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Ocean Atlantic (Bild: Tom Bastin, CC BY 2.0)

Ocean Atlantic auf Spitzbergen wegen Sicherheitsmängeln festgesetzt

Das Expeditionskreuzfahrtschiff Ocean Altantic ist innerhalb weniger Monate bereits zum zweiten Mal wegen Sicherheitsmängeln festgesetzt worden. Die norwegischen Behörden haben dem Schiff in Longyearbyen auf Spitzbergen das Auslaufen vorerst untersagt, wie norwegische Medien berichten. Ende Mai war die Ocean Atlantic bereits in Schottland mit Mängeln aufgefallen.

Vor rund einer Woche war die Ocean Atlantic im nordöstlichen Teil des Svalbard-Archipels offenbar unterhalb der Wasserlinie beschädigt worden und hatte einen Wassereinbruch. Den Meldungen norwegischer Medien zufolge hatte die Schiffsführung den Zwischenfall nicht den Behörden gemeldet. Das Leck sei von der Crew selbst repariert worden. Wodurch genau das Leck entstand, ist nicht bekannt.

Die Behörden hätten erst durch einen anonymen Hinweis von dem Zwischenfall erfahren, worauf die Ocean Atlantic von der Küstenwache nach Longyearbyen eskortiert worden sei. Wie viele Passagiere zum Zeitpunkt des Zwischenfalls an Bord waren, ist nicht bekannt.

Im Hafen von Longyearbyen unterzogen die norwegischen Behörden das Expeditionskreuzfahrtschiff dann einer umfangreicheren Inspektion, bei der mehr als 20 gravierende Mängel festgestellt worden seien, unter anderem beim Brandschutz, an den Motoren und an der Notfallausrüstung des Schiffs. Daraufhin haben die Behörden dem Schiff vorerst das Auslaufen untersagt.

Wir haben den Kreuzfahrtveranstalter Albatros Expeditions um eine Stellungnahme gebeten, die uns aber noch nicht vorliegt. Wir ergänzen an dieser Stelle, sobald wir Antwort bekommen.

Zuvor war die Ocean Atlantic bereits im Mai 2022 im schottischen Greenock ebenfalls wegen Sicherheitsmängeln aufgefallen und ab 22. Mai vorübergehend an die Kette gelegt worden. Die Reederei musste deshalb eine Schottland-Kreuzfahrt absagen. Bemängelt wurden bei der Kontrolle in Greenock unter anderem Probleme beim Brandschutz, mangelndes Crew-Training, Verstöße gegen die Maritime Labour Convention und bei Umweltschutzmaßnahmen.

Die 1986 als Konstantin Chernenko als Ro-Ro-Fähre in Dienst gestellte und 2010 zum Kreuzfahrtschiff umgebaute Ocean Atlantic ist knapp 140 Meter lang und bietet Platz für 198 Passagiere. Sie fährt aktuell für den dänischen Veranstalter Albatros Expeditions unter portugiesischer Flagge. Neben der Ocean Atlantic gehört auch die neu gebaute Ocean Victory zur Flotte des Expeditionskreuzfahrt-Veranstalters. Im Mai 2023 soll mit der Ocean Albatros ein weiterer Neubau hinzukommen.

1 Kommentar

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

1 Gedanke zu „Ocean Atlantic auf Spitzbergen wegen Sicherheitsmängeln festgesetzt“

  1. Es ist mir völlig rätselhaft, wie man ein so altes, billigst gebautes und nicht ausreichend gewartetes Schiff im Nordatlantik/im Eis einsetzen kann. Das ist völlig unverantwortlich. Die alte Dimitrij gehört auf den Schrottplatz! Ich kenne das in Stettin Mitte der 80-er Jahre gebaute Schiff gut. Es war von Anfang an mit technischen Mängeln versehen, der gesamte Bug musste sogar wegen mangelnden Auftriebs ausgewechselt werden.
    Alexander Möbius

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