AIDAnova

AIDAnova jetzt um mehr als einen Monat verspätet

Nach der ursprünglich angekündigten Verspätung der AIDAnova um 16 Tage verschiebt sich die Auslieferung des neuen Kreuzfahrtschiffs durch die Meyer Werft an AIDA nun noch weiter. Erst am 19. Dezember soll die erste Kreuzfahrt stattfinden – gut einen Monat verspätet. Ursprünglich sollte sie am 15. November 2018 zu ihrer ersten Vorpremierenfahrt starten.

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Wie AIDA mitteilt, entfällt die Jungfernfahrt der AIDAnova ebenso wie die Reisetermine rund um die Kanaren vom 12. bis 19. Dezember und vom 15. bis 22. Dezember 2018. Die geplanten Reisen ab 19. Dezember 2018 der AIDAnova rund um die Kanarischen Inseln sollen dann jedoch stattfinden.

Erst vor knapp drei Wochen hatten AIDA und Meyer Werft eine Verspätung von 16 Tagen angekündigt und die Vorpremierenfahrten des Schiffs abgesagt. Dabei hieß es, Erprobungsfahrten und damit auch der Ablieferungstermin müssten wegen Verzögerungen beim Innenausbau der AIDAnova verschoben werden. Insgesamt vier Reisen ab Bremerhaven beziehungsweise Hamburg mit jeweils vier Nächten Dauer, die noch vor der Jungfernfahrt hätten stattfinden sollen, hatte die Reederei deshalb bereits vor knapp drei Wochen abgesagt.

Die Meyer Werft schrieb dazu in einer Pressemitteilung zur Verschiebung, die erstmalige Inbetriebnahme, Erprobung und Indienststellung des neuen Kreuzfahrtschiffs – dem ersten weltweit mit umweltfreundlichem LNG als Kraftstoff im Fahrtbetrieb – sei eine große Herausforderung für die Werft und ihren Zulieferern. Die Terminplanung könne wegen des aktuellen Ausbaustatus des Schiffsneubaus nicht mehr eingehalten werden.

Die Verzögerungen hatten sich bereits vor einigen Wochen angedeutet, als Zulieferer der Meyer Werft unter der Hand von deutlichen Verspätungen in einigen Teilbereichen des Schiffsausbaus berichtet hatten. Offenbar waren diese Verspätungen tatsächlich nicht mehr aufzuholen und sind noch gravierender als zunächst angenommen.

Zusätzlich traf die Meyer Werft auch ein wenig Pech: Wie die Nordostseezeitung unter Berufung auf niederländische Quellen berichtete, hatte es an Bord der AIDAnova in Eemshaven kurz vor der geplanten Ablieferung des Schiffs in zwei Kabinen gebrannt. Aufgrund der Umstände halte die Polizei laut des Medienberichts Brandstiftung für wahrscheinlich und ermittle in diese Richtung. Offenbar war das Feuer in den beiden Kabinen nahezu zeitgleich ausgebrochen. Ein wesentlicher Grund für die verzögerte Auslieferung des Kreuzfahrtschiffs sind die beiden Brände aber wohl nicht.

Die Meyer Werft kommentiert die Verspätung wie folgt: „Die Werft arbeitet mit Hochdruck daran, alle Arbeiten und Tests bis zum 30. November erfolgreich abzuschließen. Es braucht einfach noch etwas Zeit, um das Schiff für die ersten Gäste vorzubereiten. Daher müssen die ersten regulären Kreuzfahrten abgesagt werden. Das Schiff wird im Dezember an die Reederei AIDA Cruises übergeben und am 19. Dezember in Teneriffa für die ersten Passagiere zur Verfügung stehen.“ Am Abend des 16. November soll die AIDAnova nun zunächst von Eemshaven aus zur nächsten Probefahrt auf der Nordsee starten.

Für die Meyer Werft ist es ein Novum, ein Schiff nicht pünktlich abliefern zu können. Bisher galt die Papenburger Werft als extrem zuverlässig. Regelmäßig wurden Schiffe sogar vor dem avisierten Termin fertig. Auch die derzeit bei Meyer Turku im Bau befindliche neue Mein Schiff 2 für TUI Cruises wird deutlich früher ausgeliefert als geplant. Nun sucht die Meyer Werft offenbar fieberhaft nach Wegen, die Verzögerungen in Papenburg wieder aufzuholen, um keine Folgewirkungen auf die in den kommenden Monaten anstehende Auslieferung etwa der Spectrum of the Seas und der Spirit of Discovery zu haben.

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