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Mein Schiff 1 in St. Kitts

Archiv: die erste Mein Schiff 1 im Detail

Die Kreuzfahrt auf der Mein Schiff 1 war ein Experiment: zum ersten Mal auf einem deutschsprachigen Schiff. Bislang waren wir den US-Reedereien Royal Caribbean, Celebrity Cruises und NCL treu geblieben und hegten gewisse Vorurteile gegen in größeren Massen auftretende, deutsche Landsleute im Urlaub.

Hinweis: Dieser Beitrag bezieht sich auf die alte Mein Schiff 1, die seit 2018 nicht mehr für TUI Cruises fährt. Wenn Sie sich für die neue Mein Schiff 1 interessieren, lesen Sie bitte „Die neue Mein Schiff 1: vertraut und doch ziemlich anders„.

Immerhin stammt wenigstens das Schiff selbst ursprünglich ja von Celebrity Cruises. Doch alle vor der Fahrt gehegten Vorurteile und Befürchtungen bestätigten sich nicht. „Mein Schiff 1“ kann mein Schiff werden! Alles in allem eine sehr schöne Kreuzfahrt und ein elegantes Schiff, das sich zurecht den Titel „Wohlfühlschiff“ verliehen hat. Das Konzept überzeugt, auch wenn es an dem einen oder anderen Punkt noch kleine Schwächen hat.

Cruise Line: TUI Cruises
Schiff: Mein Schiff 1
Datum: 16 bis 23. Januar 2011
Kabine: Flex-Außenkabine -> 4061 auf Deck 4
Route: Kanaren mit Casablanca (Las Palmas/Gran Canaria – Seetag – Casablanca/Marokko – Seetag – Funchal/Madeira – Santa Cruz de La Palma/La Palma – Puerto Rosario/Fuerteventura – Las Palmas/Gran Canaria)

Essen, Restaurants, Service

Hauptrestaurant
Hauptrestaurant „Atlantik“

Besonders positiv ist die hohe Qualität des Essens und zwar nicht nur im Hauptrestaurant „Atlantik“. Auch im Buffetrestaurant „Anckelmannsplatz“ findet man sehr hochwertige Speiseangebote und teils exotische Fleischsorten, wie Känguru, Strauß, Reh, Schwertfisch und mehr (vor allem in der Wok-Station). Lediglich mit der Patisserie konnte ich mich nicht anfreunden. Hier könnte man noch nachlegen. Eine kompakte Creme mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen jeweils als Mousse zu bezeichnen, mag zwar „in“ sein, schmeckte aber dann doch mehr nach Fertigprodukt.

Der Service im Atlantik ist mit dem gehobener Restaurants an Land zu vergleichen. Es überraschte, nicht nur sehr viel gut Deutsch sprechendes, sondern auch tatsächlich deutsches Personal zu finden. Die Kellner im Atlantik sind durchwegs gelernte Servicekräfte, sei es Restaurantfachleute oder Hotelfachleute. Die Hilfskellner stammen dann vorwiegend aus Asien und Indien und sprechen nur mäßig deutsch. Auch im Bar Bereich sprach das Personal ausreichend und gut deutsch.

Raucher

Negativ fallen vor allem die zahlreichen Raucherbereiche auf. Natürlich haben auch die Raucher ihre Berechtigung. Aber zwei der Raucherbereiche – nämlich die Sofaecken am Pool und die Blaue Welt Bar – befinden sich an Stellen, an denen auch Essen präsentiert wird (die Poolbuffets oder die Blaue Welt Sushi Bar). Das ist für mich ein absolutes „no go“. Schade ist, dass zudem die einzigen offenen Heckbereiche – auf Deck 7 die Aussicht Bar und auf Deck 11 der Außenbereich der Tapas Y Mas Bar – gänzlich den Rauchern gewidmet sind. Hier wäre es wünschenswert, dass die Hälfte den Rauchern und die andere Hälfte den Nicht-Rauchern zur Verfügung stünde, wie es auch auf anderen Schiffen üblich ist.

