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Icon of the Seas (Bild: Royal Caribbean International)

Icon of the Seas – Neues, weltgrößtes Kreuzfahrtschiff ausgeliefert

Die Werft Meyer Turku hat da neue, weltgrößte Kreuzfahrtschiff Icon of the Seas fertiggestellt und am 28. November 2023 an Royal Caribbean International ausgeliefert. Ende Januar 2024 sticht sie von Miami aus erstmal mit zahlenden Passagieren in See.

Sieben Jahre seit Planungsbeginn und rund 900 Tage der konkreten Konstruktion und des Baus gingen dem 28. November 2023 voraus, bevor die Icon of the Seas nun offiziell an die Reederei übergeben wurde. Über 1.200 Besatzungsmitglieder und Mitarbeiter feierten die Übergabe des neuen Mega-Kreuzfahrtschiffs laut Royal Caribbean in Turku. Auch für die noch deutlich unter den Folgen der Pandemie leidende Meyer-Werftengruppe ist die Auslieferung des Schiffs mit einem Auftragswert von über einer Milliarde Dollar ein wichtiger Meilenstein.

Übergabe-Feier in Turku im Aqua-Dome der Icon of the Seas (Bild: Royal Caribbean International)
Übergabe-Feier in Turku im Aqua-Dome der Icon of the Seas (Bild: Royal Caribbean International)

Bis die Icon of the Seas von Miami aus erstmals mit Passagieren in See sticht, dauert es allerdings noch einige Wochen. Zunächst fährt das Schiff vom finnischen Turku nach Cadiz in Spanien, wo unter anderem der Central Park – der zentrale Freiluftpark in der Schiffsmitte – mit über 10.000 Pflanzen und Bäumen bepflanzt wird, was im winterlichen Turku nicht möglich ist. Nach der anschließenden Atlantik-Passage absolviert die Icon of the Seas ab Mitte Januar dann einige Vorabfahrten für Reisebüros und Medienvertretern, bevor sie am 27. Januar 2024 zu ihrer ersten, offiziellen Reise mit zahlenden Passagieren in See sticht.

Die Icon of the Seas ist das erste Kreuzfahrtschiff der neuen Icon-Class-Baureihe und das erste Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean International, das mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff LNG, flüssigem Erdgas, fährt. Eine technische Neuheit in der Kreuzfahrtbranche insgesamt ist ein Müllkraftwerk in größerer Dimension, das an Bord anfallenden Müll nicht nur verbrennt, sondern die dabei entstehende Energie direkt für den Schiffsbetrieb nutzt.

Die Icon of the Seas bietet Platz für 5.610 Passagiere bei Standardbelegung der Kabinen und bis zu 7.600 Passagiere bei Vollauslastung. Die Crewstärke beträgt 2.350. Das Schiff ist 365 Meter lang und hat eine Tonnage von BRZ 248.663. Damit ist die noch vor den Schiffen der Oasis Class, ebenfalls von Royal Caribbean, das nun größte Kreuzfahrtschiff der Welt.

Das nächste Schiff der Icon-Class, die Star of the Seas, ist bei Meyer Turku bereits in Bau und soll 2025 in Dienst gehen. Der erste Stahlschnitt für die Star of the Seas fand dort im Februar 2023 statt.

6 Kommentare

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

6 Gedanken zu „Icon of the Seas – Neues, weltgrößtes Kreuzfahrtschiff ausgeliefert“

  1. Ein furchtbares (Monster)-Schiff.
    Stichwort Massentourismus: Schiffe, für mehr als etwa 3.500 Passagiere,
    hätten von Anfang an gesetzlich gar nie gebaut werden dürfen.

    Vor etwa 20 Jahren war diesbezüglich noch alles okay,
    doch dann hat dieser Wahnsinn langsam begonnen. Leider !

  2. @Manfred: Dann dürfte man auch Städte mit mehr als 3.5000 Einwohnern (oder Hotelbetten) nicht bauen? Es ist ja nun nicht so, dass es außerhalb der großen Kreuzfahrtschiffe keinen Massentourismus gäbe. Zumal die konsequente Ablehnung von Massentourismus schon auch ein wenig arrogant ist – nix für ungut. Nicht jeder auf der Welt kann sich halt kleine Luxusschiffe, teure Urlaube in einsamen Almhüten etc. leisten. Auch wer nicht so viel Geld hat, sollte doch Urlaub machen dürfen, oder? Und das geht halt nunmal nur bzw. im Wesentlichen mit Massentourismus …
    Und woher kommt diese resolute Ablehnung von allem, was einem persönlich nicht gefällt? Vielleicht (bzw. sogar ziemlich offensichtlich) gibt’s doch Menschen, denen solche Schiffe gefallen. Warum soll man denen verbieten, was ihnen gefällt? Jedem das Seine – was ist daran falsch?

  3. @Franz
    Du schreibst: „Vielleicht (bzw. sogar ziemlich offensichtlich) gibt’s doch Menschen, denen solche Schiffe gefallen.
    Warum soll man denen verbieten, was ihnen gefällt?“

    Ja natürlich lieben mehr als genug Maschinen solche Monster-Schiffe.

    Du hast meinen Kommentar scheinbar nicht richtig verstanden.
    Ich schrieb, solche Schiffe hätten gesetzlich nie gebaut werden dürfen.
    Dann gäbe es auch erst gar nicht die Möglichkeit, solche schwimmenden Hochhäuser zu mögen.

    So etwas Verrücktes und Idiotisches kann man nämlich generell (!) gar nicht herstellen, um nicht (zu) viele Menschen zu finden,
    die das auch lieben werden. Denn für jeden Schwachsinn findet sich eine Klientel.
    Deshalb gehören solche Dinge bereits im Keim gestoppt, so lautet meine Message.
    Wenn irgend etwas Wahnsinniges erst einmal Realität ist, dann ist es leider zu spät. Und das gilt für Alles auf dieser Welt.

  4. Ich habe das schon richtig verstanden, kann aber trotzdem die Motivation nicht nachvollziehen, warum man anderen Menschen etwas verbieten sollte (darauf läuft auch ein Gesetz hinaus, das Dinge von Anfang an unterbindet), nur weil irgendjemand es nicht mag, hässlich findet o.ä. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der andere darüber entscheiden, was ich zu mögen habe und was nicht. Dann sind wir nämlich nicht mehr in einer freiheitlichen Gesellschaft, sondern in einer autoritären oder gar totalitären.

  5. Auch eine österreichische Tageszeitung hat heute in einem Artikel,
    dieses Schiff „ein neues schwimmendes Ungetüm“ bezeichnet :-)
    Wahre Worte !

  6. @Manfred:
    Niemand hat zu entschieden, was dem Markt gefällt und was nicht ! Schon gar nicht die Politik !
    Man darf (und soll) gerne an den Umweltauflagen schrauben, aber der Rest sollte der Bevölkerung überlassen werden.

    Ich persönlich brauche solche Schiffe auch nicht.Aber wem es gefällt,der soll es nutzen dürfen.

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