Als erste Kreuzfahrt-Reedereien haben AIDA und Costa die geplante Wintersaison 2026/27 im Persischen Golf am 13. März 2026 aus dem Programm genommen. Explora Journeys folgte mit der Orient-Saison-Absage am 25. März. Die Costa Smeralda wird stattdessen zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira, für die AIDAprima sind die neuen Routen noch nicht bekannt. Die Explora II kommt im Mittelmeer zu Einsatz.
AIDA und Costa sind damit die ersten Kreuzfahrt-Reedereien, die schnelle Konsequenzen aus der schwierigen Lage am Persischen Golf ziehen und die geplante Wintersaison 2026/27 dort frühzeitig absagen. Schon im vergangenen Jahr hatten Costa (und AIDA) vergleichsweise früh, nämlich im Juli 2025 die Orient-Saison abgesagt. NCL hatte ihre Pläne sogar schon im November 2024 geändert.
Daneben stehen derzeit für die Orient-Saison 2026/27 noch die Mein Schiff Flow von TUI Cruises sowie die MSC World Europa und die Explora II in den Plänen für die Wintersaison im Persischen Golf. Von MSC und TUI Cruises gibt es bislang noch keine Absagen, allerdings sind ursprünglich geplanten MSC-Kreuzfahrten der MSC World Europa bereits nicht mehr buchbar.
Derzeit sitzen wegen des Iran-Krieges und der faktischen Sperre der Straße von Hormus sechs Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf fest: Mein Schiff 4 und 5, MSC Euribia, Celestyal Discovery und Journey sowie die Aroya. Passagiere sind inzwischen keine mehr an Bord, aber wann die Schiffe die Region verlassen können und in ihre Fahrtgebiete für das Frühjahr und den Sommer überführt werden können, ist aktuell offen.
Noch keine neuen Pläne für die AIDAprima
Von AIDA Cruises gibt es aktuell zwar schon die offizielle Absage für die Orient-Saison der AIDAprima. Wohin das Schiff stattdessen fahren wird und ob sich daraus weitere Änderungen für andere Schiffe ergeben, ist noch nicht bekannt. Die neuen Reisen sollen aber jedenfalls ab Mitte April buchbar sein.
Auf der Website und in einer Pressemitteilung schreibt AIDA: „Da die Lage im Nahen Osten weiterhin ungewiss und für die nächste Zeit nicht verlässlich einschätzbar ist, haben wir entschieden, frühzeitig die Orient-Reisen mit AIDAprima in der Wintersaison 2026/27 abzusagen. (…) Wir bedauern dies sehr, möchten Ihnen jedoch frühestmöglich verlässliche Klarheit und Planungssicherheit für Ihren Urlaub geben. “
Planänderungen für Costa Smeralda und Costa Pacifica
Im Winter 2026/27 sollte eigentlich die Costa Pacifica ihre temporäre Heimat auf den Kanarischen Inseln und Madeira haben. Nun wird sie durch die deutlich größere Costa Smeralda ersetzt, die eigentlich für Orient-Kreuzfahrten im Persischen Golf vorgesehen war.
Die Costa Pacifica bekommt nach einem Werftaufenthalt im Dezember 2026 neue Routen im westlichen Mittelmeer und leistet dort der Costa Toscana Gesellschaft. Buchbar sind die neuen Routen von Costa Smeralda und Costa Pacifica laut Costa ab Ende März.
In einer Pressemitteilung begründet Costa den Rückzug aus dem Persischen Golf für 2026/27 so: „Mit dieser Entscheidung möchte Costa sowohl seinen Gästen als auch Partnern frühzeitig Sicherheit und Planbarkeit für die kommende Wintersaison bieten. Da die Lage im Nahen Osten weiterhin ungewiss bleibt, werden absehbar keine Kreuzfahrten in die Region führen, um ein entspanntes und sorgenfreies Reiseerlebnis sicherzustellen.“
Explora II im Mittelmeer
Die Explora II hatte Explora Journeys im Persischen Golf von November 2026 bis März 2027 eingeplant. Stattdessen schickt die Luxus-Reederei das Schiff nun ins Mittelmeer. Die genaue Routen standen zum Absagetermin 25. März 2026 noch nicht fest.





Tja, das ist logisch und völlig richtig.
Wie lange das Theater da unten noch geht ist doch überhaupt nicht absehbar.
Mit einem schnellen, harten Schlag und dann ist gut ist es jedenfalls rein gar nix geworden.
Ob es dauerhaft Ruhe gibt, wenn der jetzige Krieg zum Stillstand kommt ist auch so eine Frage.
Womöglich sehen wir bald einen Regime-change, aber nicht bei den Mullahs, sondern bei den Amis.
Im Herbst sind Midtime Wahlen, das wird spannend…
Ich sehe das völlig anders: Für den normalen Urlauber gibt’s da unten nichts zu sehen – außer Fassade, Fake und Hochglanz. Ich war vor rund drei Jahrzehnten beruflich dort, mit den Schiffen von HLKF. Schon damals war der einzige Grund, den Mittleren Osten überhaupt anzulaufen: billiger Sprit. Der Rest ist Kulisse, bezahlt aus der ewigen Ölquelle.
Und genau das ist das Problem: Kritik ist da unten unerwünscht – egal ob in Medien, im Alltag oder auf Social Media. Alles wird im Filter aus Glitzer, Luxus und Pseudo-Modernität präsentiert. Wer nur Instagram kennt, glaubt an das Märchen aus Glasfassaden, Palmeninseln und angeblichem Fortschritt. In Wahrheit ist das alles ein einziges PR-Projekt, sorgsam geschminkt und streng überwacht.
Ich finde es ehrlich gut, dass dieser künstliche Zauber langsam bröckelt. Dubai, Abu Dhabi, Kuwait – alles Betonparadiese ohne Seele, gebaut von Menschen, die dort nicht einmal Rechte haben. Keine eigene Substanz, keine Kreativität, nur Geld gegen Schweigen.
Ob mein Kommentar veröffentlicht wird oder nicht, ist mir egal. Der Nahe Osten hat touristisch fertig. Wer dort Urlaub macht, bezahlt am Ende nur für den schönen Schein – und schweigt brav dazu.