Elegantes, stilvolles Design

TUI Bar
TUI Bar

Die Räumlichkeiten sind alle sehr elegant, dezent und stilvoll gehalten. Mein Favorit ist die korallenförmige TUI Bar, die mit ihrem Weiß zunächst recht kühl wirkt. In Betrieb entfalten jedoch die wechselnde farbige Beleuchtung und die Monitore eine sehr angenehme Stimmung.

Negativ fiel insoweit nur die frühere Observation Lounge auf. Diese wurde durch eine äußerst provisorisch wirkende Abtrennung geteilt. Die rechte Seite ist die stilvoll eingerichtete X-Lounge, die jedoch nur den Suite-Gästen offen steht. Die linke Seite hat mittig die Abtanz Bar und links die Himmel & Meer Lounge. Zwar sind die Fat Boy Liegesäcke nett und auch gut genutzt. Die wenigen Tische haben aber leider keine bequemen Sitzgelegenheiten, sondern lediglich Lederwürfel ohne Rückenlehne. Auch sollte man bei Gelegenheit die großen Panoramafenster austauschen, die überwiegend leicht blind sind. Bequem sind die Hängekugeln in Richtung des Ausgangs zum Deck. Leider sind diese schon ziemlich verschrammt und unansehnlich.

Keine Antwort fand ich auf das Teppichproblem, das in vielen Kritiken erwähnt wird. An vielen Stellen über das ganze Schiff verteilt, sieht der Teppich so aus, als hätten massive Wassereinbrüche stattgefunden. Obwohl ständig geputzt und gesaugt wird, kann man diesem Problem wohl nicht Herr werden. Kein richtiger Mangel, aber es fällt leider unschön auf.

Entertainment und Edutainment

Das Unterhaltungsprogramm war durchwegs angemessen und gut. Die Abendshows waren sehr gut mit zwei Ausreißern: der „Volldampf Voraus“ Welcome Show sowie der Sixties Show, was aber nicht an dem Cast sondern an der Show als solcher lag. Hier sollte der Textteil unbedingt auf das beabsichtigte Niveau angehoben werden. Zu den Abendshows zählten unter anderem ein Liederabend mit klassischer Musik, die Schlagershow „Ein Lied geht um die Welt“, die 1001-Nacht-Bühnenshow namens „Almitra & der Prophet“, die Musical-artig aufgezogene Musik-Show „Sweet little Sixties“ sowie die Musik- und Tanzshow „Aqua“ rund um die vier Elemente.

Daneben bietet TUI Cruises untertags auch ein Edutainment-Programm mit dem Namen „Kompass – Wissen auf See“ an, das sich stark am Celebrity-Life-Programm der Halbschwester Celebrity Cruises orientiert. Das Programm besteht aus den Themen-Bereichen Entdeckung, Gesundheit und Genuss. Zu allen Bereichen gibt es Vorträge und Kurse sowie einen Gast-Referenten. An dem Programm wird jedoch noch inhaltlich gearbeitet. Neben der Gast-Referentin gab es unter diesem Titel noch je einen Sprachkurs Englisch und Französisch für Anfänger sowie einen Vortrag für Gäste mit Lebensmittelunverträglichkeiten.

Kabine

Aussenkabine 4061
Aussenkabine 4061

Die Außenkabine der Kategorie B erwies sich als angenehm geräumig. Lediglich etwas mehr Abstellflächen für Kleinkram (zum Beispiel seitliche Regale) wären wünschenswert, denn der Schreib-/Frisiertisch ist dafür zu klein. Die Farbwahl mit warmen Orangetönen und dem hellen Holz schafft eine angenehme Atmosphäre. Der Schrankplatz ist vergleichsweise üppig und reicht auch bei einer – in anderen Kabinen mögliche – 4er-Belegung locker aus, beziehungweise für eine 14-Nächte-Fahrt. Im Bad würde ich mir persönlich noch Waschlappen wünschen.

