Princess Cruises unterbindet Alkohol-Schmuggel

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Wer Spirituosen an Bord eines Princess-Cruises-Kreuzfahrtschiffs schmuggeln will, hat es künftig noch schwerer: Die US-Reederei setzt Berichten zufolge das Verbot, harten Alkohol mit an Bord zu bringen, jetzt noch konsequenter durch. Entdeckte Schmuggelware wird demnach konfisziert und vernichtet.

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Bislang hatte Princess Cruises, wie die meisten anderen Reedereien auch, Alkohol bei der Einschiffung lediglich einbehalten und den Passagieren am Ende der Kreuzfahrt wieder ausgehändigt. Über die Versuche von Passagieren, Spirituosen an Bord von Kreuzfahrtschiffen zu schmuggeln, haben wir bereits ausführlich berichtet: „Alkohol an Bord schmuggeln: Wodka in Wasserflaschen“.

Princess Cruises ist jetzt der logistische Aufwand für die Aufbewahrung Alkoholika offenbar zu groß geworden, die „Schmuggelware“ wird daher nun vernichtet. In den Bord-Shops gekaufte Spirituosen sind davon nicht betroffen und auch bei Landgängen gekaufte Alkoholika werden wohl nach wie vor verwahrt und am Ende der Kreuzfahrt ausgehändigt – falls der Passagier nicht versucht, die Flaschen unbemerkt aufs Schiff zu schmuggeln.

Der Reisevertrag bei Princess Cruises beinhaltet eine Klausel, nach der Passagiere keine Spirituosen mit an Bord bringen dürfen: “Passengers hereby agree not to bring alcoholic beverages of any kind (except wine and champagne) on board for consumption.” In den FAQ ihrer Website wird Princess Cruises noch deutlicher: “Liquor, spirits or beers are not permitted. Please remember that luggage will be scanned and alcohol outside of our policy will be removed and discarded. (…) Such items are not eligible for monetary refund or replacement.”

Ausgenommen sind Wein und Champagner zum Konsum an Bord: Eine Flasche ist kostenfrei erlaubt, für weitere Flaschen verlangt Princess Cruises eine Kork-Gebühr von jeweils 15 Dollar. Damit hat Princess Cruises in Hinblick auf Wein und Champagner eine der Passagier-freundlichsten Regelungen in der Kreuzfahrtindustrie.

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6 Kommentare zu Princess Cruises unterbindet Alkohol-Schmuggel

  1. heranush53 on April 1, 2013 at 3:17 pm

    hallo! Ich trinke selbst seid über 40.jahren kein Alkohol,aber darf der Akohol rein Rechtlich überhauptvernichtet werden?Würde mich mal interessieren. Mit freundl.Grüßen heranush53

  2. Franz Neumeier on April 1, 2013 at 3:26 pm

    Ich bin zwar kein Jurist, aber wenn der Passagier mit der Reederei per Reisevertrag vereinbart, dass er keinen Alkohol mit an Bord bringt, dann sollte das wohl auch möglich sein …

  3. a2 on April 2, 2013 at 11:28 am

    Hallo,ich bin neu auf der Seite und hätte zu diesem Thema eine
    Frage.
    Welches Staatsrecht bestimmt den Zoll wenn man die Flasche(n)Alkohol zurückbekommt?

    Viele Grüße
    P.s. Tolle Seite!

  4. Franz Neumeier on April 2, 2013 at 11:32 am

    @a2 : Wie gesagt, ich bin kein Jurist. Aber nachdem die Reederei den Alkohol ja nur verwahrt, sollte gleiches Recht gelten wie wenn der Passagier den Alkohol selbst in seiner Kabine transportiert.

    Zoll bemisst sich immer nach dem Land, in das man einreist. Und da ein Kreuzfahrtschiff in der Regel aus internationalen Gewässern kommt, dürften die Zollsätze gelten, die bei der Einfuhr aus dem Flaggenstaat des Schiffs in das jeweilige Land gelten.

  5. Tanja on April 11, 2013 at 10:07 am

    gab es so einen Fall nicht erst kürzlich bei einer anderen Reederei??? Oder liege ich da jetzt falsch? Jedenfalls lustig womit die Firmen so ihr Geld verdienen wollen. Länder bauen Casinos um an der Wettsucht der Menschen zu verdienen, Reedereien wollen den bordbezogenen Alkoholkonsum ankurbeln…. schon lustig. Mir geht es da eher wie heranush53 oben: ich trinke zwar Alkohol. Ist aber eher die Ausnahme! kenn-dein-limit.de! Ist immer gut, wenn man nicht über die Stränge schlägt (egal ob Alkohol oder sonst was. naja es mag ausnahmen geben… Urlaub zum Beispiel :-)

  6. Franz Neumeier on April 11, 2013 at 10:21 am

    Von anderen Reedereien (und bisher auch Princess Cruises) ist nur lediglich bekannt, dass Spirituosen beim Einsteigen konfisziert, bis zum Ende der Reise aufbewahrt und dann wieder ausgehändigt werden.

    Das hat übrigens nicht nur den Grund zu vermeiden, dass Passagiere den (eigentlich meist gar nicht so hohen) Getränkepreisen an Bord der Schiffe ausweichen – zumal ich solches Verhalten eh’ seltsam finde – in einem Hotel an Land bringe ich ja auch nicht meinen eigenen Alkohol an die Bar mit, oder?

    Ein Grund ist aber auch zu verhindern, dass Passagiere Spirituosen an Crewmitglieder weitergeben. Da geht es wohl v.a. darum, den Alkoholkonsum der Crew unter Kontrolle zu halten, damit die Leute arbeitsfähig bleiben und nur außerhalb ihrer Dienstzeiten trinken. Ich will das nicht bewerten, nur als weiteren Grund anmerken …

    Und ein wenig sind die Passagiere natürlich auch selbst Schuld daran, dass die Reedereien versuchen, über Onboard-Umsätze wie Alkohol an den Bars mehr Geld zu verdienen: Die Passagiere erwarten immer mehr Leistung von den Reedereien bei gleichzeitig fallenden Preisen für die Kreuzfahrt. Irgendwoher muss das Geld aber kommen, mit dem die Reedereien ihre Kosten decken und Aktionäre mit ausreichen Gewinn zufrieden stellen müssen. Ist das nicht mehr über den Reise-Grundpreis zu holen, muss man sich halt andere Quellen erschließen. Für Passagiere, die wenig Alkohol trinken, ist das genau genommen sogar ein Vorteil ;-)

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