Hurricane Irene wirbelt Kreuzfahrt-Routen durcheinander

(aktualisiert - News vom 23.08.2011) von
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Hurricane Irene zieht durch die Karibik und wirft die Fahrpläne zahlreicher Kreuzfahrtschiffe über den Haufen. Für insgesamt 13 Schiffe wurden die Fahrtrouten bereits geändert, um dem Sturm auszuweichen, weitere sind zu erwarten. Und Royal Caribbean bereitet offenbar sogar die Evakuierung der Privatinsel Coco Cay auf den Bahamas vor.

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UPDATE 26.8.: Cruisecritic berichtet inzwischen von Routenänderungen bei insgesamt 25 Kreuzfahrtschiffen, die dem Sturm davon- oder um ihn herum fahren. Betroffen sind demnach Schiffe von Holland America Line, Celebrity Cruises, NCL, Royal Caribbean International und Carnival Cruise Lines. Irene zieht derzeit von der Karibik aus entland der US-Ostküste nach Norden.

Betroffen von Routenänderungen sind bei Royal Caribbean die Monarch of the Seas und die Majesty of the Seas – beide Schiffe meiden Coco Cay und legen einen zusätzlichen Seetag beziehungsweise einen längeren Aufenthalt in Key West ein. Freedom of the Seas, Oasis of the Seas fahren die geplante Route in umgekehrter Richtung, die Allure of the Seas und die Serenade of the Seas fahren nach den aktuellen Planungen ebenfalls alle vorgesehenen Häfen an, allerdings in anderer Reihenfolge.

Bei Carnival Cruise Lines sind Carnival Pride, Carnival Triumph, Carnival Destiny, Carnival Conquest, Carnival Victory, Carnival Liberty und Carnival Miracle betroffen. Bei allen Carnival-Schiffen wurde wegen des Hurricanes Irene die Fahrtroute verändert.

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Auch bei Norwegian Cruise Line werden noch Routenänderungen erwartet, die bislang aber noch nicht offiziell beschlossen worden sind, (UPDATE) nötig: Norwegian Jewel und Norwegian Sky ersetzen jeweils den Hafenstopp auf der Privatinsel Great Stirrup Cay (direkt nebem RCIs Coco Cay gelegen) durch einen Seetag. Die ebenfalls in der Region fahrende Disney Dream wird von Routenänderungen wahrscheinlich verschont bleiben wird.

Irene ist der erste Hurricane der Saison, aber bereits der neunte Sturm mit Namen. Bislang hat Irene vor allem auf Puerto Rico Schäden angerichtet. Dort sind 800.000 Menschen ohne Strom, der Notstand wurde ausgerufen. Es wird erwartet, dass sich Irene etwas abschwächt und am Samstag an der US-Ostküste im Bundesstaat South Carolina auf Land trifft. Die Vorhersagen für die diesjährige Hurricane-Saison rechnen wie bereits im vergangenen Jahr mit einer überdurchschnittlich starken Hurricane-Aktivität.

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Hurricane Irene: 445 Passagiere auf Puerto Rico gestrandet

Am Sonntag sind offenbar 145 Passagiere der Serenade of the Seas und (updated) 300 Passagiere der Carnival Victory auf Puerto Rico zurück geblieben. Wie erst jetzt bekannt wurde, war die beiden Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean und Carnival Cruise Lines wegen des herannahenden Hurricane Irene von ihrem Heimathafen San Juan auf Puerto Rico aus vorzeitig zu einer 7-Nächte-Karibikkreuzfahrt aufgebrochen. Statt 20:30 Uhr legte die Serenade of the Seas bereits drei Stunden früher ab, die Carnival Victory sogar 4 Stunden früher, nachdem der Schiffsverkehr für den Hafen bereits mittags eingeschränkt worden war und eine Hafenschließung kurz bevorstand. Am selben Abend fegte Irene dann über Puerto Rico hinweg.

Laut USAtoday-CruiseBlog begründet Royal-Caribbean-Sprecherin Cynthia Martinez das Zurücklassen der 145 Passagiere mit der Sorge um die Sicherheit der Passagiere und der Crew auf dem Schiff. Die Entscheidung sei von der hafenbehörde in San Juan getroffen worden, RCI habe keine Wahl gehabt. Und man habe auch keine Möglichkeit gesehen, die Passagiere rechtzeitig von dem vorverlegten Beginn der Kreuzfahrt zu informieren.

Lediglich 15 der 145 Passagiere, die auch die An- und Abreise zur Kreuzfahrt direkt bei Royal Caribbean gebucht hatten, haben dem Bericht zufolge von der Reederei für zwei Tage ein Hotelzimmer auf Puerto Rico und einen Weiterflug nach Aruba organisiert und bezahlt bekommen, wo sie das Schiff am Dienstag wieder erreichten und von dort aus die Kreuzfahrt verspätet beginnen konnten.

Die restlichen 130 Passagiere seien auf sich selbst gestellt gewesen, obwohl sie dem Anschein nach rechtzeitig zur ursprünglich geplanten Abfahrt des Schiffs in San Juan eingetroffen waren. Die RCI-Sprecherin erklärte dazu, dass man diesen Passagieren zwar bei der Suche nach einem Hotel geholfen habe, sie die Kosten des Hotels und ihrer Rückreise aber selbst tragen müssten. RCI beruft sich dabei laut CBS Miami auf höhere Gewalt – das vorzeitige Ablegen der Serenade of the Seas sei wetterbedingt unausweichlich gewesen.

(Update:) Carnival bot dagegen allen 300 gestrandeten Passagieren an, auf Kosten der Reederei in Hotels unterzubringen und dem Schiff nach Barbados hinterher zu fliegen, wie Cruisecritic.com berichtet. Rund 150 von ihnen nahmend as Angebot offenbar an und gingenam Mittwoch in Barbados an Bord.

Nach amerikanischem Recht ist offen, ob die zurück gebliebenen Passagiere, die ihre Anreise nicht über Royal Caribbean International gebucht hatten, ein Recht auf Rückerstattung des Kreuzfahrtpreises haben. Sie sind dabei wohl auf die Kulanz von Royal Caribbean angewiesen, soweit sie keine entsprechende Reiseversicherung besitzen, die auch Fälle höherer Gewalt absichert (was in den USA, anders als in Deutschland möglich ist). Passagiere, die in Deutschland eine Kreuzfahrt buchen, haben dagegen auch bei höherer Gewalt zumindest einen Anspruch auf Rückerstattung des Kreuzfahrtpreises vom Veranstalter selbst.

In einem ähnlichen Fall in Europa mussten Ende November 2010 wegen eines starken Sturms 138 Passagiere der AIDAbella auf der Kanaren-Insel La Palma zurückbleiben, nachdem das Schiff ebenfalls vorzeitig ablegte. Damals waren alle Passagiere auf Kosten von AIDA dem Schiff hinterhergeflogen.

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