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Ausflugsboot mit 55 Passagieren der Mein Schiff 1 sinkt vor der Dominikanischen Republik

In der Bucht von Samana in der Dominikanischen Republik ist ein Ausflugsboot mit 55 Passagieren der Mein Schiff 1 von TUI Cruises gesunken. Glück im Unglück: Alle Passagiere konnten innerhalb einer halben Stunde gerettet werden, von größeren Verletzungen ist bislang nichts bekannt. Das Unglück ereignete sich am Sonntag, 9. November 2025.

Bei einem Ausflug in einem zwölf Meter langen Katamaran „Boca de Yuma I“ entlang der Küste hatte das Boot nahe der Cayo Levantado, knapp zehn Kilometer von Samana entfernt, offenbar schnell Wasser aufgenommen und soll innerhalb weniger Minuten gesunken sein. Die Gründe dafür werden nun untersucht.

TUI Cruises schreibt in einer Stellungnahme, Passagiere und die Bootsbesatzung hätten davon berichtet, dass das Boot „mit irgendetwas im Wasser kollidiert“ sei. Der Kapitän des Bootes habe Kollegen im Umkreis direkt kontaktiert und um Hilfe gebeten, weshalb man auf der Brücke der Mein Schiff 1 mangels entsprechenden Funkverkehrs zunächst nichts von dem Unfall wusste. Man sei erst von den lokalen Behörden informiert worden, nachdem die Bootsbesatzung auch die Zentrale der Ausflugsagentur an Land angerufen und den Notfall gemeldet habe.

An Bord befanden sich 55 Passagiere der Mein Schiff 1, die derzeit in 7- und 14-tägige Kreuzfahrten in der Karibik fährt. Entgegen ersten Meldungen befanden sich unter den Ausflüglern laut TUI Cruises keine Kinder. Aus diversen Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Crew des Ausflugsbootes besonnen und professionell reagiert habe. Auf Fotos sind Passagiere rund um das umgekippte, an der Oberfläche treibende Ausflugsboot mit Schwimmwesten im Wasser zu sehen.

Die lokale Küstenwache sowie andere Boote in der Nähe seien zu Hilfe gekommen und hätten die Passagiere aus dem Wasser geholt. Das Wasser hat in der Bucht von Samana derzeit eine Temperatur von 29 Grad.

Bei dem Ausflug handelte es ich um einen von TUI Cruises vermittelten, aber von einem lokalen Tour-Anbieter durchgeführten Ausflug. Laut TUI Cruises habe man denselben Ausflug in Samana bereits in der Woche davor durchgeführt. Eine Mitarbeiterin des Mein-Schiff-Ausflugsteams sei dabei mit an Bord gewesen. Es habe eine zugelassene Kapazität von 80 Passagieren, der in Medien vereinzelt erhobene Vorwurf, das Boot könnte überladen gewesen sein, lasse sich leicht entkräften, so TUI Cruises.

Alle Passagiere sind nach dem Unfall auf die Mein Schiff 1 zurückgekehrt und setzen ihre Kreuzfahrt fort. TUI Cruises bietet nach eignen Angaben an Bord der Mein Schiff 1 psychologische Betreuung für die Betroffene an und fliegt eine weitere Psychologin ein.

(Upd.) Laut TUI Cruises war der Veranstalter des Ausflugs CS Adventures SRL mit Hauptsitz in Santo Domingo, und zumindest nicht direkt Embat Tours, die das lokale News-Medium El Nuevo Diario als Betreiber für das Ausflugsboot nennt. Mit CS Adventures arbeitet TUI Cruises jedenfalls regelmäßig zusammen.

Stopps in Dominikanische Republik war Ersatzprogramm für Jamaica

Eigentlich hätte die Mein Schiff 1 an dem Unglückstag in Jamaica sein sollen. Doch wegen der Hurrikan-Katastrophe dort hatte TUI Cruises die Fahrtroute der Mein Schiff 1 kurzfristig geändert und mehrere Häfen in der Dominikanischen Republik als Ersatzprogramm in den Fahrplan aufgenommen: Isla Catalina am 8. November, Samana am 9. November und La Romana am 10. November, gefolgt von zwei Seetagen und einem Stopp in Costa Maya, Mexiko, bevor das Schiff auf seine ursprünglich geplante Route zurückkehrt. Auch ein teilweiser Passagierwechsel musste von Jamaica in die Dominikanische Republik verlegt werden.

7 Kommentare

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

7 Gedanken zu „Ausflugsboot mit 55 Passagieren der Mein Schiff 1 sinkt vor der Dominikanischen Republik“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Überschrift Ihrer Meldung ist äußerst unsensibel und falsch. Wäre das Boot „mit“ 55 Passagieren gesunken dann wären alle Passagiere ertrunken und nun tot.
    Das Boot ist alleine gesunken, die Passagiere konnten zum Glück gerettet werden. Das wäre die korrekte Beschreibung des Vorgangs.

