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"sponsored by Oceania Cruises" - was bedeutet das für cruisetricks.de?

Great Stirrup Cay: NCLs Privatinsel in den Bahamas

Great Stirrup Cay war 1977 die erste Kreuzfahrt-Privatinsel überhaupt. Viele Jahre lang hatte sie den Robinson-Crusoe-Flair einer sympathisch-verschlafenen „Bahama Out Island“. Mit umfangreichen Erweiterungen hat Norwegian Cruise Line die Insel inzwischen zu einer der attraktivsten Privatinseln gemacht. Cruisetricks.de war im September 2026 auf Great Stirrup Cay und hat sich alles genau angesehen.

Als weitgehend naturbelassene Insel mit langen Sandstränden und Picknick-BBQ war Great Stirrup Cay einst der Renner, doch mit der Zeit veränderten sich die Ansprüche der Kreuzfahrtpassagiere. In zwei wesentlichen Schritten hat NCL deshalb von 2015 bis 2017 und – pandemiebedingt verzögert – von 2019 bis 2026 aus der einsamen „Bahamas Out Island“ die moderne Privatinsel mit Süßwasserpool, Cabanas, Ziplines, Wasserpark und eigener Pier gemacht, die sich dem Besucher heute präsentiert.

Great Stirrup Cay
Great Stirrup Cay

Die Insel ist jedoch weiterhin geprägt von hohen Kokospalmen, weißen Sandstränden, regelmäßigen Begegnungen mit Leguanen und im unberührten Teil von einem niedrigen, aber sehr dichten Urwald. Laut NCL sind 64 Prozent der Inselfläche unerschlossen.

Für die kommenden Jahre gibt es bei NCL aber schon Überlegungen zu einem weiteren Ausbau, beispielsweise mit Wander- oder Fahrradwegen durch den unberührten Naturteil der Insel und zusätzliche Strände in diesem Bereich.

unerschlossener Bereich der Insel, historischer Leuchtturm
Teil des unerschlossenen Bereichs der Insel, historischer Leuchtturm

Die Nutzung von Great Stirrup Cay ist grundsätzlich kostenfrei, auch Sonnenliegen und Sonnenschirme kosten nichts extra. NCL bietet aber kostenpflichtige Zusatzleistungen an. In Kurzfassung sind das, neben Bar-Getränken: Cabanas, Vibe Shore Club, Silver Cove, der Wasserpark sowie Aktivitäten wie Zipline, Kajak- und Jetski-Touren. Alle Details dazu finden Sie im Abschnitt „Was ist kostenlos, was kostenpflichtig auf Great Stirrup Cay?

Inselplan Great Stirrup Cay
Inselplan von Great Stirrup Cay an der Welcome Plaza, September 2026

Was also erwartet den Passagier auf Great Stirrup Cay, wenn er die Insel mit einem Kreuzfahrtschiff für einen Tag besucht?

Pier, Welcome Plaza und Panoramic Bridge

Seit Dezember 2025 ist die neu gebaute Pier auf Great Stirrup Cay in Betrieb, seit Herbst 2026 können dort sogar zwei Schiffe gleichzeitig anlegen. Passagiere können also jederzeit zurück aufs Schiff, ohne auf Tenderboote warten zu müssen.

Wer nicht zu Fuß laufen will, nutzt den kostenlosen Tram-Shuttle mit mehreren über die Insel verteilten Haltestellen beginnend an der „Welcome Plaza“ am Ende der Pier. Für Gäste der Silver Cove gibt es separate Shuttles dorthin.

Von der Welcome Plaza geht der Weg sowohl zu Fuß als auch per Tram über die bis zu zwölf Meter hohe „Panoramic Bridge“, welche den Zufahrtskanal zum Tenderhafen überspannt.

Denn den Tenderboot-Hafen gibt es weiterhin, weil an manchen Tagen tatsächlich drei Schiffe nach Great Stirrup Cay kommen. Zwei liegen dann an der Pier und eines vor Anker mit Tenderservice.

Panoramic Bridge
Panoramic Bridge

Von der Panoramic Bridge hat man den besten Blick auf den Tenderhafen. Der ist fast ein kleines Museum, denn dort liegen alle Generationen früherer Tender-Boote, von der legendären „Bahamarama Mama“ aus den Anfangszeiten über die Tender der Norway bis zu den erst 2023 angeschafften, modernen Katamaran-Tenderbooten.

