Holland America Line bekommt 2029 ein zusätzliches Kreuzfahrtschiff: Die Arcadia von P&O Cruises wechselt zu HAL. Dafür muss Cunard Line die Queen Anne an P&O Cruises abgeben. Die Queen Anne darf ihre Weltreise 2028/29 aber noch für Cunard Line beenden.
Mit den Schiffsverschiebungen innerhalb der Carnival-Corp-Marken wächst die Flotte von Holland America Line auf zwölf Schiffe, Cunard Line schrumpft von vier auf drei Schiffe.
Die Arcadia wurde 2005 bei Fincantieri gebaut und basiert auf Carnivals Vista-Klasse, wie auch die Zuiderdam, Oosterdam, Westerdam und Noordam. Die vier Vista-Class-Schiffe in der HAL-Flotte haben eine Tonnage von BRZ 82.000, sind 285 Meter lang und bieten Platz für rund 1.900 Passagiere. Die Arcadia ist geringfügig größer mit einer Tonnage von BRZ 84.342, einer Länge von 289,90 Metern und Platz für rund 1.950 Passagiere.
Zugleich durchlaufen viele Schiffe von Holland America Line in den kommenden Jahren ein umfangreiches Modernisierungsprogramm. Das Programm unter dem Namen „Holland America Evolution“ umfasst die vier Vista-Class-Schiffe Oosterdam, Zuiderdam, Westerdam und Noordam sowie die beiden Signature-Class-Schiffe Nieuw Amsterdam und Eurodam. Die Renovierungen beginnen mit der Oosterdam 2027 und der Zuiderdam 2028.
Cunard Line verliert mit der Queen Anne ihr neuestes Schiff, das erst 2024 in die Flotte kam und der erste Neubau für die Traditionsreederei seit 14 Jahren war. Das nächstjüngere Schiffe der Flotte ist die Queen Elizabeth von 2010.
Für die Arcadia endet ihre letzte Reise für P&O Cruises am 21. August 2029. Die Queen Anne soll nach Ende ihrer Weltreise 2028/29 umgebaut werden und anschließend im Mai 2029 ihren Dienst für P&O Cruises antreten.
Für Cunard Line führten die Schiffsverschiebungen zu einer einheitlicheren Flotte, erklärt Paul Ludlow, Präsident von Carnival UK, P&O Cruises and Cunard in einer Pressemitteilung. Diese Entscheidung ändere nichts am Bekenntnis zu Cunard Line oder deren Zukunft.
