Zehn unverzichtbare Reise-Apps für Android und iPhone

von
Artikel drucken

Reise-Apps fürs Smartphone gibt es wie Sand am Meer, doch die meisten sind kaum mehr als nutzlose Gimmicks. Speziell für Kreuzfahrten gibt es noch viel weniger Brauchbares. Welche Apps ich auf meinen Reisen wirklich nutze? Hier meine Favoriten …

Handy-Apps, die im Urlaub und auf Kreuzfahrt unentbehrlich sind ...
Handy-Apps, die im Urlaub und auf Kreuzfahrt unentbehrlich sind …

Weil das Handy immer dabei ist, nutze ich es zunehmend auch für Dinge, die ich früher auf Papier dabei hatte oder für die man umständliche, analoge Lösungen brauchte: Kopien wichtiger Dokumente, Umrechnung fremder Währungen und natürlich Reise-Informationen wie Landkarten und Ähnliches.

ANZEIGE

Außerdem Apps für Wetter, Wind und Seegang, Tracking anderer Kreuzfahrtschiffe und Ähnliches. Nicht zu vergessen: eine App, die mir beim Koffer packen hilft.

Unabhängig vom Reisen, unterwegs aber besonders nützlich ist Whats App, um unkompliziert in Kontakt zu Freunden und Familie zu bleiben und sogar, um über freie WLANs mal schnell kostenlos nach Hause zu telefonieren.

1 – Pack Point: intelligente Listen zum Kofferpacken

Packpoint
Packpoint

Packen ist für mich der schlimmste Teil des Reisens: Gewichtsgrenze 23 Kilogramm, es soll aber warme ebenso wie luftige und formelle Kleidung in den Koffer, dazu Schuhe, Schnorchel-Ausrüstung, Foto-Stativ.

Pack Point stellt auf Basis von Reiseziel, Reisedauer und geplanter Aktivitäten eine Packliste zusammen, die recht treffsicher enthält, was man wirklich braucht und dabei auch Wetter und Temperaturen vor Ort berücksichtigt. Sehr unkompliziert ergänzt man die Listen, entfernt Gegenstände oder verändert Mengen. In der Premium-Version (3,19 Euro) kann man diese individuellen Listen auch zur Wiederverwendung speichern.

Beim Packen hakt man dann in der App alles ab, was man in den Koffer legt. Das gibt ein wirklich gutes Gefühl, nichts zu vergessen.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.YRH.PackPoint&hl=de
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/packpoint-reisebegleiter/id896337401?mt=8

2 – Adventure Ally: alle wichtigen Dokumente in Kopie

Adventure Ally
Adventure Ally

Adventure Ally ist vor allem ein sicherer Speicher von Dokumenten: Einfach Reisepass, Versicherungs- und Kreditkarten, Reisedokumente und andere wichtige Dokumente abfotografieren und in der App ablegen. Geht unterwegs etwas verloren, hat man immer eine Kopie zur Hand. Das macht die Wiederbeschaffung vor Ort wesentlich leichter.

Zusätzlich enthält Adventure Ally einen Währungsrechner, einen Trinkgeld-Guide und Notruf-Telefonnummern für Polizei, Notarzt und Feuerwehr weltweit. Als kleinen Gag gibt’s außerdem eine Weltkarte, auf der man die Länder markieren kann, die man schon besucht hat.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.adventureally.wallet&hl=de
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/adventureally-travel-companion/id1088501085?mt=8

3 – TravelSafe: nützliche Infos für alle Länder der Welt

Travel Safe
Travel Safe

Travel Safe (nur Android) ist Adventure Ally ähnlich, hat aber keine Dokumenten-Speicher, dafür aber ein paar zusätzliche Features: Neben Trinkgeld-Infos gibt es eine Funktion zum Berechnen des passenden Trinkgelds. Die App informiert über Links-/Rechtsverkehr im jeweiligen Land, Zeitzone, elektrische Steckernormen inklusive Bildern. Der Währungsrechner funktioniert nur in der Pro-Version (1,09 Euro) ohne Internet-Verbindung. Ebenfalls der Pro-Version vorbehalten sind Telefonnummern von Botschaften und Konsulaten.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.mattneri.travel_safe_lite&hl=de

XE Currency: Währungsrechner

Wer einen Währungs-Umrechner lieber als eigenständige App statt als Teilfunktion eine Reise-App möchte, ist mit XE Currency gut bedient.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.xe.currency
für iPhone: https://itunes.apple.com/ca/app/xe-currency/id315241195?mt=8&ign-mpt=uo%3D4

4 – City Mapper: öffentliche Verkehrsmittel im Griff

City Mapper
City Mapper

Öffentliche Verkehrsmittel in fremden Städten überfordern mit regelmäßig: fremde Sprache, komplizierte Tarife und dann auch noch ein Dutzend unterschiedlicher Verkehrsmittel und Betreiber, die irgendwie alle nicht zusammenpassen.