Tenderhafen
Tenderhafen

„Beaches“ – die Strände von Great Stirrup Cay

Der einstige Kern des Insel-Erlebnisses steht auch heute noch im Mittelpunkt für die meisten Passagiere, ergänzt durch den 2026 eröffneten Süßwasserpool „Great Life Lagoon“.

Strand
Strand

460 Meter frei zugänglichen Sandstrand hat die Insel laut NCL in zwei Buchten, denen sich dann zwei weitere für die kostenpflichtigen Vibe Shore Club und Silver Cove anschließen.

Strand
Strand

Kostenpflichtige Cabanas finden sich an den Stränden immer im hinteren Bereich, …

… wohingegen die günstigeren „Clam Shells“ in der vordersten Reihe stehen. Letzteres sind normale Sonnenliegen mit Sonnen- und Windschutz von allen Seiten außer von vorne. Aber es gibt auch normale, kostenfreie Sonnenliegen in erster Reihe.

Strand
Strand, „Clam Shell“-Sonnenliegen

Die vom Schiff aus gesehen erste Bucht nahe dem Süßwasserpool ist der lebhaftere Strand, wo sich vor allem bei Kurzreisen die meisten Passagiere aufhalten.

In dieser Bucht gibt es auch eine besondere Attraktion für Schnorchler: den Underwater Sculpture Garden. 27 Skulpturen hat die Künstlerin Priscila D’Brito dort versenkt, ähnlich einem künstlichen Riff. Wer Schnorcheln will, kann entweder seine eigene Ausrüstung mitbringen oder sie für rund 35 Dollar mieten.

Die zweite Bucht ist ein ruhiger Strand, an dem nicht einmal Hintergrundmusik läuft – also der richtige Ort für alle, die es gemütlich und still angehen wollen.

Hier findet sich auch die Aperol-Beach-Lounge mit einer bestens für Instagram-Selfies geeigneten Schaukel mit Insel-Logo.

Strand
Strand

Tipp: Am Strand vor der Aperol-Beach-Lounge gibt es eine kleine Aussichtsplattform mit Blick über die gesamte Länge der Strände.

„Great Life Lagoon“ – der große Süßwasserpool

Der 2.600 Quadratmeter große Süßwasserpool „Great Life Lagoon“ ist seit Anfang 2026 in Betrieb und einer der größten in der Karibik. Den absolut größten reklamiert Royal Caribbean mit 3.000 Quadratmetern auf der Nachbarinsel Coco Cay für sich.

Great Life Lagoon
Great Life Lagoon

Schon allein wegen seiner Nähe zum Schiff ist die Great Life Lagoon beliebt. Und weil dieses Missverständnis oft aufkommt: Dieser Pool ist kostenfrei für alle nutzbar und nicht Teil des kostenpflichtigen Wasserparks.

Great Life Lagoon
Great Life Lagoon

Wer trotzdem Geld ausgeben will, kann sich eine der Cabanas an der Great Life Lagoon mieten.

Ähnlich wie die Strände hat auch die Great Life Lagoon einen lebhaften Teil inklusive einer DJ-Insel nahe der Reef Swim-up-Bar mit lauter Musik und Animation, …

Great Life Lagoon
Great Life Lagoon

… und einen ruhigen Bereich.

Great Life Lagoon
Great Life Lagoon

Dieser ruhige Bereich hat mit der Waves Bar ebenfalls eine Swim-up-Bar. Der Pool selbst hat hier einen flachen, strandartigen Einstieg mit im Poolboden eingelassenen Wasserfontänen, ist also gut auch für Familien mit kleineren Kindern geeignet.

Der kostenfreie Wasserspielplatz „Splash Harbor“ liegt allerdings ein paar Meter entfernt am Tenderhafen, hat dafür aber eine eigene Bar und Tische mit Sonnenschirmen für die Eltern.

Splash Harbor
Splash Harbor

Überraschenderweise hat der Lagunenpool eine hübsche Unterwasser-Beleuchtung, die man aber nur früh morgens vom Schiff aus oder bei eventuell einmal längeren Liegezeiten des Schiffs am frühen Abend sehen kann.