Fahrtroute

Mein Schiff 1 in Funchal, Madeira
Mein Schiff 1 in Funchal, Madeira

Die Route (Gran Canaria, Casablanca/Marokko, Madeira, La Palma, Fuerteventura) hatten wir speziell wegen Casablanca und La Palma ausgesucht. Dass beides nicht angefahren wurde, war natürlich nicht die Schuld von TUI Cruises. Für uns war es aber eben Pech. Von den angefahrenen Häfen hat uns Funchal eindeutig am Besten gefallen. Angenehm war auch der Seetag am ersten Tag, der Zeit zum Entdecken des Schiffs gibt und erst einmal ein Urlaubsgefühl aufkommen lässt. Ebenfalls angenehm ist die späte Abfahrt in Gran Canaria, die es ermöglicht, bei Buchung nur einer Woche auch Las Palmas zu erkunden. Da die zweite Kanaren-Route keine Überschneidungen hat (Gran Canaria, Agadir/Marokko, Teneriffa, La Gomera, Lanzarote), bietet sich geradezu eine Kombination beider Reisen an. Vielleicht das nächste Mal.

 

Überblick

TUI Cruises‘ Mein Schiff 1 wurde 1996 als Galaxy (ab 2008 Celebrity Galaxy) als zweites Schiff der Century-Klasse für Celebrity Cruises damals noch unter der Regie von Chandris von der Meyer Werft in Papenburg gebaut. Ihre Schwestern Century (1995), jetzt Celebrity Century, und Mercury (1997), später Celebrity Mercury und ab Mai 2011 Mein Schiff 2, ergänzten das Trio. Im April 2008 gründeten die TUI AG und Royal Caribbean Cruises Ltd., die Muttergesellschaft von Royal Caribbean International und Celebrity Cruise Lines, TUI Cruises mit Sitz in Hamburg. Die Celebrity Galaxy wurde von Royal Caribbean Cruises Ltd. in die neue Gesellschaft eingebracht und bei der Lloyd Werft in Bremerhaven für 50 Millionen Euro zur Mein Schiff 1 umgebaut.

Decks 3-5: Kabinen, Atrium, Richard’s, Atlantik, Blaue Welt Bar

Deck 3 dient lediglich der Ein- und Ausschiffung. Ab Deck 4 (Seestern) beginnen die öffentlichen Bereiche. Im vorderen Schiffsbereich befindet sich hier das Hospital. Ansonsten hat Deck 4 Kabinen (Außen- und Innenkabinen). Deck 5 (Pier 5) hat bugwärts ebenfalls Außen- und Innenkabinen. Es schließt sich das Atrium mit der Rezeption, der Information über Landausflüge, Golf und Biking sowie das Zuzahlrestaurant Richard´s – Feines Essen an. Zum Heck hin befindet sich die untere Ebene des Hauptrestaurants Atlantik sowie die Blaue Welt Bar Apéro. Ein Durchgang auf Deck 5 vom Atrium zum Atlantik und der Blaue Welt Bar ist nicht möglich. Der Zugang geht nur über das hintere Treppenhaus C beziehungsweise Deck 6.

Deck 6 und 7: Theater, Internet Cafe, Bars, Restaurants, Shops

Die Decks 6 (Atlantik) und 7 (Hanse) sind ganz den öffentlichen Bereichen gewidmet. Bugwärts befindet sich hier auf zwei Ebenen das Theater. Auf Deck 6 folgt ein großer Konferenzraum, das Internet Café, die Bordreiseleitung und ein kleinerer Konferenzraum für „Kompass – Wissen auf See“ (Edutainment-Programm). Daran schließen sich im Atrium die Netz Bar, die inzwischen als Galerie Walentowski genutzt wird, und die Nasch Bar an. Die Fotogalerie führt beidseits in die dahinter gelegene TUI Bar, der sich die Blaue Welt Bar Lounge anschließt. Zum Heck hin folgt die obere Ebene des Hauptrestaurants Atlantik. Dort ist auch der Haupteingang des Atlantik. Zwischen Theater und der TUI Bar ist beidseits ein offenes Promenadedeck mit Shuffleboard und den Außentischen der Naschbar.

