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Richard Fain, Jason Liberty (Bilder: Royal Caribbean Group)

Führungswechsel bei Royal Caribbean Group: Jason Liberty wird Nachfolger von Richard Fain als CEO

Nach mehr als 33 Jahren gibt Richard Fain zum Jahresende 2021 seine Position als CEO der Royal Caribbean Group auf. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanz-Chef Jason Liberty. Richard Fain bleibt Vorsitzender des Board of Directors und Teil des Neubau-Teams.

Richard Fain zählt zu den bekanntesten Führungspersönlichkeiten in der Kreuzfahrtbranche und hat die Entwicklung der Kreuzfahrt in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich mit geprägt. Ganz zurückzuziehen wird sich Fain nach seinem Rücktritt als CEO zum 3. Januar 2022 freilich nicht. Er wird RCG zufolge weiterhin Vorsitzender des Board of Directors (Verwaltungsrat) bleiben und im Neubau-Team der Reedereigruppe eingebunden sein.

Der neue CEO der Royal Caribbean Group, Jason Liberty, kam 2005 zur Royal Caribbean Group und war auf verschiedenen Position in den Bereichen Finanzen, Strategie und im operativen Geschäft tätig, bevor er 2013 Chief Financial Officer (CFO) wurde. Nachfolger von Jason Liberty auf der Position des CFO wird Naftali Holtz, derzeit Senior Vice President of Finance bei der Royal Caribbean Group.

Zur Royal Caribbean Group gehören die Marken Royal Caribbean International, Celebrity Cruises, Silverseas Cruises sowie das 50:50-Joint-Venture TUI Cruises gemeinsam mit der TUI AG, zu dem die Kreuzfahrt-Marken TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises zählen.

RCG von 350.000 auf 7,5 Millionen Kreuzfahrt-Passagiere gewachsen

Während der Amtszeit von Richard Fain, die 1988 begann, wuchs die Royal Caribbean Group von 2.00 auf 85.000 Mitarbeitet weltweit, der Umsatz des Unternehmens stieg von 400 Millionen auf 10,9 Milliarden (2019), die Passagierkapazität der Schiffe in der RCG-Flotte wuchs von 6.300 auf 140.000 Betten, die Zahl der jährlichen Passagiere von 350.000 auf 7,5 Millionen (2019). 1988 fuhren die Schiffe gerade einmal zu den Bermudas, Bahamas und in die Karibik, heute sind sie weltweit im Einsatz.

Zu Beginn der Amtszeit von Richard Fain im Jahr 1988 ging auch das damals größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Sovereign of the Seas in Dienst. 2008 an die damalige, spanische Tochterreederei Pullmantur Cruises übertragen, wurde dieses Schiff inzwischen ab Mitte Juli 2021 im türkischen Aliaga verschrottet. Mit der Voyager Class ab 1999, Freedom Class ab 2006 und Oasis Class ab 2009 lag Royal Caribbean International in den vergangen drei Jahrzehnten häufig an der Spitze der Liste der historisch größten Kreuzfahrtschiffe der Welt.

Besonders aufsehenerregend war die Einführung der Oasis of the Seas 2009 mit einer ganz neuen Schiffsarchitektur, aber auch die Solstice- und die Edge-Class bei Celebrity Cruises. Vorbereitet hat Fain die Einführung der für 2023 avisierten Icon Class, über die noch wenig bekannt ist, auf der aber erstmals bei Royal Caribbean in gewissem Umfang auch Brennstoffzellen-Technik zum Einsatz kommt. Bei dem Tochterunternehmen Silversea Cruises steht – ebenfalls für 2023 – das „Project Evolution“ an, in dessen Rahmen die Reederei erstmals ein Kreuzfahrtschiff im Hafen emissionsfrei mit Brennstoffzellentechnik betreiben will.

Bill Kimsey, Vorsitzender des Board of Directors würdigt Richard Fain in einer Pressemitteilung unter anderem mit den Worten: „Vor allem seine Führung während der COVID-Pandemie macht ihn zu einem der größten CEOs seiner Generation. Die Kreuzfahrtgemeinschaft und wir alle im Unternehmen sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Richard Fain hatte während der Pandemie mit großer Offenheit mit der Öffentlichkeit beispielsweise über Youtube-Videos kommuniziert, erfolgreich die Finanzierung des Unternehmens mit mehr als zwölf Milliarden Dollar während der Pandemie gemanagt und gemeinsam mit Norwegian Cruise Line das „Healthy Sail Panel“ mit namhaften Gesundheitsexperten eingeführt, um wissenschaftsbasierte, möglichst sichere Regeln für den Umgang mit der Pandemie auf Kreuzfahrtschiffen zu definieren.  

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