Great Life Pool beleuchtet
Great Life Pool morgens, beleuchtet

Wer Great Stirrup Cay von noch von früher kennt: In dem Bereich der Lagune stand zuvor die „Hippo Water Slide“, einst angeblich die weltweit größte, aufblasbare Wasserrutsche, zwölf Meter hoch und 53 Meter lang.

Souvenir-Shopping

Wer auf Great Stirrup Cay Souvenirs kaufen will, kann das an zwei Stellen tun: An Verkaufsständen von Einheimischen im Harborside Market, der etwas abseits des Lagoon-Pools nahe der Tram-Haltestelle liegt …

Harborside Market
Harborside Market

… oder in einem kleinen Souvenir-Shop am Zipline-Turm „Flighthouse“.

„Osprey“- und „Seahawk“-Ziplines und das Flighthouse

Das Flighthouse mit den beiden Zipline-Strecken ist relativ neu auf Great Stirrup Cay. Der Bau hatte sich durch die Pandemie verzögert, die Ziplines gingen Ende 2019 in Betrieb. Die Bemalung des Flighthouses durch den Künstler Guy Harvey kam später hinzu. Harvey hatte auch die Rumpfbemalung der Norwegian Escape (2015) entworfen.

Flighthouse
Flighthouse

Vom Flighthouse – bequemerweise mit Aufzug übrigens – starten zwei unterschiedlich anspruchsvolle Ziplines, „Osprey“ und „Seahawk“. Osprey besteht aus drei Abschnitten mit Gesamtlänge von 590 Metern und einer maximalen Flughöhe von 36,6 Metern. Seahawk ist die anspruchsvollere. Mit einer Länge von 907 Metern führt sie teils auch über Wasser, nämlich quer über die Bucht und den Strand des Vibe Shore Clubs. Seahawk beinhaltet außerdem kleinere Strecken in einer Art Kletterpark über Netze und einen Kamin.

Ganz billig ist der Zipline-Spaß aber nicht: Beide Strecken im Paket kosten rund 150 Dollar, Seahawk oder Osprey jeweils einzeln rund 100 Dollar.

„Great Tides Waterpark“

Die neueste Attraktion auf Great Stirrup Cay ist der im September 2026 eröffnete Wasserpark. Mit nachfrageabhängigen, dynamischen Preisen um die 100 Dollar pro Person ist der Zutritt kein Schnäppchen, aber auch nicht teurer als Wasserparks am Festland in Florida. Kinder bis zum Alter von drei Jahren haben freien Eintritt, freilich nur in Begleitung zahlender Erwachsener, ebenso (voll zahlende) Jugendliche unter 18.

Cliffside Cove
Great Tides Waterpark: Cliffside Cove mit Blick auf den Tidal Tower

Insgesamt 19 Wasserrutschen hat der Park: acht große Rutschen im „Tidal Tower“, drei an der „Cliffside Cove“ sowie acht kleine im Kinderbereich „Splash Cay“. Dazu der 244 Meter lange „Wandering River“, zwei „Cliff Jumps“ aus drei beziehungsweise 4,6 Metern Höhe, zwei Röhrenrutschen mit einen kleinen Absturz am Ende sowie die breite „Cliffside Cove“-Rutsche für Familienspaß als Wettrennen für bis zu vier Personen gleichzeitig. Und auch Cabanas und eine eigene „Dining Area“ hat der Wasserpark.

Ausführlich stellen wir den Wasserpark in einem eigenen Beitrag vor: „Neuer Great Tides Waterpark auf NCL-Privatinsel Great Stirrup Cay in allen Details“.

Vibe Shore Club

An die beiden frei zugänglichen Strände schließt sich eine weitere Bucht an, die als „adults only“-Bereich kostenpflichtig ist: der Vibe Shore Club als Äquivalent zu den Vibe Beach Clubs an Bord der NCL-Schiffe.

Vibe Shore Club
Vibe Shore Club

 Der Tagespass für den Vibe Short Club auf Great Stirrup Cay kostet um die 100 Dollar, für 249 Dollar bekommt man aber bereits eine Cabana für zwei Personen.

