TUI Cruises

TUI Cruises baut zwei große, neue LNG-Schiffe bei Fincantieri

TUI Cruises steigt bei künftigen Neubauten auf LNG als vergleichsweise umweltfreundlichen Treibstoff um und baut deutlich größere Schiffe. Bei Fincantieri hat TUI Cruises zwei Neubauten bestellt, die 2024 und 2026 fertiggestellt sein sollen.

Die beiden baugleichen Neubauten sollen mit einer Tonnage von BRZ 161.000 deutlich größer werden als die bisherigen „Mein Schiff“-Neubauten Mein Schiff 1, 3, 4, 5 und 6, die eine Tonnage von rund BRZ 110.000 haben. Sie gehören zu den größten jemals in Italien gebauten Kreuzfahrtschiffen, nur die Evo-Klasse von MSC ist noch größer. Weltweit wird diese Schiffsklasse dennoch nicht zu den größten zählen, sondern etwas auf Rang 16 der größten Kreuzfahrtschiffsklassen landen.

Die neuen Schiffe sollen LNG (Flüssiggas) als Treibstoff nutzen und damit in Sachen Umweltschutz über den Status der bisherigen Neubauten von TUI Cruises hinausgehen, die mit permanentem Scrubber-Betrieb und vielen umweltfreundlichen Details bereits einer der Vorreiter in der Branche sind.

Bis 2026 wächst die TUI-Cruises-Flotte mit diesen beiden Neubauten laut TUI Cruises auf neun Kreuzfahrtschiffe. Denn vor den beiden neuen LNG-Schiffen ist für 2019 die Indienststellung der neuen Mein Schiff 2 geplant, 2023 kommt die Mein Schiff 7.

Nähere Details zu den neuen Schiffen hat TUI Cruises noch nicht genannt. Die bisherigen Neubauten hatte TUI Cruises immer bei STX beziehungsweise Meyer im finnischen Turku bauen lassen. Jetzt wechselt das 50:50-Joint-Venture von TUI und Royal Caribbean zu Fincantieri. Die Schiffe werden in der Fincantieri-Werft in Monfalcone gebaut.

8 Kommentare

8 Kommentare zu “TUI Cruises baut zwei große, neue LNG-Schiffe bei Fincantieri

  1. Hallo Franz
    „Sie werden dann auch die größten jemals in Italien gebauten Kreuzfahrtschiffe sein“
    Erinnerst du dich an deinen Post vom 29.11.2017 mit dem Titel: „MSC kündigt zwei „Seaside-Evo“-Schiffsneubauten an“? Da schreibst du „Die Schiffe werden 339 Meter lang und 41 Meter breit sein und eine Tonnage von BRZ 169.380 haben“. Mir scheint, 169’380 ist grösser als 161’000 … ;-)

  2. Schade, dass TUI nun auch diesen Wahnsinn mitmacht. Damit dürfte dann auch der letzte Rest an Flair hinweg sein. Wohin soll das alles noch führen und was das noch mit einer Seereise zu tun? Die armen Hafenstädte!!!

  3. Der „kollapps“ kommt hoffentlich, bevor die Chinesen in den Markt einsteigen. Irgendwann ist es sowieso vorbei. Dann sollen die Europäer lieber vorher den Markt leerfegen.

  4. Danke, Alex, für den Hinweis! Das kommt davon, wenn man den Angaben der Reederei traut, ohne jedes einzelne Detail nochmal zu verifizieren. Interessant: Hab‘ gerade mal die Pressemitteilung von Fincantieri dazu nachgelesen – da steht das auch mit den größten in Italien je gebauten Schiffen. So langsam verlieren wohl selbst die Werften selbe ein wenig den Überblick über die vielen Schiffe, die sie da bauen ;-) Ich ändere es im Text …

  5. „Mit der neuen Schiffsklasse erfüllen wir die Wünsche unserer Gäste …“ , so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.
    Da frag ich mich welche Gäste das sein sollen. Ich hab an Bord eines TUI Schiffs noch nie gehört, das jemand ein grösseres Schiff wollte.

  6. Di Reedereine behaupten die Gäste wollenn so große Schiffe aber das stimmt nicht ! Die wollen nur noch mehr Kohle scheffeln, ich kenn von den Älteren und „Mittel agern“ auch keinen der größere Schiffe will, den meisten sind AIDA Diva bis AIDA Stella schon zu groß! Nur Familien mit vielen Kindern die noch nie auf den „alten“ Schiffen waren finden diese „Kindergärten auf See“toll, Beispiel die Umfrga welche Schiffe die Deutschen am Besten finden hat AIDA Prima gewonnen?? Verstehe ich nicht , Umfrage manipuliert?

  7. @Martin: Ohne TUI Cruises in irgend einer Weise verteidigen zu wollen: Jede Reederei ist ein Wirtschaftsunternehmen. Das Ziel von Unternehmen ist, Geld zu verdienen. Letztlich entscheidet ein Unternehmen, was wirtschaftlich am lukrativsten ist. Derzeit gibt es am Kreuzfahrtmarkt mehr Nachfrage als Angebot und die Werften sind auf viele Jahre hinweg ausgelastet. Schneller wachsen kann eine Reederei also nur, wenn sie auf ein Schiff mehr Passagiere unterbringt. Die hohe Nachfrage entsteht in neuen Zielgruppen, die über Kreuzfahrt anders denken als die bestehenden Kunden, denen tatsächlich wohl kleinere Schiffe lieber sind. Aber diese Zielgruppe wächst weniger schnell als neue Zielgruppen, die ein Schiff mehr als schwimmendes Ferienressort sehen (und entsprechende Abwechslung, Entertainment, Optionen erwarten, was größere Schiffe voraussetzt, um all das an Bord unterzubringen). Ich kann natürlich nicht in die Köpfe der Entscheidungsträger bei TUI Cruises und dem Joint-Venture-Partner Royal Caribbean schauen, aber das sind sicherlich Kriterien, die zur Entscheidung beitragen, noch größere Schiffe zu bauen.

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