt mit den Passagieren kommen.

Landausflug von Bari nach Alberobello
Landausflug von Bari nach Alberobello

Wer sich von der Ausflugsgruppe entfernt, wird nicht mehr zurück an Bord gelassen, weil er unkontrolliert Kontakt zu Infizierten an Land gehabt haben könnte. Dennoch bleibt genug Spielraum, um auch mal einen Moment für ein Foto hinter der Gruppe zurückzubleiben, ohne gleich vom Schiff verbannt zu werden.

Für Souvenir-Shopping hat Costa auf den Touren arrangiert, dass ein bestimmter Laden zeitweise exklusiv für die Teilnehmer der Landausflüge geöffnet hat.

Auch wenn diese Beschränkung auf Gruppenausflüge für Individualisten eine große Einschränkung bei einer Kreuzfahrt bedeutet: Die Ausflüge ähneln ansonsten sehr stark den gewohnten, geführten Landgängen aus Nicht-Covid-19-Zeiten.

Fünf Landausflüge für 99 Euro

Eine reizvolle Idee ist das 99-Euro-Ausflugspaket von Costa, das sogenannten „PasseparTour“-Paket. Der Gedanke dabei ist, allen Passagieren zu sehr niedrigen Kosten einen Landgang zu ermöglichen. Für pauschal 99 Euro sind hier Halbtagsausflüge in jedem der fünf angelaufenen Häfen enthalten und in jedem Hafen stehen mindestens zwei Ausflüge zur Auswahl. Dazu zählen sowohl Bustouren als auch Stadtrundgänge zu Fuß, die einzeln gebucht zwischen 29 und 59 Euro kosten. Will man in einem Hafen einen anderen, teureren Ausflug machen, wird das bereits bezahlte Paket entsprechend angerechnet.

Impressionen vom Landausflug in Alberobello zum Durchblättern:

  • Landausflug von Bari nach Alberobello
    Landausflug von Bari nach Alberobello

Zu diesem „Passepartour“-Paket gehört beispielsweise auch die Bustour  von Bari nach Alberobello zu den berühmten Trulli-Häusern inklusive Führung in Alberobello, einem Souvenir-Shoppingstopp und einer Verkostung lokaler Spezialitäten mit Wein und einem Pasta-Gericht.

Körpertemperatur-Messungen

Körpertemperatur-Messungen führt Costa recht zurückhaltend durch: bei der Einschiffung im Terminal sowie beim Betreten und Verlassen des Schiffs zu Ausflügen. Das geschieht für den Passagier sehr komfortabel und quasi im Vorbeigehen über Wärmebildkameras, also zumeist ohne die pistolenartigen Handgeräte, die an Land oft üblich sind.

Wärmebildkamera zur Temperaturmessung beim Betreten und Verlassen des Schiffs
Wärmebildkamera zur Temperaturmessung beim Betreten und Verlassen des Schiffs

An zwei Stellen stehen auf der Costa Deliziosa zusätzlich Temperatur-Messstationen zur Selbstbedienung bereit, deren Nutzung aber gänzlich freigestellt ist. Verpflichtendes, tägliches Fiebermessen gibt es also nicht, sondern lediglich die Empfehlung, es zu tun.

Kabinenreinigung: So funktioniert das „Fogging“

Bei Passagierwechsel findet eine intensive Kabinenreinigung statt. Was ich mir bislang plastisch nur wenig vorstellen konnte ist das sogenannte „Fogging“ der Kabine. Dabei wird die komplette Kabine einschließlich Badezimmer und Schränke mit Desinfektionsmittel vernebelt, um potenziell vorhandene Viren abzutöten.

Das vernebelte Desinfektionsmittel sollte man zwar nicht direkt einatmen, weswegen die Crew beim Vernebeln Schutzbrille und FFP2-Maske trägt. Letztlich ist das Mittel aber so harmlos, dass man auch dann keinen Schaden nimmt, wenn man wie ich zum Fotografieren in der Kabine steht, während das Vernebeln stattfindet.

Ein Kabinensteward hat mir das „Fogging“ am Beispiel einer Kabine demonstriert (Bilder zum Durchblättern):

  • Fogging der Kabine
    Fogging der Kabine

Nach dem Fogging registriert der Kabinensteward den Vorgang in einer Smartphone-App und versieht die Kabinentür mit einem grünen Aufkleber. Bleibt eine Kabine beim Passagierwechsel unbelegt, wird sie vor Neubezug durch die nächsten Passagiere erneut vernebelt.