Die App City Mapper ist da ein wertvoller Helfer, denn sie vereinigt alle möglichen Verkehrsmittel in einer App, ob Busse, Bahnen, Metro, Fähren oder sogar City-Bikes. Eine Navi-Funktion zeigt an, auf welchem Weg und mit welcher Kombination aus Verkehrsmittel man von A nach B kommt, hat einen aktiven Navi-Modus und zeigt auch die Kosten an. Und Routen-Pläne können natürlich auch für die Offline-Nutzung gespeichert werden. So legt man sich seine Route im kostenlosen WLAN im Hotel zurecht und braucht unterwegs dann keine Internet-Verbindung mehr.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.citymapper.app.release&hl=de
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/citymapper-dein-stadt-navi/id469463298?mt=8

5 – Uber und kurzfristiges Hotel

Uber
Uber

Als günstige Taxi-Alternative kennt man Uber inzwischen ja. Sinnvoll ist es aber, sich schon zu Hause die App zu installieren und einen Account anzulegen, damit man vor Ort sofort startklar ist.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ubercab&hl=de
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/uber/id368677368?mt=8

Und für Notfälle ist bei mir die App Hotel Tonight dabei. Sollte ich irgendwo schnell ein Hotel brauchen, etwas weil ich einen Anschlussflug verpasse oder sonst etwas schief geht: Mit der App löst sich das Problem sehr bequem.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.hoteltonight.android.prod&hl=de
für iPhone: https://itunes.apple.com/us/app/hoteltonight/id407690035?mt=8

6 – Evernote oder Trip It: Reise-Infos immer griffbereit

Evernote
Evernote

Ich bereite mich auf meine Reisen meist recht umfangreich vor, will nichts dem Zufall überlassen. Da sammeln sich jede Menge Infos in den unterschiedlichsten Formaten an – PDFs, Word-Dokumente, Websites, Bilder. Einfach alles in Evernote reinziehen, fertig. Unterwegs will ich dann auf all das wieder zugreifen können.

Evernote gibt es sowohl als Desktop- als auch Smartphone-App und die gesammelten Daten lassen sich synchronisieren. Außerdem erlaubt Evernote, Datensammlungen mit anderen zu teilen und gemeinsam zu nutzen. Deshalb ist Evernote für uns ideal. Nachteil: Es ist eben ein Dokumenten-Speicher, der keine Zeitabläufe oder Reisestrukturen abbildet. Vor Ort muss man sich die Sachen also ein wenig zusammensuchen, selbst wenn man zum Beispiel für jeden Tag eine eigene Sammlung anlegt.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.evernote
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/evernote/id281796108?mt=8

Trip-it
Trip-it

Wer es strukturierter und strenger organisiert will, kann sich vermutlich mit Trip It anfreunden, das speziell für Reisen gemacht ist. Hier legt man am Smartphone die komplette Reisen mit einzelnen Aktivitäten an, auch Kreuzfahrten werden darin explizit unterstützt. Auch das Speichern von Reisedokumenten unterstützt die App.

Wer sowas mag: Gibt man sein Mail-Konto frei, holt sich die App Reisedaten sogar direkt aus Buchungsbestätigungen und legt die Einträge automatisch an. Für Deutsche ist diese Funktion allerdings nur begrenzt nützlich, weil die App auf amerikanische Reiseveranstalter fokussiert ist. Mir persönlich ist das zu persönlich, ich meine Daten nicht so großzügig freigeben und für mich schränkt die App durch seine strenge Struktur auch zu stark ein – aber das ist natürlich Geschmackssache.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.tripit
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/tripit-travel-organizer/id311035142?mt=8

7 – Marine Traffic: Wo ist mein Schiff, wo sind die anderen?

Marine Traffic
Marine Traffic

Endlich auch mal eine App mit Bezug zu Schiffen: Marine Traffic ist mein treuester Begleiter. Denn mit der App weiß ich immer, wo mein eigenes Schiff gerade ist und kann sehen, welche anderen Schiffe in der Nähe sind oder wo ein bestimmtes Schiff gerade steckt. Allerdings. Marine Traffic ist nicht kostenlos – aber die 4,99 Euro (iOS: 5,49 Euro) lohnen sich allemal.