Auf Deck 7 liegt bugwärts die obere Ebene des Theaters. Vor dem Atrium folgen die Neuer Wall Shops. Es handelt sich insgesamt um fünf Läden: Mein Stil (elegante Herrenmode), Mein Lieblingsstück (elegante Damenmode), Meine Schönheit (Kosmetik und Parfum), Meine Freude (Schmuck und Uhren) sowie Mein Genuss (zollfreie Zigaretten und Alkoholika, Kindersachen, Logo-Wear). Eine offene Theke mit Blumensträußen und Blumenarrangements ergänzt das Shopping-Angebot.

Im Atrium befindet sich die Wii-Corner mit vier Wii-Spielplätzen. Controller und Spiele können an der Rezeption ausgeliehen werden (maximal eine Stunde Spielzeit). Es folgen an Backbord das zuzahlungspflichtige Restaurant Surf & Turf und an Steuerbord Vinos Vinothek. Vor den hinteren Aufzügen liegt die zuzahlungspflichtige Blaue Welt Bar Sushi.

Im Heckbereich liegt das Spielplatz Casino & Lounge. Ab den Restaurants ist auch hier eine offene Außen-Promenade, die mit der von Deck 6 durch Treppen verbunden ist. Unmittelbar am Heck befindet sich die offene Aussicht Bar. Die Blaue Welt Bar und die Blaue Welt Lounge sind durch eine Treppe im kleinen Atrium verbunden. Die Blaue Welt Sushi Bar auf Deck 7 ist ebenfalls Teil dieses kleinen Atriums aber in Form einer Galerie (ohne Treppenverbindung).

Decks 8-10: Kabinen, Bibliothek, Kids-Club

Deck 8 (Muschel) hat im Atriumsbereich den Kartenspielraum und die Bibliothek. Ansonsten befinden sich hier Kabinen (Innen-, Außen-, Balkon- und Familienkabinen mit Veranda). Deck 9 (Koralle) weist ebenfalls im Wesentlichen Kabinen auf (Innen-, Außen-, Balkon- und Verandakabinen). Heckwärts ist der Kids-Club angesiedelt. Ein weiteres Kabinendeck ist Deck 10 (Perle) (Veranda- und Familienkabinen mit Veranda, Suiten, Juniorsuiten und Innenkabinen). Bugwärts ist hier die Brücke.

Deck 11: Fitness, Spa, Pools, Buffet, Bistro, Tapas-Bar, Gosch Sylt

Deck 11 (Aqua) enthält rein öffentliche Bereiche. Im Bug ist Fitness- und Wellnessbereich untergebracht mit den Spa-Suiten, dem Friseur, Spa & Meer, Sauna, Wellness Bar La Vida Sana, Spa-Shop, Fitness und dem Spa & Meer Außenbereich. Linker Hand der vorderen Aufzüge ist die Unverzicht Bar. Es folgt der Poolbereich mit zwei Hauptpools und drei Whirlpools. Bei den mittleren Aufzügen ist rechter Hand der Cliff 24 Grill und linker Hand die Ausgabe der Handtücher & Kuscheldecken. Danach folgt das Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz. Heckwärts sind das Bistro La Vela, die Tapas y Mas Bar und das Restaurant Gosch Sylt. Am Heck befindet sich ein offener Bereich mit Bar des Tapas Y Mas.

Deck 12 und 14: Kabinen, X-Lounge, Sport, Sonnendeck, FKK-Bereich

Deck 12 (Horizont) hat bugwärts die Himmel und Meer Lounge, die Abtanz Bar sowie die lediglich für Suite-Gäste zugängliche X-Lounge. Auf Höhe des Poolbereichs gibt es weitere Liegen und den Joggingbereich sowie die Überschau Bar. Ab den mittleren Aufzügen befinden sich hier Kabinen (Junior Suiten, Balkon- und Innenkabinen). Zum Heck hin ist der Outdoor-Sportbereich (kombinierter Tennis-, Volleyball-, Basketballplatz) sowie der Golf-Abschlagplatz mit Putting Green. Mittig zum Pool sind hier zudem die Hängematten. Auf Deck 14 (Brise) sind bugwärts die kostenpflichtigen Entspannungsinseln (8 EUR/Stunde) sowie das FKK-Deck. Im hinteren Bereich ist ein weiteres Sonnendeck mit Liegen und der Golfsimulator.