Auch die Kabinengänge werden übrigens gleich viermal täglich mit dem Desinfektionsnebel gereinigt, das Theater nach jeder Show.

„Smart Drill“: Rettungsübung in der Kabine

Die Rettungsübung auf der Costa Deliziosa war die angenehmste und zügigste, die ich je auf einem Kreuzfahrtschiff erlebt habe: Um dicht gedrängtes Stehen an der Musterstation zu vermeiden, meldet man sich innerhalb eines vorgegebenen Zeitrauma im Laufe des Einschiffungstages an der Musterstation. Dort bekommt man in ein oder zwei Minuten die allerwichtigsten Informationen, ganz ohne das lästige Warten auf noch fehlende Passagiere.

Anschließend, oder schon davor, sieht man sich die Sicherheitsinformationen am Kabinen-TV an. Alternativ gibt es weiterhin eine normale Rettungsübung, falls man den „Smart Drill“-Zeitraum verpasst hat. Auch hier hält sich die Präsenzzeit sehr in Grenzen, der größte Teil der Informationen kommt über Monitore in öffentlichen Bereichen oder in der Kabine.

Einschiffung mit Antigen-Coronatest

Vor der Einschiffung führt Costa bei jedem Passagier einen Coronatest mit der Antigen-Testmethode durch. Ein Wattestäbchen-Abstrich aus beiden Nasenlöchern sowie dem Rachen wird im bordeigenen Labor ausgewertet. Der Abstrich ist ein wenig unangenehm, aber nicht schmerzhaft.

Der Ablauf der Einschiffung Schritt für Schritt in Bildern zum Durchblättern:

  • vor dem Kreuzfahrt-Treminal in Triest
    vor dem Kreuzfahrt-Terminal in Triest

Während der Wartezeit sind die Passagiere in Gruppen und mit Abstand zueinander in einem separaten Bereich des Kreuzfahrtterminals untergebracht. In Triest ist das obere Ebene des Terminals. Erst, wenn der Test negativ ausgefallen ist, durchlaufen die Passagiere den – beinahe – normalen Einschiffungsprozess auf der unteren Ebene des Terminal-Gebäudes.

Als Wartezeit für die Auswertung des Coronatests avisiert Costa eine Stunde. In meinem Fall hat es etwas länger gedauert, nämlich 1:15 Stunden. An einer Theke werden kostenlose Getränke angeboten.

Antigen-Test positiv – was nun?

Fällt das Corona-Testergebnis positiv aus, ist für den Passagier noch nichts verloren. Antigen-Tests sind günstiger und vor allem schneller als PCR-Tests, weswegen sie für den Test in Italien eingesetzt werden. Sie sind aber quasi übersensibel – schlagen also häufiger Alarm, wo gar keine Infektion vorliegt, als das bei PCR-Tests der Fall ist.

Fällt der Antigen-Test also positiv aus, wird der Betreffende – und enge Kontaktpersonen – zunächst im Terminalgebäude in einen abgeschirmten Bereich gebracht. Das Verfahren konnte ich auf meiner Reise beinahe hautnah miterleben, denn ein Mitglied unserer Pressegruppe hatte zunächst ein positives Testergebnis, das sich dann beim PCR-Nachtest nicht bestätigt hat.

Gut zu wissen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht als enge Kontaktpersonen werden Personen eingestuft, die zwar beispielsweise mit dem Betreffenden gemeinsam im Transferbus vom Flughafen zum Terminal gefahren sind, während des Transfers aber nachweislich Abstand eingehalten und Mund-Nasen-Schutz getragen haben.

Im abgetrennten Terminalbereich wird von dem Passagier mit dem positiven Erst-Ergebnis erneut eine Testprobe genommen und in einem PCR-Testgerät ausgewertet. Erst wenn auch dieser Test positiv ausfällt, ist ein Boarding nicht möglich. Ist der PCR-Test negativ, gilt der Passagier als gesund und darf einschiffen, ebenso seine engen Kontaktpersonen.

