Urteil gegen Concordia-Kapitän Schettino bestätigt

Das Urteil gegen den Kapitän des am 13. Januar 2012 verunglückten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia, Francesco Schettino, bleibt bestehen. Ein Gericht zweiter Instanz in Florenz bestätigte die 16jährige Haftstrafe.

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32 Menschen waren in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio ums Leben gekommen, als die Costa Concordia abseits der regulären Fahrtroute auf einen Felsen auflief und kenterte.

Kapitän Francesco Schettino war in erster Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und dem in Italien strafbaren, vorzeitigen Verlassen des Schiffs.

Schettinos Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Der Kapitän beharrt weiterhin darauf, dass die eigentliche Ursache für das Unglück in mangelhafter Technik des Schiffs sowie falsch ausgeführten Kommandos durch den Steuermann zu suchen sei und fordert neue Untersuchungen, um „die Wahrheit“ als Licht zu bringen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren vor den zweitinstanzlichen Gericht dagegen eine Verschärfung der Strafe für Schettino auf 27 Jahre und drei Monate gefordert und wollte erreichen, dass dem Kapitän nicht nur ein fünfjähriges Berufsverbot als Kommandant eines Passagierschiffs auferlegt werde, sondern jegliche Tätigkeit in Bereich der Seefahrt untersagt werde.

Als letzte Instanz bleibt nun das Kassationsgericht in Rom. Schettinos Verteidiger hat bereits angekündigt, diesen Weg beschreiten zu wollen.

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