Zum Vibe Shore Club gehört eine Bar und ein eigenes Restaurant in eleganterer Atmosphäre und die Sonnenliegen am Strand haben dicke, weiche Polster. Ansonsten ähnelt der Strand dort dem benachbarten, ruhigen, frei zugänglichen Strandabschnitt. Wer sicher gehen will, dass er am Strand keine spielenden Kinder trifft, kann in dieser Hinsicht im Vibe Shore Club auf Nummer sicher gehen.

Silver Cove

Noch einmal deutlich exklusiver ist die Silver Cove, noch eine Bucht weiter. Silver Cove besteht aus einer zum Meer hin fast geschlossenen, weiten Badebucht mit breitem Sandstrand und einer schwimmenden Badeplattform.

Silver Cove
Silver Cove

Rund um die Bucht sind 38 klimatisierte Villen angeordnet, die im Grunde kleine, elegante Ferienhäuser sind, mit Schlaf- und Badezimmer, TV- und On-demand-Entertainment.

Voraussetzung für den Zugang zur Silver Cove ist die Buchung einer Spa-Behandlung im Silver Cove Spa oder das Anmieten einer der Villen am Strand. Anders als anfänglich konzipiert gilt das übrigens auch für Haven-Suiten-Passagiere.

Im Grund sind die Villen der Silver Cove günstig, wenn man sie zu sechst oder zu acht mietet: 600 Dollar kostet eine Villa für bis zu sechs Personen, 700 Dollar für bis zu acht Personen, 800 Dollar für bis zu zehn Personen – also etwa der gleiche Preis wie Tagespässe im Vibe Shore Club für die selbe Personenzahl.

Silver Cove
Silver Cove

Wer allein oder zu zweit ist, fährt mit Buchung einer der günstigeren Spa-Behandlungen besser, hat dann allerdings kein eigenes „Zuhause“ an der Silver Cove, kann sich aber den ganzen Tag dort aufhalten.

Im Wasser am Strand stehen zwei große, für Social-Media-Fotos prädestinierte Schaukeln und am Strand gibt es natürlich Sonnenliegen. Nahe dem Eingang mit klimatisierter Lobby gibt es eine Bar und ein Restaurant.

Und am äußersten Ende der Bucht liegt etwas erhöht der Süßwasser-Infinity-Pool „Silver Cove Gazebo & Pool“, eine große Bar, eine Moët&Chandon-Bar sowie die „Hampton Water Sip Station“ mit Weinen dieser Marke von Jon Bon Jovi.

Übersicht: Restaurants auf Great Stirrup Cay

  • Jumbey Beach Grill (Hauptrestaurant im üblichen BBQ-Stil, u.a. mit Burgern, Ribs, Hühnchen, Mais, Reis, Salat, Desserts und Obst)
  • „Abaco Taco” bei der Great Life Lagoon
  • „Tropic Like it’s Hot Food Truck“ (z.B. Pulled Pork Sandwiches)
  • Hot-Dog-Carts
  • Waterpark Dining Area mit kostenfreiem Buffet sowie drei (kostenpflichtigen) Foodtrucks im Wasserpark: Catch of the Day (Seafood), Low Tide Smoke (BBQ), Tidal Treats (Eiscreme)
  • Vibe Restaurant (Vibe Shore Club)
  • Silver Cove Restaurant

Übersicht: Bars auf Great Stirrup Cay

Aperol Beach Lounge
Aperol Beach Lounge
  • Beaches: Beach Lounge by Aperol, Sand Bar by Kalik, House of Friends by Casamigos
  • Great Life Lagoon: Waves Bar, Reef Bar, Splash Harbor Bar
  • Waterpark: Floataway Bar, Grotto Bar
  • Vibe Shore Club: Vibe Bar
  • Silver Cove: Silver Cove Bar by Peroni, Moët&Chandon-Bar, Hampton Water Sip Station

Der inoffizielle Teil von Great Stirrup Cay

64 Prozent der Insel sind weitgehend unberührte Natur mit dichtem Urwald. In diesen Bereich gelangt man, wenn man von der Pier aus nach links geht. NCL rät offiziell davon ab, verbietet den Zugang zu diesem Bereich aber nicht. Während meines Aufenthalts auf Great Stirrup Cay im September 2026 war der Bereich allerdings vorübergehend nicht zugänglich, weil noch restliche Bauarbeiten unter anderem an der Pier im Gange waren.

