Viking Star (Bild: Carmen Winkler)

Viking Star streift Brücke im Cape-Cod-Kanal

Die Viking Star hat in Neu England eine Eisenbahnbrücke gestreift. Dabei wurde ein Aluminium-Mast mit einer Leuchte oberhalb des Schornsteins umgeknickt. Der Zwischenfall blieb ohne schwerwiegende Folgen, wirft aber kritische Fragen an Kapitän und Reederei auf.

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Der Vorfall ereignete sich am frühen Mittwochabend, 12. Oktober 2016, kurz nach 19 Uhr Ortszeit auf dem Cape Cod Canal im US-Bundesstaat Massachusetts. Ein Youtube-Video dokumentiert einen lang gezogener Warnton aus dem Schiffshorn der Viking Star, dann knickt der Lichtmast um und es ist ein Aufprallgeräusch zu hören.

Wie die Cape Cod Times berichtet, fuhr die Viking Sky bei nahezu Höchststand der Flut unter der Buzzards Bay Railroad Bridge hindurch, die nahe der berühmten Insel Martha’s Vineyard den Kanal zwischen Buzzards Bay und Cape Cod Bay verbindet. Die Behörden ermitteln, um die genaue Unfallursache zu klären.

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Die Viking Star hat laut dem für die Brücke zuständigen Army Corps of Engineers eine Höhe über Wasser von 40 Metern, die Brücke eine Durchfahrthöhe von 41,14 Metern. An der Brücke entstand laut Army Corps of Engineers kein Schaden. Man werde noch zwei weitere, ähnlich niedrige Brücken auf mögliche Schäden untersuchen, die das Kreuzfahrtschiff zuvor passiert hatte, sagte ein Sprecher des Army Corps of Engineers. Die Viking Star befand sich auf dem Weg von Halifax nach Boston auf einer 13tägigen Neuengland-Kreuzfahrt von Montreal nach New York City, wo sie am Donnerstag planmäßig ankam. Das Schiff ist 228 Meter lang, hat eine Tonnage von BRZ 47.842 und bietet Platz für bis zu 930 Passagiere.

Die Flusskreuzfahrt-Sparte von Viking ist in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder durch ähnliche Unfälle aufgefallen. Zuletzt kamen am 11. September 2016 bei einem dramatischen Unglück auf dem Main-Donau-Kanal zwei Crew-Mitglieder ums Leben, als das nicht vollständig eingefahrene Steuerhaus der Viking Freya eine Brücke rammte und dabei völlig zerstört wurde.

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