Erste mittelfristige Routenänderungen nach Irma

Norwegian Cruise Line hat als erste Reederei bereits nach wenigen Tagen auf die massiven Schäden reagiert, die Hurrikan Irma in der Karibik angerichtet hat. Royal Caribbean hat inzwischen ebenfalls Routen zunächst bis Ende Oktober geändert.

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Alle Kreuzfahrtrouten der Norwegian Escape in die östliche Karibik bis November ändert Norwegian Cruise Line auf die Route in der westlichen Karibik.

Royal Caribbean läuft mit den Oasis-Class-Schiffen die Häfen von St. Maarten und St. Thomas zunächst bis in den späten Oktober 2017 nicht mehr an und weicht insbesondere nach St. Kitts aus und ergänzt teils um Stopps in Labadee (Haiti) und Nassau.

Die von Puerto Rico aus operierende Adventure of the Seas ersetzt die beiden Häfen durch St. Croix, Bonaire und St. Kitts. Nach derzeitiger Planung (Stand: 16.9.) würden St. Thomas und St. Maarten erstmals wieder ab 24. Oktober angelaufen werden – ob sich der Termin halten lässt, ist aber noch unklar.

Empress of the Seas und Enchantment of the Seas laufen im September Key West nicht an und legen stattdessen einen Seetag ein.

MSC nimmt dagegen die regulären Kuba-Routen mit der MSC Opera am 16. September wieder auf. Die MSC Divina wird am 16. September die westliche statt östliche Karibik-Route fahren, ab 23. September dann wieder in den regulären Turnus zurückkehren. Auf der östlichen Route wird lediglich Philipsburg/St. Maarten durch Antigua ersetzt, bis St. Maarten wieder angefahren werden kann.

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Celebrity Cruises und Carnival Cruise Line haben ebenfalls zunächst nur die Routen der unmittelbar bevorstehenden Kreuzfahrten bis zum 18. September angepasst und läuft die besonders schwer getroffenen Inseln auf diesen Reisen nicht an.

Princess Cruises ändert die Route der Caribbean Princess, Abfahrt 7. Oktober, und verlegt einen Hafenstopp von St. Thomas nach San Juan.

Carnival Cruise Line ändert Routen zahlreicher Schiffe und nennt die Ausweichrouten aktuell jeweils bis zu vier Wochen vor Abfahrt.

(Stand der Informationen: 19. September 2017. Bitte informieren Sie sich für weitere Kreuzfahrten bei Ihrem Reisebüro oder der Reederei direkt – diese Liste hier wird nicht weiter aktualisiert.)

Schäden nach Hurrikan Irma

In der östlichen Karibik hat Hurrikan Irma unter anderem in den großen Kreuzfahrthäfen St. Maarten sowie auf den britischen und U.S. Virgin Islands (insbesondere St. Thomas, St. John) massive Schäden angerichtet und Infrastruktureinrichtungen zerstört.

Genauere Informationen zu den Schäden im Detail und wie lange ein Wiederaufbau dauern wird, um Kreuzfahrtpassagiere dort wieder in größere Menge zu empfangen, ist noch unklar. Die meisten Reedereien haben bislang noch keine Routenänderungen bekannt gegeben.

Halbwegs von Irma verschont blieben sind – in Hinblick auf die Kreuzfahrt – beispielsweise Barbados und Puerto Rico. Letzteres dient derzeit als wichtiger Knotenpunkt für erste Hilfslieferungen und zu Ausfliegen von Menschen aus der betroffenen Region. Auch die Bahamas sind offenbar glimpflich davon gekommen.

6 Kommentare zu “Erste mittelfristige Routenänderungen nach Irma

  1. Lieber Franz, die „östliche Karibik“ ist doch vom Hurrikan schwer zerstört worden, Wieso soll NCL dann seine Schiffe ausgerechnet dort hon fahren lassen? Neues Ziel wesetliche Karibik wäre doch logischer, oder täusche ich mich da?

  2. Lieber Uwe, Danke!! Du hast natürlich völlig Recht. Vor lauter Hurrikan-Beobachtung bringe ich jetzt schon die Himmelsrichtungen durcheinander. Ich hab’s korrigiert :-)

  3. „Irma“ hat sich längst verzogen, trotzdem fährt AIDAluna gar nicht die angegebene Reiseroute. Woran liegt das denn jetzt noch? Vielen Dank für eine Info!

  4. Hallo Petra,
    Die AIDAluna hat St. Maarten auf der regulären Route. Dieser Hafen ist derzeit noch nicht für Kreuzfahrtschiffe geöffnet. Es ist angekündigt, dass St. Maarten im November wieder geöffnet sein wird. Es bleibt aber natürlich die Entscheidung der Reederei, ob sie dann den Hafen wieder anfährt.
    Auch Tortola, Dominica, St. Thomas, St. Croix oder San Juan/Puerto Rico sind derzeit nicht anfahrbar.
    Auch wenn die Hurricanes Irma und Maria inzwischen aus der Karibik abgezogen sind, die Zerstörung ist vorhanden und je nach Grad der Zerstörung sind die Inseln früher oder später wieder bereit, Touristen von Kreuzfahrtschiffen zu empfangen.
    Gruß
    Carmen

  5. Hallo Carmen,
    das meinte ich nicht. Die AIDAluna ist noch nicht in der Karibik, sondern fährt von New York über Bermudas, Bahamas, Florida zurück nach New York. Normalerweise wäre nach New York Hamilton dran, aber AIDAluna fuhr erst mal nach Baltimore und bleibt dort auch recht lange. Irgendwie komisch…
    LG Petra

  6. Hallo Petra,
    das kann aktuell noch an Hurricane Maria liegen, der – inzwischen nur noch Tropical Storm – vor der Ostküste der USA herumdümpelt (genau zwischen der Ostküste und den Bermudas).
    Gruß
    Carmen

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