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"sponsored by Oceania Cruises" - was bedeutet das für cruisetricks.de?

Neuer Trend: Gebühren für „no-show“ in Spezialitäten-Restaurants

Royal Caribbean und NCL setzen derzeit womöglich einen neuen Trend in der Kreuzfahrt: Sie berechnen seit kurzem eine Gebühr, wenn Passagiere ihre Tischreservierung in einem Spezialitäten-Restaurant verfallen lassen, ohne vorher abzusagen. Zwischen zehn und 50 Dollar fallen in einem solchen Fall an. Aber auch bei kurzfristigen Absagen berechnen einige Reedereien Stornogebühren.

Spezialitäten-Restaurants erfreuen sich trotz stetig steigender Preise vor allem auf den ganz großen Kreuzfahrtschiffen immer höherer Beliebtheit. Und kleinere Event-Restaurants sind ohnehin fast immer ausgebucht.

Erscheinen Passagiere nicht zu ihrer Reservierung, entsteht für die Reedereien ein Umsatzausfall und zugleich können andere Passagiere die freibleibenden Plätze kaum nutzen, wenn sie durch „no shows“ ohne vorherige Stornierung erst etwa 15 Minuten nach Reservierungstermin frei werden.

Cruisetricks.de-Tipp: Wenn Sie wissen, dass Sie eine getätigte Restaurant-Reservierung nicht einhalten werden, sagen Sie so frühzeitig wie möglich ab. Das reduziert das Risiko einer Strafgebühr. Erscheinen Sie zu einer Reservierung einfach nicht, riskieren Sie, sogar die volle Restaurant-Gebühr bezahlen zu müssen. Denn den Begriff „Reservierungsgebühr“ kann man durchaus auch so auslegen, dass die Gebühr schon allein für die Reservierung als solche anfällt, unabhängig davon, ob man dann zum Termin erscheint oder nicht.

Regelungen der Reedereien zu „no show“- und Stornogebühren im Detail

Royal Caribbean International berechnet seit kurzem 25 Dollar, wenn man nicht mindestens 24 Stunden vor Reservierungstermin absagt. Für besonders exklusive Restaurants wie Empire und Lincoln Supper Club, Royal Railway, Chef’s Table, Izumi Omakase oder Izumi Hibachi gilt eine Gebühr von 50 Dollar. Das wurde kürzlich über das inoffizielle Royal Caribbean Blog bekannt, wonach die Neuregelung an Reisebüros kommuniziert wurde.

Norwegian Cruise Line (NCL) verlangt zehn Dollar, wenn man nicht mindestens zwei Stunden vor dem Termin storniert. Laut Cruise Industry News werden Passagiere über diese neue Regelung seit kurzem über das Tagesprogramm auf den Schiffen informiert. Auch Reisebüros sollen eine entsprechende Information bekommen haben.

Bei Holland America Line ist ein Stornoentgelt von „mindestens zehn Prozent“ vorgesehen, wenn man eine zuvor gemachte Reservierung weniger als drei Tage vor Reisebeginn oder direkt an Bord wieder storniert.

Die Bedingungen von Carnival Cruise Line sehen vor, dass die volle Reservierungsgebühr auch dann berechnet wird, wenn man eine Reservierung in bestimmten Spezialitäten-Restaurants nicht wahrnimmt, ohne mindestens 48 Stunden vorher abzusagen. Das gilt aber nur für besondere exklusive Restaurants oder Events wie The Chef’s Table, Bonsai Teppanyaki und „Thing 1 and Thing 2 Birthday Breakfast“.

Princess Cruises hat keine in den AGB oder den FAQ definierte Regelung. In der Princess-App wird aber bei Reservierung eines Restaurants darauf hingewiesen, dass zehn Dollar berechnet werden, wenn man nicht mindestens 24 Stunden vorher absagt.

Bei AIDA, TUI Cruises, Nicko Cruises, MSC und Costa finden sich dagegen keine Regelungen für „no show“-Gebühren, eben nicht bei Azamara, Oceania Cruises und Cunard Line. Auch Celebrity Cruises verlangt derzeit (Stand: September 2025) keine Stornogebühr für Spezialitätenrestaurants bei Nichterscheinen, orientiert sich aber häufig an Regelungen der Schwesterreederei Royal Caribbean, sodass eine baldige Einführung hier denkbar wäre.

Wann sollte man stornieren, was gilt als „no show“?

Allgemein gelten Reservierungen typischerweise für bis zu 15 Minuten nach dem vereinbarten Termin und werden danach als „no show“ betrachtet. Verspätet man sich tatsächlich einmal länger, sollte man dem Restaurant Bescheid sagen. Dann bleibt die Reservierung meist aus Kulanzgründen auch noch etwas länger bestehen.

Sobald man allerdings weiß, dass man eine Reservierung nicht wahrnehmen wird, sollte man fairerweise auch dann absagen, wenn keine Strafgebühr droht. Das gibt anderen Passagieren die Chance, den frei gewordenen Platz in den oft sehr beliebten und ausgebuchten Restaurants zu nutzen.

Bei Absage einer bereits bezahlten Restaurant-Reservierung ebenfalls zu bedenken: Oft erfolgt die Rückerstattung der Gebühr, insbesondere bei Stornierung erst an Bord, nicht auf die zuvor verwendete Kreditkarte, sondern als Gutschrift aufs Bordkonto. Bleibt auf dem Bordkonto ein Restguthaben, wird das zwar am Ende der Reise ausgezahlt. Nur sollte man genau darauf achten, dass dies auch wirklich geschieht, denn nicht jede Form von Bordguthaben ist am Ende der Reise erstattbar.

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Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

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