Solarium

Pool und Solarium

Am Pooldeck gibt es wie auf der Oasis Class wieder ein Solarium am Bug des Schiffs – und das Solarium der Quantum of the Seas ist noch beeindruckender. Es ist vor allem geprägt von mehreren abgestuften Pools, teils mit Glaswänden und wirkt wie ein kleines Tropenparadies mit vielen (künstlichen) Pflanzen und Palmen.

Im Unterschied zur Oasis Class ist das Glasdach des Solariums der Quantum of the Seas durchgehend und dient bei schlechtem Wetter daher vor allem auch als zuverlässiger Regenschutz. Für viel frische Luft bei schönem Wetter sorgen große, seitliche Fenster, die sich öffnen lassen.

überdachter Pool-Bereich
überdachter Pool-Bereich

Ähnlich ist das beim Innen-Pool gelöst, der ebenfalls ein festes Glasdach statt eines zurückfahrbaren Magrodome-Dachs hat. Teile dieser Verglasung lasen sich aber öffnen, sodass bei warmem Wetter auch der Innenpool direktes Sonnenlicht und frische See-Luft bekommt.

Außerdem gibt es einen Außenpool-Bereich unterhalb der Sky Bar und des North Stars. Ein Teil davon ist die H2O-Zone, der flache Kids-Pool mit Dreamworks-Design, unter anderem mit Madagaskar-Pinguin-Figuren.

Two70°

Two70°
Two70°

Eine der spektakulären Neuerungen der Quantum of the Seas ist die riesige, mehrstöckige Showlounge „Two70°“ am Heck des Schiffs. Two70° steht für einen 270-Grad-Rundblick und der ist in der Tat beeindruckend. Bei Tageslicht genießt man hier den Blick aufs Meer in einer nie dagewesenen Großzügigkeit durch die riesige Panoramafenster-Front.

Am besten kann man das Two70° mit unserem interaktiven Panorama-Foto erfassen:

Hinweise zur Bedienung: Wir empfehlen die Nutzung des Vollbild-Modus‚ (das Symbol mit den vier Pfeilen ganz rechts). Für freie Sicht auf das jeweilige Panorama können Sie die Vorschau-Bilder der weiteren Panoramen mit dem Symbol neben dem Vollbild-Modus (drei gestapelte Rechtecke) aus- und später wieder einblenden.

Wenn es draußen Dunkel wird, wandelt sich die Fenster-Front zu einer riesigen Projektionsfläche für Shows wie „Starwater“. Leinwände fahren an den Fenstern herunter und die sechs riesigen, von Roboter-Armen bewegten Bildschirme zaubern eine faszinierende Technik-Show.

Two70°
Two70°

Uns persönlich hat die Show „Starwater“ inhaltlich nicht übermäßig beeindruckt, wir haben vor allem den ersten Teil als wenig abwechslungsreich und etwas eintönig empfunden. Trotzdem: tänzerisch und gesanglich eine erstklassige Show. Und für Technik-Fans ist die Präsentation mit einer Kombination aus aufwändiger und vielfältiger Bühnentechnik, den Mega-Projektionen und den damit korrespondierenden, Roboter-gesteuerten Bildschirmen absolut zum Genießen.

Letztlich haben die anderthalb Tage der Vorabfahrt für uns nicht ausgereicht, um das Two70° in seiner ganzen Vielfalt zu erleben. Royal Caribbean scheint damit aber ein technisch höchst faszinierender und sehr vielseitiger Raum auf der Quantum of the Seas gelungen zu sein, der so oder ähnlich auf keinem anderen Kreuzfahrtschiffe existiert.

Ripcord, North Star, Seaplex

"Flug-Unterricht" im Ripcord
„Flug-Unterricht“ im Ripcord

Über den Fallschirmsprung-Simulator Ripcord, die Aussichtsgondel North Star und auch den neu entwickelten Multifunktions-Indool-Sportplatz Seaplex ist schon wie geschrieben worden. Einen guten Eindruck bekommt man von diesen Attraktionen über unsere Bildergalerie. Ausprobiert haben wir Ripcord und North Star, zum Autoscooter-Fahren und Trapez-Übungen in der Zirkus-Schule fehlte uns die Zeit.

