Per Livestream berichtete unter anderem die Birbane Times die ganze Nacht über von der "Parbuckling"-Aktion

Aufrichten der Costa Concordia erfolgreich abgeschlossen

Die Costa Concordia steht wieder, die „parbuckling“ genannte Aktion des Aufrichtens des gekenterten Kreuzfahrtschiffs vor der toskanischen Insel Giglio war erfolgreich. Diese Erfolgsmeldung kam am 17. September um 4 Uhr morgens.

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Knapp 19 Stunden nach Beginn der kritischsten Phase der Bergung der Costa Concordia sitzt das Kreuzfahrtschiff-Wrack nun auf einer künstlichen Plattform 30 Meter unter Wasser. Im nächsten Schritt wird die Concordia nun auf der Plattform gesichert, auf der sie an dieser Stelle überwintern soll.

Währenddessen sollen auch auf der Steuerbordseite 15 große Tanks (Sponsons) angeschweißt werden, die um Frühjahr zusammen mit ihren Gegenstücken auf der Backbordseite wie ein Schwimmdock funktionieren sollen: Langsam leer gepumpt sollen sie der Costa Concordia genug Auftrieb geben, um sich vom Grund zu lösen und wieder aufzuschwimmen.

Auch während der Nacht berichteten Medien aus aller Welt von der Bergungsaktion in Giglio, darunter auch in Live-Streams im Internet die deutschen TV-Sender ARD (Tagesschau), N24 und NTV. Aber auch auf der anderen Seite der Welt war das Interesse an der Aktion groß – selbst die Brisbane Times aus Australien streamte die Aktion live auf ihrer Website.

Jetzt hat allerdings zunächst die Suche nach den zwei noch vermissten Opfern des Unglücks vom 13. Januar 2012 Vorrang. 30 der 32 Opfer waren in den Wochen nach der Katastrophe geborgen worden, ein indisches Besatzungsmitglied und eine Passagierin aus Sizilien blieben bis heute vermisst. Man hofft nun, die Leichen der beiden noch im Wrack zu finden.

Und auch Wertgegenstände aus den Tresoren der Kabinen und anderswo am Schiff sollen im Zuge der Bergungsaktion geborgen und an ihre Eigentümer zurückgegeben werden.

Eine Sorge vor allem auch der Anwohner bleibt: An Bord der Costa Concordia befinden sich große Mengen an Chemikalien, Flüssigkeiten und Lebensmitteln, die für erhebliche Umweltschäden sorgen könnten, wenn sie austreten. Bislang seien, so die Behörden, aus dem Wrack allerdings keine Schadstoffe ausgetreten. Der Treibstoff war aus den Tanks der Cost Concordia schon kurz nach dem Unglück abgepumpt worden.

Offen ist nach wie vor auch die Frage, wohin die Costa Concordia im Frühjahr zur Verschrottung geschleppt werden soll. Die italienische Regierung favorisiert eine italienische Werft, um entsprechende Arbeitsplätze im eigenen Land zu schaffen oder zu erhalten. Allerdings wurde bislang noch keine Werft identifiziert, die mit einem so großen Schiff umgehen kann beziehungsweise die ohne Ausbaggern von Fahrrinnen überhaupt erreicht werden könnte.

1 Kommentar zu “Aufrichten der Costa Concordia erfolgreich abgeschlossen

  1. von oben herunter abtragen, bis nur noch die Außenhülle in den Schwimmkörpern hängt. und dann nicht zu tief als künstliches Riff versenken, damit es für alle Generationen als Warnung in die Seekarten kommt .

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