Kabine

Die Außenkabine der Kategorie B erwies sich als angenehm geräumig. Wir hatten eine Flex-Außenkabine gebucht und letztlich Kabine 4061 (Kategorie B) auf Deck 4 (Seestern) bekommen. Diese Kabine befindet sich auf der (linken) Backbord-Seite des Schiffs mittschiffs vorne ziemlich genau zwischen den mittleren Aufzügen im Atrium und den vorderen Aufzügen. Über dieser Kabine sind auf Deck 5 ebenfalls Kabinen.

Kabinendetails

Rechts von der Tür sind die Schränke. Zwei Flügeltüren mit Kleiderbügeln, teilweise solche, die man auch herausnehmen kann. Im Schrank fanden sich die Bademäntel und die Hausschuhe. Oben auf der Ablage sind zwei zusätzliche Wolldecken. Hinter der dritten Flügeltür ist ein halbhoher Hängebereich mit Kleiderbügeln und darunter drei Schubladen. Oben in der Ablage war eine der Rettungswesten (die andere auf der oberen Ablage hinter Tür vier). Hinter Tür vier befinden sich neben der oberen Ablage drei Fachböden. Auf dem obersten ist der Safe, der aber nur für Pässe, Geldbeutel und ähnliches ausreicht. Das Netbook passte nicht hinein. Unter den Fachböden sind nochmals drei Schubladen.

Nespresso-Maschien in jeder Kabine
Nespresso-Maschien in jeder Kabine

Es folgt schräg ein offenes Regal. Auf dem oberen Brett finden sich die Wasserflaschen (je eine mit und ohne Kohlensäure pro Passagier), die täglich ersetzt werden. In der Mitte ist die Nespresso-Maschine samt einer Steckdose (230V, europäisch) und einer Box mit je 2 Kapseln der Sorte Ristretto (schwarz), Decaffeinato Intenso (rotbraun), Vivalto (hellblau), Milchdöschen, Zucker und Süßstoff. Zwei weitere Döschen Vivalto lagen am Spiegeltisch. Eine Kapsel pro Person/Tag sind inkludiert, weitere kosten 1 EUR pro Kapsel. Auf der unteren Ebene sind je zwei Kaffee- und zwei Espressotassen mit Untertassen und Löffeln. Darunter findet sich ein Auszug zur Verlängerung der Ablagefläche.

Ganz unten ist die Minibar, deren Inhalt jedoch- außer bei den Suiten – kostenpflichtig ist (Preise siehe unten). Über dem eigentlichen Kühlschrank findet sich beim Öffnen der Tür eine Preisliste, ein Kugelschreiber und ein Flaschenöffner. Im Kühlschrank sind zwei Dosen Cola, zwei Dosen Cola Light (je 2,10 Euro), zwei Flaschen Becks (je 2,90 Euro), eine Flasche Weißwein (eine Flasche Rotwein steht oben in der obersten Ablage, je 4,20 Euro), ein Piccolo (6,50 Euro), zwei Flaschen Säfte (je 1,90 Euro), zwei Flaschen Schweppes (zwei Sorten, je 1,90 Euro), je zwei Flaschen Gordon´s Gin (je 4,90 Euro), Havana Club Rum (je 4,90 Euro), Moskovskaya Wodka (je 4,60 Euro), Johnny Walker Red Label Whiskey (je 4,90 Euro) und Campari (je 3,60 Euro). Ungekühlt ist eine Flasche Courvoisier Cognac im obersten Fach (4,90 Euro). Die Spirituosen haben jeweils 0,04 bzw. 0,05 l, der Wein 0,25 l, der Sekt 0,20 l, das Bier und die Cola je 0,33 l, Schweppes und Säfte je 0,2 l. An der Wand hängt eine Plexiglasablage für Kataloge.