Während sich an echtes Fallschirmspringen nur sehr Mutige trauen und sowohl der finanzielle als auch der Trainingsaufwand dafür enorm hoch sind, bietet Ripcord ein solches Erlebnis ziemlich risikolos und einfach für jeden an.

Als Anfänger vollführt man allerdings keine großen Kunststücke wie die Instruktoren das können. Da ist man schon froh, wenn man ohne Hilfe ein wenig frei schwebt. Doch schon das macht enorm Spaß! Damit man das Gefühl für richtiges Fallschirmspringen noch besser bekommt, kann man mit Hilfe der Instruktoren aber auch bis ganz nach oben in dem vertikalen Windkanal hinauf fliegen, sich im Kreis drehen, im Luftstrom auf- und absteigen. Als Erlebnis ist das Fliegen im Ripcord sehr faszinierend – und das Ganze einfach mal so nebenbei auf einer Kreuzfahrt, ohne großen Aufwand und kostenlos.

North Star
North Star

Wer sich trotzdem nicht traut, probiert vielleicht die Aussichtsgondel North Star aus, die sich von oberhalb des Pooldecks an einem Hubarm weit über das Schiff und bei günstigen Windbedingungen auf See sogar seitlich über das Schiff hinaus bis in einem 90-Grad-Winkel zum Schiff bewegt – mit Blick aufs Meer aus 90 Metern Höhe. Maximal 14 Passagiere dürfen jeweils gleichzeitig mitfahren, sodass man in der Gondel viel Bewegungsfreiheit hat und den Ausblick richtig genießen kann. Tipp: Am schönsten ist es zum Sonnenuntergang. Und: Solange das Schiff im Hafen liegt, bleibt die Gondel über dem Schiff, nur auf See ist der Schwenk um 90 Grad seitlich möglich.

Kabinen: neuer Schnitt und ein wenig „Homing“-Style

Balkonkabine
Balkonkabine

Neu gestaltet sind auch die Kabinen: Sie wirken schmaler, dafür aber tiefer. Spiegeltisch und Sofa bilden eine Einheit, ebenso wie das Doppelbett mit relativ tiefen Hängeschränken über dem Kopfteil. Eine hervorragende Lösung hat Royal Caribbean für die Klimaanlage gefunden: Die Auslassschlitze befinden sich immer in der Mitte der Kabine, je nach Konstellation also über dem Bett oder dem Sofa. Sie sind oberhalb der Hängeschränke angeordnet, sodass die kühle Luft auch bei Anordnung über dem Bett nie direkt auf den Kopf-Bereich bläst. Insgesamt ist die Klimaanlage sehr sanft und extrem leise.

Sofas im Two70°
Sofas im Two70°

Optisch fallen die Kabinen mit einem Anflug von „Homing“-Style auf: Verschiedenfarbige Kissen, ein wenig Verzierung an der Spiegeltisch-Leuchte und den Nachttischlampen. Anders als auf der Mein Schiff 3, auf der „Homing“ intensiv eingesetzt wird, bleibt das auf der Quantum of the Seas aber zurückhaltend und ist längst nicht so verschnörkelt wie bei TUI Cruises. Deutlicher fällt „Homing“ übrigens in der Show-Lounge Two70° auf, vor allem in Form sehr vielfältiger und unterschiedlich farbiger Sitzmöbel.

Innenkabine mit virtuellem Balkon
Innenkabine mit virtuellem Balkon

Nicht ganz neu bei Royal Caribbean, aber auf der Quantum of the Seas erstmals von Anfang an auf einem Schiff umgesetzt sind die Innenkabinen mit virtuellem Balkon – rund 100 solcher Kabinen gibt es an Bord. Der Clou: Der riesige Bildschirm ist so in die Kabinenwand integriert, dass er tatsächlich wie ein echter Balkon wirkt. Von Kameras außen am Schiff wird die reale Außenansicht in Echtzeit auf das Display übertragen. Faszinierend – und in Hinblick auf Seekrankheits-Risiko sehr wichtig: Die Schiffsbewegungen bei Seegang werden ohne wahrnehmbare Zeitverzögerung am Display sichtbar, eben wie bei einem realen Fenster oder Balkon.