Allerdings bleibt ein gewisses Risiko, dass die Auswertung des Nachtests erst nach Abfahrt des Schiffs kommt. In unserem Fall hat der Kapitän jedoch die Abfahrt um rund zwei Stunden verzögert, um auf die Testergebnisse zu warten, sodass zunächst positiv und im PCR-Nachtest negativ getesteten Passagiere dennoch an Bord gehen konnten.

Costa will nach diesen Erfahrungen nun die Route oder Liegezeiten so anpassen, dass ein Warten auf Testergebnisse immer möglich sein soll und auch noch Spielraum besteht, wenn Passagiere zu spät zur Einschiffung erscheinen, beispielsweise weil ihr Flug Verspätung hatte. Ideal ist ein Seetag nach dem Einschiffungstag.

Was passiert, wenn das Nachtest-Ergebnis positiv ist?

Bei positivem Test übernehmen die lokalen Behörden, Costa kümmert sich um Unterkunft. Dazu gibt es entsprechende Vereinbarungen mit Hotels und medizinischen Einrichtungen an Land.

Die entstehenden Kosten gehen allerdings zu Lasten des Passagiers, wie bei anderen Krankheitsfällen auch. Costa bietet eine entsprechende Versicherung an, deren Abschluss dringend zu empfehlen ist, sofern eine bereits vorhandene Reiseabbruchversicherung einen solchen Fall nicht ohnehin schon abdeckt.

Corona-Testlabor der Costa Deliziosa

Auf der Costa Deliziosa hatte ich Gelegenheit, mit dem speziell für das Thema Covid-19 zuständigen Bordarzt zu sprechen und das Testlabor im Hospital anzusehen. In Zeiten von Corona hat die Costa Deliziosa zusätzliches, medizinisches Personal nur für die Aufgaben in Zusammenhang mit diesem Thema: einen Arzt, eine Biologin für die Testauswertung, eine Krankenschwester sowie einen Techniker. Insgesamt sind im Bordhospital jetzt drei Ärzte und vier Krankenschwestern tätig.

Bordarzt Domenico Picconi, PCR-Testgerät
Bordarzt Domenico Picconi, PCR-Testgerät

Die Costa Deliziosa verfügt über sieben Testgeräte für Antigen-Tests – Kostenpunkt rund 40.000 Euro je Maschine. 80 Proben lassen sich damit pro Stunde auswerten, Auswertung der Proben dauert insgesamt etwa 40 Minuten.

Daneben gibt es zwei noch deutlich teurere Geräte für PCR-Tests. Die eine davon benötigt eine Bruttozeit von drei Stunden und wertet 45 Proben gleichzeitig aus. Das zweite, über 100.000 Euro teure Spitzengerät kann zwar nur zwei Proben gleichzeitig auswerten, benötigt dafür aber nur 70 Minuten.

Die Geräte hat Costa übrigens gemietet – wegen der hohen Anschaffungskosten und weil wohl bald bessere Geräte mit höherer Kapazität oder kürzeren Laufzeiten auf den Markt kommen.

Die lokalen Behörden, so berichtet mir der Arzt, würden derzeit in jedem Hafen ständig alle dokumentierten, medizinischen Daten kontrollieren.

Was würde bei Infektionen an Bord geschehen?

Auch für den schlimmsten und zugleich unwahrscheinlichsten Fall ist die Costa Deliziosa vorbereitet. Sollte es eine größere Zahl an Infektionen an Bord geben, gibt es dafür einen komplett vom restlichen Schiff isolierbaren Bereich mit eigener Klimaanlage, eigenen Aufzügen und sogar einem eigenen Stamm an Crew-Mitgliedern für die Versorgung der Passagiere oder Crew-Mitglieder in der Isolation.

Essenziell für die Situation einer Infektion an Bord ist eine möglichst genaue Kontakt-Nachverfolgung. Damit kann ermittelt werden, mit wem ein Infizierter engeren Kontakt hatte und wer daher möglicherweise in Quarantäne muss.

Je präziser die Kontaktverfolgung ist, desto kleiner lässt sich der Kreis der betroffenen Personen halten. Vor allem aber ist wichtig, gegenüber den Gesundheitsbehörden an Land einen präzisen Nachweis über die Kontakte führen zu können, um den Extremfall eines Lockdown für das ganze Schiff zu vermeiden.