  2. Hallo Herr Stark, ich will mich da nicht um Spitzfindigkeiten mit Ihnen streiten, man kann das natürlich so lesen und verstehen, wie Sie es deuten. Aber eine Überschrift muss immer verkürzen. Und die Überschrift steht ja auch nicht für sich allein, sondern es folgt ein Text, der die näheren Umstände ausführlich erklärt. Um aber doch noch ein wenig spitzfindig zu werden: „gesunken“ ist nicht dasselbe wie „versunken“ und auch wenn ein Boot versinkt (was hier noch nicht einmal geschehen ist), bedeutet das nicht automatisch, dass alle Menschen an Bord sterben. Die Überschrift sagt aber ohnehin lediglich aus, dass 55 Menschen an Bord des Boots waren, als das Boot sank. „Sinken“ beschreibt den Beginn des Ablaufs. In einem Punkt haben Sie aber recht und deshalb habe ich die Überschrift geringfügig geändert: Stellt man das „sinkt“ hinter die Passagiere, ist es weniger missverständlich.

  3. Hallo Herr Neumeier,
    mein Mann und ich sind gestern von dieser Reise mit Mein Schiff 1 zurückgekommen. Heute morgen liest mein Mann den Artikel mit dem gesunkenen Katamaran. Wir haben uns beide angeschaut und wussten nicht, ist das ein Scherz oder Wahrheit. Wir beide haben davon nichts mitbekommen. Am Montag gegen 17 Uhr haben wir das Schiff verlassen, da wir abgereist sind. Es ist uns ein Rätsel, wie es sein kann, dass man davon über 2 Tage nichts mitbekommt.
    Viola Nusche

  4. Hallo Frau Nusche, das überrascht mich auch. Ich wäre davon ausgegangen, dass sich sowas an Bord wie ein Lauffeuer herumspricht. Aber eine allgemeine Durchsage am Schiff wird TUI Cruises zu so einem Thema wohl eher nicht machen ;-)

  5. Hallo Herr Neumeier,
    wir waren auch auf dieser Kreuzfahrt und haben von dem Vorfall nichts mitbekommen. Es gab seitens der Reiseleitung keinerlei Informationen. Insgesamt waren die Informationen auch zu der Änderung der Route, bedingt durch den Hurrikan Melissa, sehr dürftig. Wir hatten ein Abreisepaket ( Rückflug ab Montego Bay ) über TUI Cruises gebucht und hatten mehr Informationen durch Freunde in Deutschland erhalten, als durch die Reiseleitung an Bord. Der Reiseleiter bestritt sogar, dass es eine Reisewarnung für Jamaika durch das auswärtige Amt gibt.
    Bei den Ausflügen von TUI Cruises und auch bei den Fahrten mit den Tenderbooten hatten wir den Eindruck, dass die Boote sehr voll und schon fast überfüllt waren. Man saß dicht an dicht und es wurden immer mehr Leute auf die Boote gepackt. Man saß Schulter an Schulter mit fremden Mitreisenden. Mit Wohlfühlen hatte dies nichts zu tun. Die teilweise kleinen Boote wurden mit so vielen Leuten besetzt, dass diese Schlagseite bekamen, weil zu viele Adipöse auf derselben Seite saßen. Der örtliche Tourguide konnte jedoch Schlimmeres verhindern und positionierte die Personen anders.
    Mein Fazit: Die Reederei versucht möglichst viel Geld mit den Ausflügen zu verdienen und setzt auf Masse statt Klasse. Ein Ausflugsboot mehr anmieten, um die Sicherheit zu gewährleisten und mehr Raum für die Teilnehmer zu schaffen. Ganz ehrlich, wer fühlt sich schon gerne wie die Sardine in der Dose?
    K.Blonski

  6. Hallo Herr Neumeier,

    Ihre Antwort auf Frau Nusches Kommentar finde ich eher unprofessionell. Auch wir befanden uns bis zum 10.11. auf dem Schiff und haben die Situation genauso wie Herr Blonski erlebt. Es war für uns die erste Kreuzfahrt, die uns aber leider nicht überzeugt hat. TUI cruises sollte sein Konzept überdenken.
    B. Kaufmann-Grebe

  7. Wir waren auch auf dem „Mein Schiff 1“. Es gab mindestens zwei kurze Erwähnungen des Unfalles in Durchsagen mit dem Inhalt, dass es einen Unfall auf einem Ausflugsboot gegeben habe, aber keine Personen zu Schaden gekommen seien. Auch bei der Information über die Reiseänderung war die Schiffsbesatzung sehr spät und sparsam. Das war insbesondere für die Gäste schlecht, die eine individuelle Abreise von Jamaika gebucht hatten. Für diese und damit auch für uns war dadurch nur wenig Zeit für eine Umbuchung der Flüge. Eine Unterstützung bei der Umbuchung des Abfluges wurde von der Reiseleitung abgelehnt. Das war kein guter Service

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