Schreibtisch, Spiegel

Frisier- und Schreibtisch
Frisier- und Schreibtisch

Gegenüber ist der Frisier- und Schreibtisch mit einem großen, beleuchtbaren Spiegel. Links an der Wand ist eine Steckdose 230 V, europäisch, und eine US-110V-Steckdose. Darunter befindet sich eine Schublade mit dem zweiten Fön (1200 W, mit US-Stecker). Auf der Schreibfläche ist eine Box mit Kosmetiktüchern sowie ein Glastablett mit Gläsern (Wasser, Wein, Sekt) und eine Blumenvase. Links an der Wand befindet sich ein Flachbild-Fernseher. In der Infomappe auf dem Schreibtisch ist eine Senderliste enthalten (alle Standard-Programme sind verfügbar). Rechnungen, Tagesprogramm oder Ähnliches werden am TV-Gerät jedoch nicht angezeigt. Ein kunstlederner Würfelhocker dient als Stuhl.

Betten

Das Bett (ca. 1,80 auf 2 m) steht unter dem quadratischen Panorama-Fenster. Das Doppelbett kann auf Wunsch auch in zwei Einzelbetten getrennt werden. Rechts und links sind Nachtkästchen mit zwei Schubladen und einer Lampe (bei getrennten Betten stehen die Nachtkästchen mittig und die Betten jeweils an der Wand). Radio, Wecker oder Uhr sind nicht vorhanden. Auf einem der Nachtkästchen steht das Telefon (mit Zeitanzeige). Rechts neben dem Schreibbereich sind noch 2 Kleiderhaken an der Wand. In der Infomappe ist neben der Senderübersicht ein Infoblatt zur Erreichbarkeit (Telefon, Internet und mehr), eine Postkarte, ein Bestellblock für Zeitungsauszüge (je 4,50 Euro), das Bord A-Z, welches auch schon in den Reiseunterlagen enthalten ist, sowie Informationen zur Sicherheit, Umweltschutz und anderen gesetzlichen Vorschriften.

Badezimmer

Badezimmer
Badezimmer

Rechts und links der Badtüre befinden sich raumhohe Spiegel. Innen an der Badtüre sind vier Haken. Seitlich am Rahmen ist ein Flaschenöffner montiert. In der Dusche mit abnehmbarem Duschkopf ist eine Eckablage sowie ein Dispenser für Duschgel/Shampoo. Oben befindet sich eine ausziehbare Wäscheleine. Ein schmaler Flügel der Dusche lässt sich wegklappen. Es gibt aber keine geschlossene Duschwand, so dass immer die Gefahr einer Überschwemmung besteht. Rechts neben der Marinetoilette ist ein Spender für Hygienebeutel. Darüber befinden sich zwei Handtuchstangen und eine Ablage. Es gibt Duschtücher und Handtücher in orange und gelb, aber keine Waschlappen. Hinter der Toilette ist ein Schlauchfön an der Wand angebracht, der auch über eine Steckdose für Rasierapparate verfügt.

Im großen, gut beleuchteten Spiegel ist ein kleiner runder Vergrößerungsspiegel aufgesetzt. Links befinden sich zwei große Eckablagen mit Glasboden sowie zwei Zahnputzgläser. Ein Seifenspender (es gibt keine Seifenstücke) wird ergänzt durch je ein Fläschchen Bodylotion, Shampoo und Conditioner (jeweils 60 ml). Außerdem gibt es eine Nagelfeile, ein Nähset sowie eine Packung mit 3 Wattestäbchen und 3 Abschminkpads. Unter dem Waschtisch befindet sich hinter der ersten Klappe weiteres Toilettenpapier und eine Ersatzbox Kosmetiktücher. Hinter der zweiten Klappe versteckt sich der Mülleimer. Ganz rechts ist eine Tür mit zwei Fächern. Insgesamt ist die Ablagefläche für Kosmetiktaschen/Waschbeutel eher klein, so dass Taschen zum Aufhängen praktischer sind.

Klimaanlage

Die Klimaanlage kann über einen Drehregler verstellt werden. Der Auslass ist so, dass wir keinen Zug verspürt haben. Im Bad ist hingegen die Lüftung deutlich zu schwach. Badetücher lagen bei Ankunft auf dem Bett, sind aber am Pool ebenfalls erhältlich.

