Oceania Cruises verkauft die Sirena, betreibt das Schiff aber noch bis Frühjahr 2028 weiter. Neben der Sirena verlässt auch das Schwesterschiff Regatta bald die Flotte, während die Nautica 2027 modernisiert und in Oceania Aurelia umbenannt wird. Wer der Käufer der Sirena ist, gab die Reederei nicht bekannt.
Laut Quartalsbericht der Muttergesellschaft Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) wurde im Juli 2026 eine Absichtserklärung über den Verkauf der „Oceania Sirena“ unterzeichnet. Oceania Cruises gehe davon aus, heißt es in dem Bericht, die Sirena im Rahmen eines Chartervertrags noch bis zum Frühjahr 2028 weiter zu betreiben. Den tatsächlichen Vertragsabschluss zum Verkauf des Kreuzfahrtschiffs erwartet NCLH für das dritte Quartal 2026.
Die Sirena ging 1999 als R Four für Renaissance Cruises in Dienst. Das 684-Passagiere-Schiff ist eines von insgesamt acht Kreuzfahrtschiffen dieser Baureihe, die zwischen 1998 und 2001 bei Chantiers de l’Atlantique im französischen Saint-Nazaire gebaut wurden. Alle acht Schiffe sind aktuell noch in Dienst, jeweils vier bei Oceania Cruises und Azamara Cruises.
Im Zuge der Modernisierung der Flotte und dem Versuch, die Flotte im Luxus- statt zuvor im oberen Premium-Markt zu positionieren, sucht Oceania seit einiger Zeit nach Abnehmern – oder eine neue Zukunft – für die R-Class-Schiffe:
Die Nautica baut Oceania Cruises 2027 umfangreich um und gibt ihr anschließend den neuen Namen Oceania Aurelia. Modernisiert zurück in Dienst gehen soll sie Ende 2027.
Die Regatta verchartert Oceania Cruises an den australischen Veranstalter My Cruises, der mit dem Schiff zwei lange Weltreisen unter dem Marketingnamen „Explorations by Norwegian“ veranstaltet. Die erste beginnt bereits im September 2026.
Die Insignia (zwischenzeitlich auch als Columbus 2 für Hapag-Lloyd Cruises unterwegs) bleibt nach aktuellen Stand vorerst in der Flotte. Sie sollte als Residenz-Schiff von Crescent Seas übernommen werden, der Deal scheiterte jedoch.