Ähnlichkeiten zur Mein Schiff 3

Die Quantum of the Seas und die Mein Schiff 3 sind sehr unterschiedliche Schiffe, ein paar Ähnlichkeiten in Details machen die beiden Schiffe also keinesfalls gleich zu Schwestern. Aber dennoch ist offensichtlich, dass das Neubau-Team von Royal Caribbean durchaus einige Ideen auf beiden Schiffen auf die eine oder andere Weise verwendet hat.

Am meisten sticht das Dynamic Dining ins Auge – denn genau diese Aufteilung des Hauptrestaurants in drei thematisch unterschiedliche Restaurants ist eine der großen Innovationen auf der Mein Schiff 3. Erfunden haben das Konzept freilich beide nicht: Das Freestyle-Konzept von Norwegian Cruise Line basiert in Teilen genau auf dieser Idee.

Ob nun direkte Parallele oder einfach im Trend liegend: Beide Schiffe arbeiten bei den Türschlössern für die Kabinen mit RFID-Technik statt mit Magnetstreifen, was das Zugangssystem wesentlich zuverlässiger macht und Ärger mit nicht funktionierenden Magnetstreifen eliminiert. RCI geht bei der Nutzung der RFID-Technik allerdings noch deutlich weiter als TUI Cruises, mehr dazu beim Thema „Smart Ship“.

Bäckerei und frisches Brot im Windjammer
Bäckerei und frisches Brot im Windjammer

Wer das Buffet-Restaurant Windjammer betritt, dem steigt sofort der Duft frisch gebackenen Brots in die Nase – für ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff sehr ungewöhnlich. Und doch gibt es im Windjammer der Quantum of the Seas tatsächlich eine kleine Bäckerei. Die Auswahl an frischem Brot und Brötchen ist längst nicht so umfangreich wie in der Backstube der Mein Schiff 3, für ein internationales Schiff aber durchaus bemerkenswert. Und gleich nebenan – ebenfalls neu im Windjammer – gibt es ein kleines Café mit Kaffee-Spezialitäten.

An die Mein Schiff 3 erinnert auf der Quantum of the Seas im weiteren Sinne aber auch der Bereich der Royal Esplanade und The Via – unterschiedlich gestaltet, mit unterschiedlichen Funktionen und doch baulich irgendwie ähnlich.

Music Hall
Music Hall

Interessant ist auch eine Parallele, die aber nur die Grund-Idee gemeinsam hat: jedes Schiff hat einen Raum, der explizit der Live-Musik gewidmet ist. Auf der mein Schiff 3 ist das der klassische Konzertsaal „Klanghaus“, auf der Quantum of the Seas ist es die „Music Hall“. Da hören die Parallelen dann allerdings auch auf. Denn die Music Hall ist vor allem ein großer, zweistöckiger Live-Musik-Club mit Rock-Musik, einer großen Bar mit sehr kreativen Cocktails, Billard-Tischen, Lounge-Möbeln, kurz: Das Zentrum des Nachtlebens auf der Quantum of the Seas.

Fazit

Blick auf die Quantum of the Seas von oben aus dem North Star
Blick auf die Quantum of the Seas von oben aus dem North Star

War die Oasis of the Seas für Royal Caribbean International ein Meilenstein in der Schiffsarchitektur und als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt ein enormes Erfolgsmodell, so markiert die Quantum of the Seas für die Reederei nun eine Meilenstein in der Entwicklung der der gesamten Flotte. Design, Restaurant-Konzept und Automation beinhalten deutliche Veränderungen, die Royal Caribbean insgesamt deutlich verändern werden: weg von einigen Traditionen, hin zu einer flexibleren Art des Kreuzfahrens. Mit Blick auf neue Zielgruppen und der Erschließung des riesigen chinesischen Marktes ist dieser Schritt wichtig.

Zugleich ist es Royal Caribbean gelungen, auch ihre Stammgäste zu begeistern und mit Liebgewonnenem und Gewohntem nicht gänzlich zu brechen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird vor allem sein, wie Dynamic Dining von den Stammgästen angenommen wird. Angesichts der schönen, neuen Auswahl an kleineren Hauptrestaurants sollte der Nutzen für die Passagiere aber wohl überwiegen – vorausgesetzt, das Reservierungssystem und das Zusammenspiel von Restaurant- und Show-Reservierungen klappt reibungslos.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der Quantum of the Seas auf Einladung von Royal Caribbean International.

Weitere Teile der Serie " Quantum of the Seas: Mehr als nur eine neue Schiffsklasse ":

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