Der Urwald selbst ist nicht zugänglich, es führen aber einzelne Straßen oder Wege hindurch, unter anderem zu dem historischen Leuchtturm von 1863, verfallen Gebäuden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs und wohl auch zu zwei oder drei naturbelassenen Stränden.

„Urwald“ auf Great Stirrup Cay
„Urwald“ auf Great Stirrup Cay

Im Interview mit Cruisetricks.de erwähnt NCLs Chief Experience Officer Mark Kansley, dass die Reederei bereits ins Auge gefasst habe, diesen Natur-Teil von Great Stirrup Cay mit Radwegen zu erschließen, unter anderem zum Leuchtturm und den Stränden.

Seevögel, Leguane und Eidechsen, der dichte Urwald entlang eines Teils der Fahrtstrecke der Shuttle-Tram und die vielen, riesigen Palmen auf Great Stirrup Cay geben aber auch im erschlossenen Teil ein Gefühl für die Ursprünglichkeit der Berry Islands, zu denen Great Stirrup Cay gehört.

Was ist kostenlos, was kostenpflichtig auf Great Stirrup Cay?

Essen und einige Getränke wie Wasser, Lemonade oder Eistee im Jumbey Beach Grill sowie Waser aus Spendern an einigen Stellen auf der Insel sind, wie auch an Bord, im Reisepreis inklusive, ebenso Beachvolleyball und Ähnliches. Für die übrigen Aktivitäten fallen zusätzliche Kosten an.

Ohne Aufpreis zugänglich und nutzbar sind folgende Bereiche:

  • zwei große Strände („Beaches“)
  • Great Life Lagoon
  • Splash Harbor (Wasserspielplatz für Kinder)
  • Beachvolleball, Tischtennis und ähnliche Aktivitäten
  • BBQ-Restaurant „Jumbey Beach Grill“
  • Foodtruck „Tropic Lik it’s Hot“
  • Hot-Dog-Stände
  • Wasser aus Wasserspendern
  • Tram für den Transport über die Insel

Kostenpflichtig (Preise: Stand September 2026):

  • Bar-Getränke (gleiche Preise wie an Bord); Getränkepakete gelten aber auch auf der Insel
  • Internet-Zugang; Internet-Pakete vom Schiff gelten auch an Land (außerdem gibt es einen Mobilfunkmasten mit Bahamas-Netz)
  • Vibe Shore Club: Tagespass 100 Dollar, Couple-Cabana: 250 Dollar, Premium-Cabana bis vier Personen: 690 Dollar
  • Silver Cove: zugänglich mit Buchung einer der Villen (z.B. 600 Dollar für bis zu sechs Passagiere) oder einer Spa-Behandlung dort
  • Wassersport-Ausrüstung (Stand-up-Paddling 50 Dollar, Schnorchelausrüstung 35 Dollar)
  • Kajak-Touren ca. 82 Dollar pro Person, 1,5 Stunden
  • Jetski-Touren (Waver Runner): 200 Dollar pro Person, 1,5 Stunden
  • Cabanas in unterschiedlichen Ausprägungen (z.B. Lagoon Couple Cabana 200 Dollar; etwas erhöht hinter dem Strand 450 Dollar für bis zu acht Personen)
  • Clam Shell Rental am Strand: 54 Dollar pro Person
  • Ziplines: beide im Paket ca. 150 Dollar, Seahawk oder Osprey einzeln ca. 100 Dollar)
  • Ausflüge (insbesondere „Schwimmen mit Schweinen und Stachelrochen“ auf einer Nachbarinsel ca. 230 Dollar)
  • Great Tides Waterpark (mit teils kostenfreiem, teils zuzahlungspflichtigen Essen direkt im Wasserpark): dynamische Preise ca. 80 bis 120 Dollar pro Person, keine Kinderermäßigung

Eine kurze Geschichte von Great Stirrup Cay

Great Stirrup Cay wurde bereits rund 600 Jahre vor Christi Geburt von Lucaya-Indianer besiedelt, so wie viele der Berry Islands. Im 17. und 18. Jahrhundert diente sie wahrscheinlich als Piratenversteck, was sich aber nicht verlässlich belegen lässt.

