Die Karibik bleibt trotz aller Turbulenzen in der Region ein Sehnsuchtsziel. Doch die Abfahrtshäfen in Florida oder auch nur eine Zwischenlandung in den USA wollen viele Kreuzfahrer aktuell lieber vermeiden. Wir haben Karibik-Kreuzfahrten zusammengestellt, die keine Berührungspunkte mit den USA haben.
Auch wenn Miami, Fort Lauderdale und Port Canaveral die größten Kreuzfahrthäfen der Welt sind und der größte Teil der Karibik-Kreuzfahrten dort beginnt: Es gibt Alternativen, und zwar gute. Vor allem die Häfen in der Dominikanischen Republik und Barbados sind häufig Basishäfen für Kreuzfahrtschiffe bei Karibik-Reisen.
Fluganreise am besten im Pauschalpaket mit der Kreuzfahrt
Empfehlenswert ist für eine Karibik-Kreuzfahrt mit Abfahrthäfen direkt in der Karibik eine Flugverbindung mit etwas Puffer. Man plant beispielsweise zwei Tage früher anzureisen sowie eine Übernachtung im Hotel vor dem Rückflug, um mit Blick auf Flugverspätungen beim Hinflug und verspätete Rückkunft des Schiffs bei der Rückreise auf der sicheren Seite zu sein.
Denn anders als bei Flugverbindungen in oder über die USA sind die Ausweichmöglichkeiten bei Verspätungen beziehungsweise Flugausfällen auf den kleineren Karibik-Flughäfen sehr begrenzt.
Einige Reedereien bieten auch Pauschalpakete aus Flug plus Kreuzfahrt an – die Ideallösung, wenn man sich um das pünktliche Erreichen des Schiffs und zuverlässigen Heimflug keine Gedanken machen will oder bei Unregelmäßigkeiten zumindest kein Kostenrisiko tragen will.
Karibik-Reisen ohne USA-Kontakt im Winter 2025/26
In der aktuell laufenden Wintersaison 2025/26 hat AIDA mit der AIDAsol, AIDAblu und AIDAperla gleich drei Schiffe in der Karibik mit Abfahrtshäfen La Romana (Dominikanische Republik), Fort-de-France (Martinique) und Montego Bay (Jamaika).
Aus der Mein-Schiff-Flotte von TUI Cruises sind zwei Schiffe vertreten: Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 mit Abfahrten in La Romana (Dominikanische Republik), Montego Bay (Jamaika) beziehungsweise Bridgetown (Barbados).
Von Costa fährt die Costa Fascinosa ab Santo Domingo (Dominikanische Republik) und Point-à -Pitre (Guadeloupe), die Costa Pacifica ab La Romana (Dominikanische Republik). MSC Cruises sticht mit der MSC Virtuosa von Fort-de-France, Poite-à -Pitre und Bridgetown aus in See.
NCL hat die Norwegian Sky ab La Romana als nicht-amerikanischen Basishafen im Rennen, Royal Caribbean die Serenade of the Seas sowie ganzjährig die Grandeur of the Seas jeweils ab Cartagena (Kolumbien) und Colon (Panama). P&O Cruises startet mit der Arvia ab Bridgetown und St. John’s (Antigua) und mit der Britannia ab Bridgetown.
Im Luxus-Segment fährt Seabourn mit der Seabourn Ovation ab Philipsburg (Sint Maarten) und Bridgetown, Silversea mit der Silver Shadow ab Cartagena und Bridgetown.
Während der Sommermonate 2026 bleibt dagegen nur eine einzige Option, wenn man US-Häfen vermeiden will: Die Grandeur of the Seas von Royal Caribbean ist ganzjährig in der südlichen Karibik ab Cartagena (Kolumbien) und Colon (Panama) unterwegs.
Karibik-Kreuzfahrten im Winter 2026/27 ohne US-Häfen
In der Winter-Saison 2026/27 sind Karibik-Kreuzfahrten dann sogar mit Start- und Zielhafen in Deutschland möglich: Die AIDAluna fährt ab und bis Hamburg ab 10. Januar 2027 auf einer 43-tägigen Karibik-Route. Und die Mein Schiff 3 von TUI Cruises unternimmt eine 35-tägige Karibik-Kreuzfahrt von und bis Bremerhaven, ebenfalls mit Beginn am 10. Januar 2027. Eine Oneway-Strecke von Bridgetown durch den Panamakanal bis Panama City bietet Nicko Cruises auf der Vasco da Gama als Teil der Weltreise im Dezember 2026.
AIDA hat im Winter 2026/27 die AIDAdiva ab La Romana und Montego Bay sowie die AIDAperla ab La Romana, Port Castries (St. Lucia), St. George’s (Grenada) und Bridgetown am Start.
TUI Cruises schickt drei Schiffe in die Karibik: Mein Schiff 1 ab La Romana und Montego Bay, Mein Schiff 2 ab La Romana und Bridgetown und die Mein Schiff 5 ab La Romana.
Bei internationalen Reedereien fahren folgende Schiffe ohne USA-Berührung in der Karibik-Saison 2026/27:
- Azamara Journey ab Bridgetown
- Costa Favolosa ab Pointe-Ã -Pitre und Santo Domingo
- Costa Fascinosa ab Pointe-Ã -Pitre
- MSC Opera ab La Romana und Fort-de-France
- MSC Seaview ab Bridgetown, Fort-de-France und Pointe-Ã -Pitre
- Arvia (P&O Cruises) ab Bridegtown und St. John’s
- Britannia (P&O Cruises) ab Bridgetown
- Grandeur of the Seas (Royal Caribean International) ab Cartagena und Colon
- Seabourn Ovation ab Bridgetown und Philipsburg
- Silver Spirit ab Bridgetown
Flugverbindungen direkt in die Karibik ohne USA-Zwischenstopp
Für die Fluganreise in die Karibik bietet sich, wie bereits erwähnt, oft ein Charterflug an, den man im Pauschalpaket mit der Kreuzfahrt bucht. Das ist auch insofern bequem, als es sich meist um Direktflüge handelt. Einige Direktflüge in die Karibik bietet aber auch Condor an.
Ansonsten bieten sich je nach Abflugs- und Zielflughafen Direktflüge mit Condor oder Discovery Airlines sowie Flüge mit KLM via Amsterdam, British Airways via London-Heathrow, Iberia oder Air Europa via Madrid, aber auch Air Canada via Toronto oder Montreal an.
Wer individuell Flüge buchen will oder muss, kommt beispielsweise nach Barbados mit Air Canada via Toronto, KLM über Amsterdam oder British Airways via London-Heathrow. Punta Cana, Puerto Plata und Santo Domingo in der Dominikanischen Republik fliegt Condor von Frankfurt aus direkt an. Guadeloupe erreicht man mit Air France via Paris oder Air Canada via Toronto oder Montreal.
Nach Cartagena in Kolumbien fliegt Lufthansa via Bogota. Schwieriger zu erreichen ist dagegen Colon in Panama. Der nächstgelegene Flughafen ist 90 Kilometer entfernt in Panama City, erreichbar beispielsweise mit Iberia oder Air Europa via Madrid oder KLM via Amsterdam. Fort-de-France auf Martinique fliegen Air Canada via Montreal oder Air France via Paris an.