Denn Marine Traffic ist beispielsweise sehr praktisch zum Fotografieren von anderen Schiffen: Ich weiß, dass zwei weitere Schiffe im selben Hafen sein werden – aber ständig zum Horizont schauen, ob sie beim Einlaufen nicht zu verpassen? Mit Marine Traffic find ich schnell heraus, wie viel Zeit noch bleibt …

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.marinetraffic.android
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/marinetraffic-ship-tracking/id563910324?mt=8

8 – Windy: Das Wetter auf See

Windy
Windy

Die beste Wetter-App für Kreuzfahrten ist für mich Windy. Wie der Name schon sagt, lassen sich darüber zunächst einmal Windstärken und Windrichtungen ablesen. Die App bietet aber eigentlich alles, was man von einer professionellen Wetter-App erwarten kann: Temperaturen, Wellenhöhen, Niederschlagsmengen, natürlich Wetter-Vorhersagen und sogar animierte Zeitverläufe für die Vorhersagen.

Besonders an Windy ist aber auch, dass sich die Wetter-Vorhersagen eben nicht wie sonst bei Wetter-Apps auf Städte an Land beziehen, sondern das Seewetter mit einbeziehen. Seit ich Windy das erste Mal gesehen habe, bin ich ein echter Fan dieser App.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.windyty.android
für iPhone: https://itunes.apple.com/us/app/windy-wind-and-waves-forecast/id1161387262?mt=8

9 – Firewall ohne Root: Datenvolumen im Ausland unter Kontrolle

Firewall ohne Root
Firewall ohne Root

Das größte Problem am Smartphone ist, dass es ständig im Hintergrund Daten überträgt. Das kann im Ausland oder eben bei einer Abrechnung nach Datenvolumen am Kreuzfahrtschiff schnell teuer werden – beziehungsweise das bezahlte Datenvolumen ist schnell aufgebraucht.

Die App Firewall ohne Root (nur Android) blockt Datenübertragungen im Hintergrund effektiv aus und lässt nur die Apps Daten übertragen, denen man das auch erlaubt. Leider ist die App etwas umständlich in der Bedienung: Standardmäßig dürfen nämlich alle Apps Daten übertragen. Man muss also in den Einstellungen der App jeder einzelnen App die Datenübertragung durch Setzen von zwei Häkchen verbieten. Und installiert man neue Apps, muss man auch da wieder daran enken, sie in der Firewall-App zu blockieren.

Dennoch: Firewall ohne Root ist äußerst nützlich, wenn man mit knappen oder sehr teuren Datenvolumen auskommen will. Für iOS ist mir leider keine vergleichbare App bekannt – vielleicht gibt’s unter den Lesern einen iPhone-Besitzer, der da etwas Vergleichbares kennt?

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=app.greyshirts.firewall

10 – Hotspot Shield: Sicher surfen in öffentlichen WLANs

Hotspot Shield
Hotspot Shield

Auch wenn es die meisten ignorieren: Unterwegs in offen WLANs bei McDonalds, Starbucks & Co. zu surfen, ist ein enormes Sicherheitsrisiko. Denn Daten werden in diesen WLANs unverschlüsselt übertragen. Jeder andere Nutzer im selben Netz kann mit minimalem Fachwissen Passwörter und andere persönliche Daten abfangen und missbrauchen. Das gilt übrigens auch für WLANs auf Kreuzfahrtschiffen, die typischerweise ebenfalls ohne Datenverschlüsselung arbeiten.

Deshalb sollte eigentlich zur Standardausstattung jedes Smartphones eine so genannte VPN-App gehören. VPN steht für Virtual Private Network und kümmert sich darum, dass Daten verschlüsselt übertragen werden und dadurch niemand unbefugt mitlesen kann.

Es gibt mehrere Apps, die VPN-Verbindungen realisieren. Hotspot Shield ist schon lange am Markt und hat sich, auch in meinem eigenen Alltag bewährt, deshalb die Empfehlung dafür, auch wenn andere Apps möglicherweise genauso gut sein mögen.

Einen kleinen Haken hat das Ganze allerdings: Nicht in allen WLANs, insbesondere auf Kreuzfahrtschiffen, lässt sich eine solche VPN-App nutzen. Denn solche Verbindungen werden in den Netzen oft blockiert. Der Grund ist einfach: Immer mehr Reedereien haben beispielsweise Social-media-Flatrates, in denen beispielsweise Youtube nicht freigegeben ist. Bei einer VPN-Verbindung sieht die Reederei-Technik aber nicht, welche Art von Daten übertragen werden. Um sich mit VPN nicht austricksen zu lassen, sind VPN-Verbindungen daher oft gesperrt. Um herauszufinden, ob das so ist, hilft nur ausprobieren.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=hssb.android.free.app
für iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/hotspotshield-vpn-wifi-proxy/id443369807?mt=8

Die Apps der Reedereien

Ich spare mir an dieser Stelle, alle Reederei-Apps mit Links aufzuführen – zu schnell ändert sich da zur Zeit etwas. Wichtig ist nur: Die Apps werden immer besser, bieten immer mehr Funktionen, sodass es sich eigentlich immer lohnt, die jeweils passende App der Reederei am Smartphone zu haben.