Kontakt-Nachverfolgung mit ein paar Tricks

Die Costa Deliziosa ist mit gut zehn Jahren zwar ein relativ junges Kreuzfahrtschiff. Wie die meisten Schiffe stammt sie jedoch aus einer Generation, in der es noch keine elektronischen Passagier-Ortungssysteme, RFID- und Bluetooth-Technik oder Ähnliches  gab.

Wenn es also um die Kontaktverfolgung an Bord geht, sind hier andere Herangehensweisen nötig, weil nicht automatisch jede Bewegung, jede Position und damit auch jeder Kontakt eines Passagiers aufgezeichnet wird. Aus Datenschutzgründen hat dies Vorteile, das Kontakt-Tracing wird aber aufwändiger.

Nutzbar sind aber auch auf der Costa Deliziosa die Transaktionsdaten. Die Position eines Passagiers lässt sich immer dann genau erfassen, wenn die Kabinenkarte gescannt wird – sei es an der Kasse eines Shops, bei der Getränkebestellung an der Bar, beim Betreten des Fitness-Studios, am Restauranttisch, im Theater und in einigen weiteren Situationen.

Scannen der Kabinenkarte für die Kontaktverfolgung
Scannen der Kabinenkarte für die Kontaktverfolgung

In den Restaurants und Bars funktioniert die Positionserfassung mit einem simplen Trick: Der Kellner scannt die Kabinenkarte und ordnet die Person einem Tisch zu. So ist später feststellbar, wer mit wem zusammen gesessen ist. An den Tischen in der Bar sind dazu unauffällige, kleine Aufkleber mit der Tischnummer angebracht.

Komplizierter wird es im Theater. Dort bleibt aktuell nur, die Kabinenkarte der Passagiere beim Betreten des Theaters zu scannen und dann die Sitzplätze zuzuweisen, beginnend vorne links, um später nachvollziehen zu können, wo im Theater ein bestimmter Passagier saß.

Die Costa Deliziosa verfügt also, wie die meisten Kreuzfahrtschiffen am Markt, nicht über eine umfassende Passagier-Tracking-Technik an Bord. Daher wird die Muttergesellschaft Carnival Corp. und andere Kreuzfahrtunternehmen sehr genau darauf schauen, was Costa auf der Deliziosa macht. Denn auch sie müssen Konzepte für Schiffe entwerfen, bei denen sie nicht auf ein bereits vorhandenes, umfassendes Trackingsystem zurückgreifen können.

Kontaktverfolgung per smartem Armband in Erprobung

Parallel zu den aktuell verwendeten Methoden testet Costa – derzeit aber nicht auf der Costa Deliziosa – auch Armbänder, die Kontaktdaten aufzeichnen können. Das funktioniert ganz ähnlich wie die Corona-Warn-App. In der Praxis ergeben sich allerdings noch Probleme, für die Lösungen entwickelt werden müssen, bevor das System produktiv eingesetzt werden kann.

Die Armbänder können bislang beispielsweise nämlich oft nicht erkennen, ob beispielsweise eine dünne Wand zwischen zwei Passagieren ist. Sitzen zwei Passagiere in unterschiedlichen Räumen aber von der Wand getrennt sehr nahe zusammen, registriert das Armband einen Kontakt.

Auf ganz modernen Schiffen mit zusätzlicher Ortungs-Technik lassen sich solche Fehler mit Hilfe der genauen Positionsdaten herausfiltern. Auf den meisten anderen Schiffen wie der Costa Deliziosa müssen dagegen andere Lösungen gefunden werden. Bis dahin sind kleinere Einschränkungen wie die Sitzplatzzuweisung im Theater wohl unvermeidlich.

Kritikpunkte und Beobachtungen

Ich habe an Bord Gespräche mit dem Entertainment-Manager, dem für Covid-19-Themen zuständigen Bordarzt und dem Hoteldirektor geführt. Was ich dabei an Details zum Infektionsschutz-Konzept erfahren habe, stimmt zusammen mit meinen eigenen Erlebnissen und Beobachtungen an Bord sehr positiv. Das konsequente Bubble-Konzept in Kombination mit geringer Passagierauslastung, Abständen und die durchgängige Kooperation der Passagiere beim Tragen der Maske machen das Konzept tragfähig.

