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Seabourn schafft U-Boote auf Expeditionsschiffen ab

Seabourn schafft die U-Boote auf ihren Expeditionskreuzfahrtschiffen ab. Als Begründung nennt die Luxusreederei eine zu geringe Nachfrage der Passagiere nach den teuren U-Boot-Tauchgängen sowie technische und regulatorische Aspekte, die den Einsatz der U-Boote immer schwieriger gestalten würden.

Vor allem sei die Nachfrage nach den kostenpflichtigen U-Boot-Ausflügen hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schreibt Seabourn in einer an Reisebüros und Branchenpartner. Die U-Boot-Tauchfahrten endeten demnach bereits mit dem Ende der laufenden Antarktis-Saison Anfang März 2026. Die Tauchfahrten waren optional gegen Aufpreis buchbar.

Zur schwachen Nachfrage hinzu kommen laut Seabourn auch die technische Komplexität bei Wartung und Anforderungen bei der Zertifizierung der U-Boote sowie immer strengere regulatorische Vorgaben für den Einsatz in sensiblen Gebieten wie der Antarktis. Beides habe die Betriebskosten erhöht und die Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt.

Die Seabourn Venture (in Dienst seit 2022) und die Seabourn Pursuit (seit 2023) waren jeweils mit zwei Glaskuppel-U-Booten ausgestattet. Die U-Boote boten Platz für sechs Passagiere und konnten laut Spezifikation bis zu 300 Meter tief tauchen, gingen in der Praxis aber zumeist nicht tiefer als 150 Meter.

Im Oktober 2024 hatte es einen viel beachteten Fund gegeben: Das U-Boot der Seabourn Pursuit entdeckte vor Alejandro Selkirk Island im chilenischen Juan-Fernández-Archipel das Wrack des deutschen Versorgungsschiffs „Titania“ aus dem Ersten Weltkrieg in 95 Meter Tiefe.

U-Boote auch auf Luxus- und Expeditionsschiffen von Viking und Scenic

Seabourn ist die erste Expeditionsreederei, die ein bereits eingeführtes U-Boot-Programm wieder einstellt. Nur wenige andere Kreuzfahrtreedereien haben ebenfalls U-Boote auf einigen ihrer Schiffe.

Scenic Cruises setzt auf seinen Expeditionsyachten Scenic Eclipse (seit 2019) und Scenic Eclipse II (seit 2023) jeweils ein Tauchboot ein, zusätzlich zu zwei Hubschraubern pro Schiff. Auch die für 2028 geplante, größere Scenic Ikon soll ein Tauchboot (Triton AVA-9, „Scenic Neptune III“) und zwei Hubschrauber erhalten.

Auf regulatorische Schwierigkeiten ist Scenic bereits mit der Scenic Eclipse gestoßen: Auf der Scenic Eclipse II kommt ein anderer, in den USA gebauten U-Boot-Typ eingeführt, weil der aus den Niederlanden stammenden Typ auf der Scenic Eclipse in US-amerikanischen Gewässern wegen Kabotage-Regeln (Passenger Vessel Service Act) nicht betrieben werden darf.

Viking Expeditions hat seine beiden Expeditionsschiffe Viking Octantis und Viking Polaris ebenfalls mit Tauchbooten ausgestattet.

Hapag-Lloyd Cruises hat sich bei seinen Hanseatic-Neubauten bewusst gegen U-Boot und Hubschrauber entschieden. Man habe der Versuchung widerstanden, solche Features einzusetzen, und setze stattdessen auf hohe Reichweite und Flexibilität bei der Routenplanung, erklärte die deutsche Luxus- und Expeditionsreederei beispielsweise zur Hanseatic Spirit.

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Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

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