One Ocean Expeditions verliert kurzfristig zwei von drei Kreuzfahrtschiffen

Der Eigentümer der Akademik Ioffe und Akademik Sergey Vavilov hat die beiden Schiffe kurzfristig außer Dienst gestellt. Der Veranstalter One Ocean Expeditions, der die beiden Schiffe für die Saison 2019/20 gechartert hat, steht damit kurz vor Saison-Beginn mit nur noch einem statt drei Schiffen da.

Die RCGS Resolute, ehemals Hapag-Lloyd Cruises‘ Hanseatic, bleibt One Ocean Expeditions als vorerst einziges Expeditionsschiff für die anstehende Sommer-Saison.

Unerwartet und ohne jede Vorwarnung habe der russische Eigentümer der Akademik Ioffe und Akademik Sergey Vavilov mitgeteilt, dass die Schiffe nicht mehr für den Passagierbetrieb zur Verfügung stünden, sagt One Ocean Expeditions (OOE). Man beschreite nun den Rechtsweg, um die eigenen Ansprüche gegen den Schiffseigner durchzusetzen, weil der Rückzug einen Bruch der Charter-Vereinbarung darstelle.

Update: Der russische Eigentümer der Schiffe, P.P. Shirshov Institute of Oceanology of the Russian Academy of Sciences (IO RAS), bestreitet die Vorwürfe von OOE. Man habe mit OOE keine Verträge, sondern mit dem Unternehmen Terragelida Ship Management Ltd., das die Schiffe bis Ende 2019 gechartert habe. Diesen Vertrag erfülle an und die Schiffe seien einsatzbereit. IO RAS trage daher keine Schuld an der Absage der Kreuzfahrten.

OOE hatte die beiden russischen Forschungsschiffe seit 2011 im Charterbetrieb. Durch einen Zehn-Jahres-Chartervertrag für die ehemalige Hanseatic unter ihrem neuen Namen RCGS Resolute hatte der Veranstalter 2018 seine Flotte erweitert. Man suche nun nach Möglichkeiten, den Flottenausbau schneller voranzutreiben.

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