Doch kein Konzept ist absolut perfekt und die Reedereien lernen derzeit auch noch täglich dazu, arbeiten an Optimierungen, finden bessere Lösungen für einzelne Situationen. Zwei Punkte sind mir persönlich aufgefallen, die einer Erwähnung wert sind.

Bereits angesprochen hatte ich die Face Shields. Sie sind für Infektionsschutz und als Alternative zur Maske nicht geeignet. Costa sollte daher auf chirurgische oder Stoff-Masken bestehen, schon um den übrigen Passagieren ein sichereres Gefühl zu geben. Denn beispielsweise bei der festen Platzzuweisung im Theater kann ich mir nicht aussuchen, ob ich relativ nahe zu einem Face-Shield-Träger sitze.

Ein besseres Passagierstrom-Management wäre bei der Ausschiffung zu den Landausflügen wünschenswert. Denn auch wenn das Risiko durch die vorausgegangenen Antigentests aller Passagiere sehr gering ist, sollten auch hier ausreichende Abstände sichergestellt sein. Um mögliche Staus im Treppenhaus und am Ausgang zu vermeiden, könnten die Ausflugsgruppen beispielsweise separat und erst dann vom Treffpunkt zum Bus geführt werden, wenn die vorausgegangene Gruppe das Schiff tatsächlich verlassen hat.

Mein persönliches Fazit

Ich habe meine kurze Reise auf der Costa Deliziosa als sehr angenehm und entspannt empfunden. Das gut auf dieses Schiff abgestimmte Sicherheitskonzept, die geringe Passagierauslastung von derzeit nur 25 Prozent und die durchgängige Akzeptanz der Regeln durch die Passagiere schaffen genug gedanklichen Abstand zum Coronakrisen-Alltag zu Hause, sodass an Bord echte Urlaubsstimmung aufkommen kann.

Costa Deliziosa in Brindisi
Costa Deliziosa in Brindisi

Insgesamt ist das Thema Covid-19 auf Costa Deliziosa recht präsent. Und auch wenn sich das Auge schnell daran gewöhnt und man die auffälligen Markierungen und Hinweisschildern gedanklich ausblendet, führt das doch dazu, dass sich alle recht konsequent an die Regeln halten.

Abstand und Laufrichtung-Anzeige
Markierungen für Abstand und Laufrichtung

Rund 700 statt der in normalen Zeiten möglichen 2.800 Passagiere machen das Einhalten von Abständen sehr einfach. Mit rund 750 Crew-Mitglieder erreicht die Costa Deliziosa derzeit ein Passagier-Crew-Verhältnis, das man sonst nur auf Ultraluxus-Schiffen antrifft.

Viele schlau gelöste Details wie die Regelungen für das Fitness-Studio, der telefonische Service für Rezeption und Ausflugsbüro oder Shopping-Assistenz am Telefon und direkt in der Kabine zeigten, dass sich Costa Gedanken bis ins letzte Detail gemacht hat.

Ganz persönlich finde ich bei all den Corona-Aspekten abschließend aber auch das Essen noch sehr erwähnenswert – bei Costa dediziert bodenständige, italienische Küche, für die man dieses Land so liebt.

Und das tägliche wechselnde Destination-Menu des italienischen Spitzenkochs Bruno Barbieri fasziniert mit auch mal ungewöhnlicheren, lokalen Spezialitäten aus der Region, die das Schiff an jeweils folgenden Tag anläuft. Vor unserem Hafenstopp in Brindisi gab es beispielsweise Vermicelli mit Meeresrüchten sowie gedünsteter Baby-Octopus in Tomaten-Oliven-Sauce, vor Bari Grieß-Orecchiette mit Rübstilcreme, Sardellenöl und Schafskäse sowie apulische Bombette mit Bohnenpüree.

Blick ins Kielwasser
Blick ins Kielwasser der Costa Deliziosa
Anmerkung*: Cruisetricks.de fuhr auf der Costa Deliziosa auf Einladung von Costa.
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8 Kommentare

8 Kommentare zu “Das Schutzkonzept gegen Covid-19 auf der Costa Deliziosa – ein Erfahrungsbericht

  1. Danke für den informativen Bericht. Wir sind diesen Monat auf der Costa smeralda. Frage: wie ist es mit den sonst auf der Buffetetage üblichen Trink Stationen für Wasser, Tee und Kaffee? Sind die ganz gestrichen oder noch vorhanden oder wie wird das Mittels Bedienung realisiert?