Wichtig: Vor der Reise daran denken, die App herunterzuladen und zu installieren. Denn sonst muss man das an Bord zu den teuren Internet-Tarifen tun, und das lohnt sich dann meist nicht mehr.

… und ein kleiner Gag zum Schluss: „Fishes: Greater Caribbean“

Fishes: Greater CaribbeanEigentlich ist die App deutlich mehr als ein Gag – nämlich eine durchaus wissenschaftlich fundierte, sehr intuitive App zum Bestimmen tropischer Fische in der Karibik. Wer also auf Kreuzfahrt gerne mal eine Schnorchel-Tour unternimmt, kann damit (mit wasserdichtem Handy direkt, sonst nach dem Schnorcheln) genau identifizieren, welche Fische er gesehen hat.

In der Suchfunktion identifiziert man einen Fisch über Farbe, Form und einige andere Merkmale, die man auch als Laie beurteilen kann. Hat man die Auswahl der in Frage kommenden Fische erst einmal auf eine Handvoll eingegrenzt, identifiziert man ziemlich zuverlässig, was genau man gesehen hat.

Um die App offline nutzen zu können, sind allerdings insgesamt 870 MByte Speicherplatz am Handy nötig, denn die App bringt zu allen Fischen auch jeweils eine eigene Bildergalerie mit.

für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=org.stri.caribbeanfishes
für iPhone: https://itunes.apple.com/us/app/fishes-greater-caribbean/id570048678?mt=8

Alle hier genannten Apps habe ich übrigens wirklich auf meinem Smartphone im Einsatz (mit Ausnahme von Trip It, das ich lediglich getestet habe, aber nicht ständig benutze). iPhone-Besitzer mögen mir verzeihen, dass ich alles auf einem Android-Handy getestet habe und daher keine Aussage dazu machen kann, ob die Apps am iPhone wirklich identisch sind. Über entsprechende Rückmeldung freue ich mich natürlich.

Bitte unterstützen Sie uns!

Ein Mausklick genügt! Wir bekommen Vermittlungs-, wenn Sie vor Online-Einkäufen oder Kreuzfahrtbuchungen auf bestimmte Links klicken. Dabei entstehen für Sie keinerlei Kosten! So funktioniert's).

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien, folgen Sie uns auch auf Twitter und/oder Facebook und unterstützen Sie uns mit einer kleinen Spende via Paypal!

Immer aktuell informiert werden? Abonnieren Sie unseren kostenlosen, wöchentlichen cruisetricks.de Newsletter abonnieren oder unseren  RSS-Logo RSS-Feed.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

6 Kommentare zu Zehn unverzichtbare Reise-Apps für Android und iPhone

  1. Volker Kaczmarek on November 24, 2017 at 10:00 am

    Moin! Das mit dem Horror beim Kofferpacken kann ich nur unterschreiben und danke für den Hinweis. Immer wieder lese ich, wie viel Vorfreude doch dieses Kofferpacken bereiten solle und frage mich stets, warum sich diese bei mir nicht bemerkbar macht *g*. Das ständige Herumbasteln mit digitaler Personen- oder Kofferwaage, ob man jetzt doch das Fotostativ über die Schulter nimmt, riskierend, vom Gatepersonal angezickt zu werden wegen zu viel Handgepäcks oder in den Koffer, was aber die Freigewichtsgrenze sprengen würde – oder: „Hmm, brauche ich denn jetzt die schwarzen Schuhe wirklich zum Sakko?“

    Inzwischen haben wohl die meisten von uns ein app-überfülltes Smartphone und ich frage mich immer, wann denn die App zur Verwaltung aller Apps kommt. Oder gibt es die schon? Die Kofferpack-App war geeignet, mich kurz zu begeistern, aber dann stellte ich mir das praktisch vor, wenn ich da mit dem Tablet herumhantiere und sich das Teil natürlich alle zwei Minuten ausschaltet und ich es für jede Unterhose oder Sonnenbrille neu entsperren muss (denn schließlich muss ich die Dinge ja erst zusammentragen in der Wohnung). Da denke ich, ist vielleicht eine ausgedruckte Liste auf Papier mit einem oldschoolmäßigen „Abhaken“ vielleicht doch einfacher in der Handhabung? Das Netz hat auch hier praktikable Antworten, z.B. auf packlisten Punkt org.

