American Queen

Comeback für Mississippi-Raddampfer American Queen

Der Mississippi-Raddampfer American Queen geht bald wieder auf Kreuzfahrt.Wie der bisherige Eigentümer der American Queen, die US-Behörde MARAD bestätigte, ist das Flusskreuzfahrtschiff für 15,5 Millionen Dollar an ein Unternehmen verkauft worden, dessen CEO John Waggoner ist. Waggoner ist President und CEO der Hornblower Marine Services, einem der großen Schiffs- und Fährbetreiber im in den USA mit Sitz in New Albany, Indiana, direkt am Ohio River. Hornblower hatte unter anderem auch einige Jahre den historischen Raddampfer Belle of Louisville betrieben.

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Update: Buchungsbeginn für die Reisen war der 30. September 2011.

Gerüchten zufolge soll das neue Unternehmen ein Joint Venture zwischen American Cruise Line (ACL) und Hornblower sein und unter dem Namen „The Great American Steamboat Company“ firmieren. Jedenfalls hatte sich ACL bereits vor einiger Zeit entsprechende Trademark-Rechte gesichert. Auch baut ACL derzeit ein neues Kreuzfahrtschiff im Stil eines Raddampfers, das 2012 in Betrieb geht.

Die Web-Domain mit gleichem Namen gehört Ken Girgsby, der in Zusammenhang mit dem Kauf der American Queen ebenfalls seit einiger Zeit als COO des neuen Unternehmensim Gespräch war. Girgsby ist derzeit Vicepresident Hotel Services bei dem im kalifornischen Oakland ansässigen Unternehmens Uncommon Journeys.

Das Flußkreuzfahrtschiff American Queen ist im Stil historischer Mississippi-Raddampfer gebaut, die Heck-Schaufelräder werden mit echten Dampfmaschinen angetrieben. Die American Queen ist der größte je gebauter Fluß-Raddampfer und hat zusätzlich zwei Z-Drives zur Unterstützung beim Antrieb, außerdem verfügt das Schiff über Bugstrahlruder zur besseren Manövrierbarkeit.

Die American Queen – 1995 in Betrieb genommen und von der staatlichen MARAD finanziert – lag zuletzt auf einem See nahe Beaumont in Texas auf Reede, wo die MARAD zahlreiche von ihr mitfinanzierte Schiffe parkt, deren Eigentümer in Konkurs gegangen sind. Unseren Quellen vor Ort zufolge befindet sich die American Queen in sehr gutem Zzustand und ist ohne größere Renovierungsarbeiten fahrbereit. Sie ist 128 Meter lang und bietet auf fünf Decks in 222 Kabinen Platz für bis zu 436 Passagiere.

Die American Queen stammt aus der Konkursmasse von Majestic America Line, einer Tochter von Ambassadors International, zu deren Unternehmensgruppe auch Windstar Cruises gehört, für die erst kürzlich das insolvenzverfahren nach Chapter 11 beantragt wurde. Majestic America Line war bereits 2008 in Konkurs gegangen. Neben der American Queen gehörte auch die historische, 1928 gebaute Delta Queen (heute Hotelschiff in Chattanooga, Tennessee) sowie die Columbia Queen (Columbia River) und Queen of the West (Columbia River, jetzt bei American Cruise Lines), Empress of the North (Alaska Inside Passage, Columbia River) und Contessa (Alaska). Ebenfalls in der Flotte von majestic America Line fuhr die Mississippi Queen, die nach vielen gescheiterten Rettungsversuchen derzeit in Louisiana verschrottet wird.

 

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