  2. @Karsten: Vorausgesetzt das Konzept auf der Smeralda ist das gleiche wie auf der Deliziosa, wovon ich ausgehe, dann findet der komplette Service am Tisch statt, Selbstbedienung gibt es generell nicht. Das bedeutet, der Kellner bringt diese Getränke auf Bestellung an den Tisch, natürlich wie zuvor kostenlos.

  3. Vielen Dank für den sehr informativen und ausführlichen Erfahrungsbericht! Haben Sie feststellen können, ob die Suiten-Gäste weiterhin alle Mahlzeiten im Club-Restaurant einnehmen konnten?

  4. Danke für den ausführlichen und sehr informativen Bericht. Na, da kommt ja einiges auf ältere Semester zu, die noch nicht “mit dem Smartphone in der Hand geboren” wurden… Ich gehöre dazu – und für mich ist es es auch “gewöhnungsbedürftig”, die aktuelle Speisekarte künftig nicht in den Händen zu halten, sondern auf dem Smartphone zu lesen. Finde ich nervig, weil alles so winzig und schlecht im Ganzen lesbar wird – aber wenn es denn nicht anders geht… Bisher hatte ich mein schlichtes “Uralt-Handy” von Samsung auf Reisen dabei. Mir reichten Telefonieren und SMS ;-) Bis zur Adria-Tour mit der “Rhapsody of the Seas” im Sommer 2021 muss ich mir denn wohl auch so ein Teil zulegen, mit dem ich Infos scannen kann…

  5. @Christine: Es gibt bei den Reedereien schon auch Alternativen zu den elektronischen Karten, wenn jemand mit der Elektronik nicht zurechtkommt. Aber das ist halt recht aufwändig und verursacht eine Menge Papiermüll, weil die Karten nach einmaliger Benutzung weggeworfen werden müssen. Ich fand die elektronischen Speise- und Getränkekarten sehr praktisch und die Lesbarkeit ist eigentlich kein Problem, v.a. im Querformat nicht, aber man kann ja auch immer noch etwas vergrößern. Praktisch ist, dass man schonmal nicht die teils lange Wartezeit hat, bis der Kellner überhaupt erstmal die Speisekarten bringt. Und wenn man sich die Speisekarte für den Tag morgens herunterlädt, kann man auch zwischendurch schonmal schauen, was man abends essen will.

  6. Lieber Franz Neumeier,

    vielen Dank für den ausführlichen und sehr fundierten Bericht. Das Wichtigste scheint mir in diesen Zeiten eine Covid-Versicherung für den Fall, daß der PCR-Test im Terminal positiv ausfällt. Denn eine Reiseversicherung zahlt da nicht. Ich habe die teuerste Variante der Allianz, Ganzjahresreiseversicherung, die im Zusammenhang von Covid jede Zahlung ablehnen. Da kann ich mir im nächsten Jahr die 370€ sparen, und nach einem anderen Anbieter schauen. Ich habe gehört, daß die zusätzliche Versicherung bei MSC 2% vom Reisepreis kostet. Ist das auch bei Costa so?
    Ich möchte Dich unterstützen, deshalb erhälst Du eine kleine Pay-Pal -Spende.
    Danke
    Sabine Stechert

  7. Liebe Sabine Stechert,

    erstmal ganz herzlichen Dank für die Unterstützung, das freut mich sehr!

    Die Versicherungsgesellschaften verhalten sich da tatsächlich recht unterschiedlich. Ich habe eine Jahrespolice bei der Hanse Merkur inklusiver Reiseabbruchversicherung und da ist Absicherung im Falle von Covid-19 ausdrücklich inklusive, allerdings beispielsweise nicht die Kosten, die in Zusammenhang mit Quarantäne entstehen; dafür gibt’s dann wiederum eine Zusatzversicherung. Bei MSC ist eine entsprechende Versicherung meines Wissens im Reisepreis bereits inklusive, bei Costa kann man sie bei Reisebuchung mit abschließen – was in der Tat sehr empfehlenswert ist, um sich in diesen Zeiten zumindest die finanziellen Folgen vom Hals zu halten.

    Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
    Franz Neumeier

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