    Hotel für Notfälle – auch praktisch, jedoch konnte mir booking.com bisher immer kurzfristig helfen, wenn ich mal dienstlich oder privat irgendwo hängen blieb, und langfristig sowieso. Windy zum Verfolgen von Hurricanes, joooo… auf der Website habe ich da auch immer mal geguckt, was in der Karibik gerade an Windgeschwindigkeiten gemessen wird, oder Marinetraffic als Klassiker („Mal gucken, ob unser Schiff wirklich schon am Pier zum Einschiffen bereit liegt…“), OK. Dennoch denke ich, dass die Flut von Apps eher geeignet ist uns die Zeit zu stehlen und im Hintergrund die ohnehin existierende Datenflut in Richtung Google & Co. noch weiter zu befeuern. Gläsern sind wir heute schon. Wenn man in Deutschland mit dem ÖPNV unterwegs sein möchte, finde ich übrigens ÖFFI ganz praktisch.

  2. Franz Neumeier on November 24, 2017 at 11:09 am

    Die Packen-App nutze ich etwas anders: Grob weiß ich ja, was mit muss – also lege ich schonmal alles zusammen, was mir spontan einfällt. Dann hake ich in der App ab, was schon da ist. SO sehe ich, was noch fehlt. Ich finde die App deshalb viel praktischer als Papier-Listen, weil die wiederverwendbar sind und ich sie auch viel leichter verändern/anpassen kann. Am Papier wird das irgendwann ein heilloses Chaos aus durchgestrichenen, korrigierten, ergänzten Einträgen. Aber das ist natürlich Geschmackssache :-)

  3. Andreas on November 24, 2017 at 8:40 pm

    Ich habe in Evernote einen Checklisten Ordner und da findet sich auch eine Liste fürs Packen. Packen bereitet mir keinen Stress, nach 30 Minuten ist alles erledigt.
    Drei Apps noch die für mich wichtig sind:
    Geotracker: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ilyabogdanovich.geotracker&hl=de
    Damit tracke ich alle meine Touren, egal ob auf See oder an Land. Die Daten lassen sich als GPX- oder KMZ-Dateien exportieren und dann in Google Earth ansehen. Allerdings ist die Kartendarstellung in der App davon abhängig ob man vorher die Karte bereits „abgefahren“ hat oder eine (eventuell kostenpflichtige) Online-Datenverbindung besteht. Letztens im Oman habe ich vor einer Tour im kostenfreien Hotel-WLAN das Zielgebiet in der App „abgefahren“, so dass dann die Kartenanzeige auch offline on tour funktioniert hat.
    und
    OsmAnd: https://play.google.com/store/apps/details?id=net.osmand&hl=de
    Mit Offline-Karten. Ich lade mir vor der Reise die Karte des Zielgebietes auf OsmAnd.
    Sowie
    Tide Prediction: https://play.google.com/store/apps/details?id=net.muchoviento.android.tide&hl=de
    Gerade an der Nordseeküste schon mal ganz praktisch.

  4. Franz on November 25, 2017 at 8:27 am

    Klasse, vielen Dank für die Ergänzungen. Insbesondere nach einer brauchbaren Geotracking-App hatte ich schon lange gesucht, viele ausprobiert und alle wieder verworfen, weil sie entweder sehr unzuverlässig waren oder die Daten in proprietäre Formate speichern, die man nicht exportieren und anderweitig weiter verwenden kann. Warum ich dabei ausgerechnet diesen hier übersehen habe, weiß ich nicht – wird sofort ausprobiert :-)

  5. Wendy on November 25, 2017 at 9:18 am

    City Mapper ist klasse, zieht aber enorm Strom, selbst wenn man sie nicht aktiv nutzt. Man sollte eine Powerbank dabei haben für alle Fälle, wenn man auf der sicheren Seite sein will.
    Wir haben die App in London für öffentliche Verkehrsmittel genutzt, das war nur genial, man konnte viel besser Busse nutzen, weil die App einem immer die optimalsten Verbindungen zeigte und die passende Linie und wo die entsprechende Haltestelle ist.
    Infos zu nicht so touristisch wichtigen Bussen sind sonst etwas schwer zu koordinieren….

  6. Franz on November 25, 2017 at 9:23 am

    ;-) Ja, stimmt, ohne Powerbank kommt man nicht weit, wenn man unterwegs solche Apps nutzt.

Schreibe einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.