Expeditions-Anbieter Polar Kreuzfahrten meldet Insolvenz an

Polar Kreuzfahrten hat Insolvenz angemeldet. Der auf Arktis- und Antarktis-Reisen spezialisierte Anbieter von Expeditionsreisen arbeitet nach eigenen Angaben daran, die geplanten Reisen dennoch durchführen zu können.

Die hinter Polar Kreuzfahrten stehende Fietz GmbH nennt als Grund für die Insolvenz „erhebliche Widrigkeiten bei den in der Arktis und Antarktis eingesetzten Schiffen“. Zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und den Reedereien der jeweiligen Schiffe erarbeite man derzeit Lösungen, um die Reisen dennoch stattfinden zu lassen.

Für die Kreuzfahrten mit der MS Quest sei bereits eine Lösung gefunden und die Kunden entsprechend informiert worden. Für weitere Reisen stünden die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss.

Das inhabergeführte Unternehmen Polar Kreuzfahrten von Frank Fietz hatte sich einen guten Namen als deutscher Anbieter von Polar-Expeditionen gemacht und ist seit vielen Jahren im Geschäft. Für die Reisen chartert Polar Kreuzfahrten jeweils kleine Schiffe wie die Quest, Balto oder Togo oder bucht kleine Gruppen als Teil-Charter.

2 Kommentare zu “Expeditions-Anbieter Polar Kreuzfahrten meldet Insolvenz an

  1. Für uns gab es keine Lösung. Die Disco- Bay- Grönland Reise im Juni 2019 wurde storniert, weil das Schiff MS Togo vom Eigner in Spitzbergen gebraucht würde. Merkwürdig war dabei, dass die Rückerstattung des 15.116€ Reisepreises nicht von der Frank Fietz GmbH, sondern von deren Versicherung, die bei Insolvenz eintritt nach Beantragung durch uns erfolgen sollte. Dies als bisher einziger indirekter Hinweis auf Insolvenz. Ich glaube nicht, dass es für eine vom Veranstalter unter Angabe fadenscheiniger Gründe ohne Klartext stornierte Reise mit der MS Togo, die in 3 Wochen beginnen sollte, noch eine Chance auf Durchführung gibt. Insofern sind Ihre diesbezüglichen Äußerungen in Zweifel zu tiehen.

  2. @Thomas Klinger: Tut mir leid, dass ihre Grönland-Reise nicht stattfindet; das wäre sicherlich eine wunderschöne Reise geworden.

    Ich will nur kurz darauf Hinweisen, dass die Infos zu den Verhandlungen über die Durchführung der Reisen nicht von mir kommen, sondern vom Veranstalter. Ich zitiere lediglich indirekt deren Angaben. Meine *Vermutung* ist, dass vielleicht darüber verhandelt wird/wurde, ein Ersatz-Schiff für die Togo zu chartern. Wenn Sie allerdings bereits eine Erstattung für Ihre Reise bekommen haben, dann gibt’s da für diese Reise wohl wirklich keine Hoffnung mehr.

    Dass die Erstattung von der Insolvenzversicherung kommt, ist aus meiner Sicht übrigens nicht merkwürdig, sondern ganz normal. Denn könnte der Veranstalter rückerstatten, wäre er ja nicht zahlungsunfähig. Ob die Gründe fadenscheinig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber eine Insolvenz als solche ist aus meiner Sicht nicht fadenscheinig, sondern der letzte Ausweg, wenn einfach nichts mehr geht in einem Unternehmen. Ich habe Frank Fietz vor einigen Jahren persönlich kennengelernt und er ist jemand, der sicherlich alles dafür tun würde, eine Insolvenz abzuwenden. Er lebt für seine Reisen und seine Gäste und ich bin mir sicher, dass ihn selbst diese Insolvenz am allermeisten schmerzt.

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