Ruhig, bis auf An-/Ablegemanöver

Unsere Kabine erwies sich als ziemlich ruhig – mit Ausnahme von An- und Ablegemanövern. So waren wir deutlich früher als geplant wach – so gegen 5 Uhr liefen wir im Puerto de la Luz von Las Palmas ein. Obwohl wir auf der Seeseite waren, war es unter uns auf Deck 3 ziemlich laut!

Inside-Tipps

Jedes Schiff hat seine Besonderheiten und Geheimnisse, auf die man als Neuling womöglich erst nach einigen Tagen stößt. Hier sind unsere Top-10-Tipps zur Mein Schiff 1:

Die Bar mit der schönsten Aussicht ist die Aussicht-Bar am Heck auf Deck 7 hinter dem Spielcasino. Leider ist hier aber Raucherbereich. Bequem sind die runden Liegen für zwei Personen.

Bester Platz für einen Cappuccino, Espresso oder Latte Macchiato ist die Naschbar, die auch Außenplätze auf der Promenade hat. Bester Platz für ein ruhiges Stündchen sind die runden Korbliegen für Zwei am Heck bei der Aussicht Bar. Leider ist auch dort Raucherbereich.

Die Cocktail-Karten der einzelnen Bars sind unterschiedlich, also durchaus mal überall in die Karten rein sehen. Außerdem gibt es täglich einen alkoholischen und einen alkoholfreien Cocktail des Tages (im Tagesprogramm).

Wer das TUI-Schlüsselband für seine Bordkarte erwerben möchte, sollte dies am Anfang der Reise machen. Am ersten Tag gibt es als Angebot zwei Schlüsselbänder für 4,95 Euro. Später kostet das Band pro Stück 3,95 Euro. Die Bordkarte ist übrigens bereits gelocht. Erstaunlicherweise lag die Anzahl der Schlüsselband tragenden Passagiere bei deutlich mehr als der Hälfte.

Die Außenkabinen der Kategorie C haben teilweise ein Bullauge (Kabinen ganz vorne auf Deck 4) statt einem Panoramafenster oder eine Sichtbehinderung. Letztere besteht darin, dass die Fenster mit der Folie der Mein-Schiff-Schriftzüge beklebt sind. Es handelt sich zwar nicht um eine durchgehend bedruckte Folie, sondern um Farbpunkte. Dennoch ist ein Durchsehen kaum möglich. Unsere Kabine (Kategorie B) hatte an der linken unteren Ecke ein Stück der Folie.

Auf Deck 5 und 10 befinden sich im Treppenhausbereich B Schuhputzautomaten, ebenso auf Deck 12 im Treppenhaus C und Deck 10 im Treppenhaus A.

Auf den Kabinengängen befinden sich Wasserspender für den kleinen Durst zwischendurch.

Die Treppenhäuser tragen zur leichteren Orientierung die Buchstaben A (Vorne), B (Mitte), C (Hinten). Merkhilfe: A (Vorne = Anfang).

Neben einer 230V-Steckdose gibt es auch eine 110V-US-Steckdose in der Kabine (der Fön auf unserer Kabine war ein US-Modell). Also besser einen Adapter mitbringen, um die Zahl der Steckdosen für Ladegeräte für Handy, Digicam und Co. zu verdoppeln.

Das Tagesprogramm ist nach Themen aufgebaut: „Unterhaltung, Spiel und Spaß“, „Musik, Tanz und Show“, „Kompass – Wissen auf See“, „Land, Leute und Ausflüge“, „Sport, Spa und Wellness“ sowie „Essen und Trinken“. Eine durchgehende chronologische Auflistung der Aktivitäten fehlt leider, so dass ein Textmarker unverzichtbar ist, um nichts zu verpassen. Teilweise tauchten auch einzelne Aktivitäten gar nicht in der Auflistung auf, sondern nur in den ausführlicheren Beschreibungen, also alles Lesen! Nach Auskunft von Kreuzfahrt-Direktorin Doreen Kümpel soll das Tagesprogramm aber demnächst umgestellt werden auf eine chronologische Auflistung der Aktivitäten.

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