1815 gibt es dann die ersten dokumentierten Siedler der Neuzeit auf „Stirrup’s Cay“. Reste historischer Gebäude sind heute noch zu sehen, unter anderem in Form einer Ruine direkt neben dem Flighthouse-Zipline-Turm.

1934 wurde auf Great Stirrup Cay der British Navy Captain Allan Bertram beerdigt, nachdem er auf einem Schiff in der Nähe gestorben war. Das ist insofern interessant, als sein Grabstein bis heute auf der Insel zu besichtigen ist, wenn auch nicht mehr am ursprünglichen Platz.

Grabmal des British Navy Captain Allan Bertram von 1834
Grabmal des British Navy Captain Allan Bertram von 1834

1863 errichtete der Imperial Lighthouse Service des British Empires einen 24 Meter hohen Leuchtturm mit einer Reichweite von über 30 Kilometern. Er ist bis heute in Betrieb, inzwischen automatisiert.

historischer Leuchtturm im unerschlossener Bereich der Insel
historischer Leuchtturm im unerschlossener Bereich der Insel

Aus dem Zweiten Weltkrieg stammt unter anderem noch der Hubschrauber-Landeplatz, genannt „Great Stirrup Cay International Airport“. Er ist Teil der Überreste amerikanischer Militäreinrichtungen aus dieser Zeit. Zudem gab es auf Great Stirrup Cay ein Satelliten-Überwachungssystem der US Air Force aus der Nachkriegszeit, das später an Privatfirmen vermietet und erst 1991 geschlossen wurde.

Great Stirrup Cay, im Hintergrund Little Stirrup Cay
Great Stirrup Cay, im Hintergrund Little Stirrup Cay

1977 begann NCL, die Insel für Kreuzfahrtschiff-Anläufe zu nutzen und kaufte Great Stirrup Cay, ausgenommen eines kleinen Bereichs rund um den historischen Leuchtturm. Von da an dauerte es ganze sechs Jahre, bis auch andere Reedereien das Potenzial von exklusiven Bahamas-Insel für sich zu entdecken. Erst 1983 begann Eastern Cruise Lines (kurz darauf von Royal Caribbean übernommen) mit regelmäßigen Anläufen der Nachbarinsel Little Stirrup Cay.

Great Stirrup Cay ist übrigens eine von den wenigen Kreuzfahrt-Privatinseln, die ihre geografischen Namen behalten durften und keinen Marketing-Namen bekommen haben. Eine zwischenzeitliche Umbenennung in „Pleasure Island“ in den frühen 1990er-Jahren hatte NCL bald wieder aufgegeben.

Mehr zur Geschichte von Great Stirrup Cay lesen Sie demnächst in einem ausführlichen, eigenen Beitrag dazu auf cruisetricks.de.

Fakten zu NCLs Privatinsel Great Stirrup Cay

Great Stirrup Cay liegt im nördlichsten Bereich der Berry Islands, einer Inselgruppe der nordwestlichen Bahamas am Nordwest-Providence-Kanal. Die Insel umfasst rund 109 Hektar und ist damit etwa doppelt so groß wie Little Stirrup Cay direkt nebenan, von Royal Caribbean „Coco Cay“ genannt.

Norwegian Getaway in Great Stirrup Cay
Norwegian Getaway in Great Stirrup Cay
  • Eigentümer: Norwegian Cruise Line Holdings
  • wird angelaufen von: Norwegian Cruise Line und gelegentlich von NCLs Schwesterreedereien Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises
  • in Betrieb seit: 1977
  • geografischer Name: Great Stirrup Cay
  • Größe: 238 Hektar (2,38 Quadratkilometer), davon 34 Prozent der Fläche erschlossen

Anmerkung*: Cruisetricks.de führte das Interview während einer Reise mit der Norwegian Getaway nach Great Stirrup Cay auf Einladung von NCL.
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Cruisetricks.de führte das Interview während einer Reise mit der Norwegian Getaway nach Great Stirrup Cay auf Einladung von NCL.

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Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

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