Immer mehr Schiffe, immer mehr Passagiere: "Schiffs-Treffen" in Nassau, Bahamas.

Kreuzfahrt-Statistik 2009: faszinierende Zahlen

14,3 Millionen Passagiere werden 2011 voraussichtlich eine Kreuzfahrt unternehmen – 1970 waren das nur ganze 500.000. Und selbst zu Zeiten dar Massenauswanderungen von Europa nach Amerika sind geschätzt jährlich nur ein bis zwei Millionen Menschen über den Atlantik gefahren. Das ist nur eine von vielen beeindruckenden Zahlen-Vergleichen aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2009 der Cruise Lines International Association (CLIA).

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Allein in den USA machte die Kreuzfahrt-Industrie 2009 demnach einen Umsatz von 40,2 Milliarden Dollar (direkt und indirekt über Kreuzfahrt-bedingte Umsätze an Land), was sogar 12,8 Prozent weniger sind als noch im Jahr davor (die Prognosen für 2010 sind übrigens wieder deutlich besser).

Die Gewinner im Kreuzfahrtbusiness ist vor allem Europa (plus 8%), bei einer Gesamtzunahme an Passagieren von 4,8% im Vergleich zum Vorjahr. Alaska und Hawaii sind die Verlierer bei den Passagierzahlen, und auch ab New York gingen deutlich weniger Passagiere auf Kreuzfahrt (minus 17%).

Altersdurschnitt von 60 auf 46 Jahre gesunken

Ein Zahl, die hilft, eines der großen Kreuzfahrt-Vorurteil zu bekämpfen: Das Durchschnittsalter der Kreuzfahrtpassagiere ist auf 46 Jahre gesunken. Im Jahrzehnt davor war der Altersschnitt noch bei 60. Entsprechend hat sich auch das Publikum geändert: Der Anteil der Paare hat sich im Verhältnis zu Familien verringert – was natürlich nicht heißt, dass weniger Paare verreisen, sondern dass immer mehr Familien mit ihren Kindern und Enkelkindern auf Kreuzfahrt gehen. Als Gegenbewegung gibt es immer mehr Schiffe, die“adult only“ fahren, Kinder also nicht oder nur sehr ungern an Bord nehmen, um ruhebedüftigen, meist älteren Passagieren ein behagliches zuhause auf See ohne Kinderlärm und Partystimmung zu gewährleisten.

Relativ hoch ist allerdings nach wie vor das durschnittliche Haushaltseinkommen der Leute, die sich eine Kreuzfahrt leisten: im Schnitt 93.000 Dollar.

Kapazitäten und Belegung

Eine Zahl, die immer wieder fasziniert: Die Kreuzfahrtschiffe sind im Durchschnitt zu 104,6 Prozent ausgelastet gewesen. Der Wert über 100 % kommt zustande, weil die Belegung auf Basis von Zweierbelegung („lower berths“) der Kabinen berechnet wird – bei der Oasis of the Seas sind das beispielsweise 5.400. Sind aber alle zusätzlichen Klapp- und Sofabetten und die zusätzichen Betten in den großen Suiten voll belegt, fahren auf der Oasis of the Seas 6.296 Passagiere – das wäre eine (theoretische und bisher noch auf keiner Fahrt der Oasis erreichte) Auslastung von 116 Prozent.

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Insgesamt sind die Passagierkapazitäten bei den der CLIA angeschlossenen Kreuzfahrtgesellschaften im Vergleich zu 2008 um 3,6 Prozent gestiegen.

Einige interessante Zahlen zum Kreuzfahrtmarkt in Europa haben wir übrigens schon vor einigen Wochen zuammengetragen in unserem Beitrag „2011: Über 20 Prozent mehr Kreuzfahrten in Europa“.

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