Neues Verfahren zur Rettungsübung bei Royal Caribbean ohne Gedränge an der Musterstation

Auf Schiffen der Marken der Royal Caribbean Group wird es künftig keine gemeinsamen Rettungsübungen an der Muster-Station mehr geben. Mit „Muster 2.0“ und der dahinter stehenden „eMuster“-Technik soll die Rettungsübung im Wesentlichen über interaktive Fernseher und Mobil-Geräte funktionieren. Die Teilnahme kontrolliert die Crew individuell.

Passagiere sollen die einzelnen Schritte der Rettungsübung auf dem Display von interaktiven TV-Geräten, auf Tablets oder Smartphone selbst durchlaufen. Lediglich zum Abschluss begeben sie sich zu ihrer definierten Musterstation, um sich von einem Crewmitglied bestätigen zu lassen, dass sie die Übung abgeschlossen haben.

Muster 2.0 soll einerseits größere Menschenansammlung auf engem Raum auf den Kreuzfahrtschiffen vermeiden, wie es bisher bei der Rettungsübung der Fall war. Zugleich können Passagiere die Übung aber auch bequem beispielsweise in ihrer Kabine und zu beliebigen Zeiten absolvieren – solange dies vor Abfahrt des Schiffs geschieht.

Bereits seit mehr als einem Jahr habe man am Konzept „Muster 2.0“ gearbeitet. Getestet hat Royal Caribbean das neue Rettungsübungskonzept nach eigenen Angaben schon im Januar 2020 auf der Symphony of the Seas. Der neuartige Ablauf der Rettungsübung werde nun in die Empfehlungen für Protokolle und Verfahre zum besseren Infektionsschutz an Bord von Kreuzfahrtschiffen eingehen, die derzeit von der Expertengruppe „Healthy Sail Panel“ entwickelt werden, welche die Royal Caribbean Group und Norwegian Cruise Line Holdings gemeinsam gegründet hat. Die Empfehlungen sollen Ende August vollständig vorliegen.

“Dieser neue Prozess stellt die Art von Innovation dar, auf die sich das Healthy Sail Podium als Teil seiner Mission zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit von Kreuzfahrten konzentriert”, sagte Mike Leavitt, Co-Vorsitzender des Healthy Sail Panel. “Es zeigt, dass wir viel erreichen können, wenn wir versuchen, bei der Sicherheit über den Tellerrand hinaus zu denken”.

Die Royal Caribbean Group führt das neue Verfahren zur Seenotrettungsübung bei den Schiffen ihrer Marken Celebrity Cruises, Azamara und Royal Caribbean International ein und hat das Konzept patentieren lassen. Lizenzen nur Nutzung seien bereits an TUI Cruises sowie die Norwegian Cruise Line Holdings mit den Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruise vergeben worden.

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